Film: Was Du nicht sagst

© Salzgeber & Co. Medien GmbH Diese DVD ist im Handel erhältlich.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Regie: Ivan Silvestrini
  • Musik:
  • Spieldauer: 1:21:55
  • Darsteller:
    Josafat Vagni
    José Dammert
    Monica Guerrittore
    Francesco Montanari
    Ninni Bruschetta
    Valentina Correani
  • erschienen: 2013
  • Sprachen: Italienisch
  • Untertitel: Deutsch
  • FSK: 6
  • Gestaltung: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 3 von 5
  • Darsteller: 5 von 5
  • Story: 4 von 5
  • Emotion: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 4,6 von 5

 

Originaltitel: Come non detto

Hier geht’s zum Trailer.

Worum gehts?
(Nachfolgender Abschnitt enthält wesentliche Handlungselemente des Films!)

Mattia ist 25 und lebt bei seiner Mutter. Seine Eltern sind seit Jahren geschieden, streiten aber genauso oft wie während ihrer Ehe. Mattia hat einen Freund, Eduardo. Eduardo ist Spanier und Mattia kann es kaum erwarten, zu Hause aus- und zu Eduardo nach Spanien zu ziehen. Seine Mama will ihm zum Abschied ein großes Familienessen bereiten. Gute Nachricht: Eduardo will spontan nach Italien kommen, um Mattias Familie kennen zu lernen. Blöd nur, dass Mattia gelogen hat, als er behauptete, seine Familie wüsste über ihn Bescheid. Was jetzt? Alle Versuche, seine Eltern, seine Oma und seine Schwester nebst Schwager ins Bild zu setzen, scheitern. Also heuert Mattia Hals über Kopf einen Freund an, der Eduardo unter einem Vorwand am Flughafen einsammeln und dessen Erscheinen beim Abschiedsessen verhindern soll. Er weiß ja noch nicht, dass der Abend ganz anders verlaufen wird, als er dachte.

Und wie war’s?

Großartig! Romantisch. Lustig. Verzweifelt. Traurig. Überglücklich.

Den ganzen Film hindurch steckt Mattia in der Zwickmühle. Er ist über beide Ohren verliebt in Eduardo, aber nur Stefania, seine beste Freundin, weiß sonst noch, dass er schwul ist. Vor allem sein Vater macht es ihm mit schwulenfeindlichen Äußerungen nicht gerade leicht, sich ihm anzuvertrauen. Die verzweifelten Versuche, „es“ endlich auszusprechen, scheitern allesamt an Situationen, die mir tatsächlich ansatzweise bekannt vorkommen. Jede Störung ist letztlich ein willkommener Anlass, es doch noch eine Weile für sich zu behalten. Dass er Eduardo seiner Familie zunächst nicht vorstellen möchte, verletzt seinen Freund, das ist schrecklich. Aber es ist nichts im Vergleich zu der Angst, die Mattia davor hat, von seiner Familie ausgestoßen zu werden. Ich verrate das überraschende Ende des Films nicht, denn diesen Film zu sehen, kann ich uneingeschränkt empfehlen. Er ist komplett auf italienisch, deutsch untertitelt. Weil die Italiener sich beim Sprechen kaum bremsen können, muss man – sofern man ihrer Sprache nicht mächtig ist – recht schnell mitlesen, um nichts zu verpassen.

Noch kurz zur Bewertung. Das Layout ist sehr ansprechend. Auf der Coverabbildung sehen wir Eduardo und Mattia in einer Szene, die – sofern ich mich richtig entsinne – im Film so nicht vorkommt. Schön ist sie dennoch. Das Menü hat die gleiche Aufmachung, aber leider keine Musik. Die Innenseite des Covers zeigt die Familie, die während des Abschiedsessens am Tisch sitzt.

Die Schauspieler liefern allesamt tolle Leistungen ab. Ich hab ihnen ihre Rollen auf jeden Fall abgenommen. Die Bilder sind schön gefilmt, die Musik ist stimmig. Technisch habe ich nichts auszusetzen. Der Erzählfluss ist sehr angenehm, die Szenen erhalten genügend Zeit und auch die nötige Ruhe, sich zu entfalten und zum Zuschauer durchzudringen. Emotionen sind an den richtigen Stellen und in der richtigen Intensität eingesetzt.

Auch, wenn das Ende rund und stimmig ist, fand ich es schade, dass der Film nach 85 Minuten zuende war. Klare Meinung: Unbedingt ansehen.

 

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