Wenn Engel laufen

Sonntagmorgen bedeutet bei mir meistens entspanntes Aufwachen, den Tag in Ruhe beginnen, irgendwann frühstücken – daheim oder auswärts und den lieben langen Tag einfach nichts tun bis zum Umfallen.

Heute wurde ich zwar nicht von Kölner Volksmusik geweckt, wie gestern. Einen Weckruf gab es dennoch, und der Sonntagvormittag im Bett fiel aus. In unserer schönen Marzipanstadt fand ein City-Lauf statt, an dem wir zwar nicht selbst teilnehmen wollten, uns aber aufrafften, zumindest anfeuernd zuzusehen. Da sich mein Engel demnächst selbst joggend martern möchte, war das eine gute Gelegenheit zu einer Vorschau. Das Wetter kam uns dabei sehr zugute und der junge Oktober zeigte sich von seiner goldenen Seite.

Die Innenstadt war für die Läufer für den Autoverkehr weitgehend abgesperrt worden, wodurch der Spaziergang zum Rathausmarkt entsprechend entspannt war. Wir trafen einige von Engelchens neuen Arbeitskolleginnen plus Anhang und stellten uns bald an der Strecke auf. Lang mussten wir nicht warten, als schon die ersten Läufer – noch mit einem Lächeln im Gesicht – an uns vorüberzogen.

Nachdem alle Läufer das Ziel erreicht hatten, machten wir uns langsam wieder auf den Weg zurück. Beim Bäcker noch eine heiße Schokolade getankt und dann durch die herbstlichen Straßen wieder nach Hause. Nicht zu früh, denn schon konnte sich das herrliche Wetter nicht mehr halten und fing an zu regnen.

Mein Freund hat heute für sich beschlossen, tatsächlich mit dem Laufen zu beginnen. Ich hab das vor Jahren ja auch mal gemacht und festgestellt, dass ich einfach kein Läufer bin. Beim ersten Mal werde ich ihn dennoch begleiten – wer weiß, vielleicht macht es mir mit ihm ja Spaß…

Alles nach Plan

Draußen sieht es schon wie schwarze Nacht aus. Aber hinter den Fenstern der Häuser gegenüber leuchten noch Kerzen, Stehlampen und Fernseher. Es ist Freitagabend, und während sich die einen wohl durch die Stadt treiben lassen liegen andere unter der Wolldecke gemütlich auf der Couch, links den Liebsten, rechts ein Glas Wein, während sich draußen ein zwölf Grad kalter Herbst in die Baumkronen einnistet, um die Blätter rot und gelb zu bemalen.

Ich hab jetzt Wochenende, während mein Freund in seinem neuen Job morgen arbeiten muss. Immerhin arbeitet er jetzt seit zwei Wochen wieder in der Marzipanstadt und muss nicht mehr jeden Tag zweimal zwei Stunden pendeln. Manchmal ist es auch von Vorteil, seinen Job zu verlieren. Wie ich mich kenne, werde ich morgen erst einmal ausschlafen und dann ausgiebig frühstücken, bevor ich mich an den Samstags-Groß-Putz machen muss. Morgen Abend haben wir zwei Freunde zu uns zum Essen eingeladen, sozusagen als Dankeschön, dass sie während unseres Urlaubs unsere beiden Kater beherbergt haben.

Das Menü an sich ist zum Glück nicht so aufwändig, dass ich dafür den ganzen Tag würde in der Küche stehen müssen – was in unserer winzigen Küche auch kein Vergnügen wäre. Da wünsch ich mir doch manchmal den großzügigen Platz unseres Ferienhauses…

Seit Jahren schon wandern meine Beiträge aus meinem Blog zusätzlich in jeweils ein Fotobuch pro Jahr. Es ist schön, meine Erlebnisse auch in der Hand halten und durch die Seiten blättern zu können. Weil das Jahr an diesem Wochenende bereits das dritte Viertel komplettiert, wird es Zeit, sich Gedanken um die diesjährige Gestaltung zu machen. Deshalb habe ich im Laufe der Woche bereits angefangen, das Layout festzulegen, Fotos auszuwählen und die ersten Texte anzuordnen. Ich freue mich jetzt schon darauf, es fertigzustellen und die Produktion zu beauftragen – was naturgemäß frühestens im Januar des nächsten Jahres stattfinden kann. 2012 wird dann das sechste Jahr, das ich schon in ein Buch gebannt habe.

 

Der vermisste Monat

Der Februar ist schon um – kein Wunder, er hatte ja auch nur 29 Tage. Er war mit ziemlich viel Action vollgestopft, wobei das meiste nicht wirklich zum Niederschreiben gedacht ist. Und so macht es gar nichts, dass ich mich hier einen ganzen Monat lang nicht ausgelassen habe.

Um der Geburtstagsgrippe zu entgehen, strengte ich mich zu Beginn des Monats mächtig an, mich mit Vitaminen und viel Sport zu dopen, was letztlich auch den erwünschten Erfolg brachte. Noch bevor der Monat zur Hälfte rum war, hatte ich meinen 35. Geburtstag mit zwei Partys hinter mich gebracht, die mich auch zwei ganze Wochenenden lang beansprucht haben.

Unter der Woche war ich im Büro ziemlich stark gefordert, wobei ich zwei-drei Fälle liegen habe, die mich ganz schön nerven. Ein- bis zweimal die Woche zum Badminton (was nach wie vor sehr viel Spaß macht), abends noch mit Freunden was essen gehen und dann zu Hause ins Bett fallen. So ging das den ganzen Februar. Meine Kamera kam in diesem Monat so gar nicht zum Einsatz, obwohl es das Wetter das eine oder andere mal durchaus hergegeben hätte.

Hoffen wir auf mehr Zeit für Kreatives im März…