THE FRUIT MACHINE

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Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Regie: Philip Saville
  • Musik: Hans Zimmer
  • Spieldauer: 1:43:00
  • Darsteller:
    Emile Charles
    Tony Forsyth
    Robert Stephens
    Clare Higgins
    Bruce Payne
    Robbie Coltrane
  • erschienen: 1988
  • Sprachen: englisch, deutsch
  • Gestaltung: 3 von 5
  • Unterhaltung: 4 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Darsteller: 3 von 5
  • Story: 3 von 5
  • Emotion: 3,4 von 5

 

  • Gesamtwertung: 3 von 5

 

Nachfolgender Text enthält wesentliche Handlungselemente des Films!

Worum geht’s?

Der junge Brite Eddie hat’s nicht leicht zu Hause. Seine Mutter ist eine Möchtegern-Schauspielerin und liebt ihren Sohn abgöttisch. Sein Vater hingegen lehnt seinen weibischen Sohn ab. Nach einem heftigen Streit mit seinem Vater beschließt Eddie, mit seinem besten Freund Michael abzuhauen. Der ist grad dem Jugendknast entwischt, in den ihn seine Mutter gesteckt hat, nachdem er in einer Schwulensauna erwischt worden ist.

Zusammen kriechen die beiden Jungs in einer Bar namens „The Fruit Machine“ unter. Besitzer(in) ist die wuchtige und liebenswerte Annabelle, gespielt von Robbie Coltrane. Michael macht sich dank einer strippenden Tanzeinlage zum Star des Abends. Nach heiteren Stunden sind die beiden Ausreißer die letzten Gäste und werden von Annabelle aufgefordert, zu gehen.

Die scheinbar zunehmende Homosexualität in der Stadt ist jemand bestimmtem ein Dorn im Auge. Er beauftragt einen skrupellosen Killer, um die Schlüsselfiguren aus dem Weg zu räumen. Durch einen unglücklichen Zufall werden Eddie und Michael Zeugen eines Mordes und geraten damit selbst auf die Liste. Seither sind sie nicht mehr nur vor Eddies Vater und der Polizei auf der Flucht.

Eddies Künstlerseele wird von Gesang mitten in eine Party der High Society gelockt. Während er sich mit dem alternden Sänger Vincent anfreundet, gerät Michael dank seiner langen Finger in Schwierigkeiten. Er wird von der Gastgeberin Eve erwischt, die ihn nur laufen lässt, weil er ihr besondere Dienste anbietet. Vincent erfährt von der Situation der beiden Jungs und lädt Eddie ein, ihn nach Brighton zu begleiten, wo Werbespots aufgezeichnet werden sollen. Eddie willigt ein und schon am nächsten Tag sitzen die beiden Flüchtigen in einer Luxus-Limousine. In Brighton wird schnell klar, woraus der besondere Deal zwischen Vincents Geschäftspartnerin Eve und Michael besteht…

Eddie besucht derweil ein Delphinarium, das Wonderland, das er aus seiner Kindheit kennt. Vor der Eingangstür wird er von Hazel, einer Tierschützerin angehalten. Sie drückt ihm einen Flyer in die Hand und weist ihn auf die Tierquälerei im Delphinarium hin. Eddie sieht sich die Show an, kann sich aber nicht an ihr erfreuen.

Michael gerät in einen schlimmen Streit mit Vincent. Er holt Eddie vom Delphinarium ab und sagt ihm, dass sie nicht zurück können. Als Eddie später seine Sachen bei Vincent abholen will, findet er den Sänger brutal zusammengeschlagen vor. Michael bestreitet, etwas damit zu tun zu haben, aber Eddie glaubt ihm nicht und zieht sich zurück. Er steigt nachts ins Delphinarium ein und geht mit den Delphinen schwimmen. Als er nach einer ganzen Weile aus dem Becken steigt und sich anzieht, steht er plötzlich dem Auftragskiller gegenüber, den er schon ganz vergessen hatte…

 

Und wie war’s?

Ein feel-good-Movie ist „The Fruit Machine“ nicht gerade. Der Film stammt aus den späten Achtzigern und ist damit vordergründig geprägt von Sozialkritik, militantem Umweltschutz und Stereotypen.

Schon von Beginn an hat Hans Zimmer das Zepter hörbar in der Hand und stimmte mich damit schonmal wohlgesonnen. Die Geschichte an sich ist für heutige Verhältnisse ziemlich platt. Das macht aber nichts, denn die Schauspieler geben ihr bestes. Eddie ist ein naiver Junge mit phantastischen Träumen, der vor den Machenschaften seines besten Freundes die Augen verschließt. Michael hingegen ist kühl und berechnend. Er spielt Eddie den Unschuldigen vor, hat es aber faustdick hinter den Ohren. Robbie Coltrane als Annabelle ist lustig anzusehen, vor allem, wenn man ihn noch als Wildhüter vom Schloss Hogwarts kennt, eine Rolle, in die er natürlich erst Jahre später geschlüpft ist.

Der Aufbau der Geschichte ist logisch und fortlaufend. Es entsteht ein Spannungsbogen mit kleinen Überraschungselementen, die Beziehung zwischen den beiden Freunden Eddie und Michael entwickelt sich im Laufe des Films. Da ihr Leben von vornherein unter keinem guten Stern steht, ist es zwar sehr schade aber letztlich nicht verwunderlich, dass es kein gutes Ende nimmt, und so wische ich mir eine leise Träne aus dem Augenwinkel, als der Abspann läuft.

Insgesamt ist „The Fruit Machine“ ein guter Film, der schon in die Jahre gekommen ist. Die deutsche Synchronisation ist OK (die englische Originalfassung ist wirklich sehr, sehr britisch…).

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