Film: Schwarzer Ozean

© Salzgeber & Co. Medien GmbH Diese DVD ist im Handel erhältlich.
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Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Regie: Marion Hänsel
  • Musik: René-Marc Bini
  • Spieldauer: 1:27:33
  • Darsteller:
    Nicolas Robin
    Adrien Jolivet
    Romain David
  • erschienen: 2012
  • Sprachen: französisch
    (deutsche Untertitel)
  • Gestaltung: 4 von 5
  • Unterhaltung: 3 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Darsteller: 5 von 5
  • Story: 5 von 5
  • Emotion: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 3 von 5

 

„Schwarzer Ozean“ wirkt – wie die meisten Filme – am besten, wenn man vorher nichts darüber weiß. Nur so viel: Es ist kein fröhlicher sondern ein sehr nachdenklicher Film.

Nachfolgender Text enthält wesentliche Handlungselemente des Films!

Worum geht’s?

Massina ist ein junger Matrose auf einem Schiff der französischen Marine. Die sind im Südpazifik unterwegs. Warum, weiß keiner der Matrosen. Sein bester Freund an Bord ist ein Hund, dessen Vorbesitzer ihn auf dem Schiff zurückgelassen hat. Von den übrigen Matrosen fühlt er sich Moriaty am meisten verbunden, einem ruhigen Kameraden, der sich meistens aus allem heraushält. Dann ist da noch Da Maggio. Er wird von den Mannschaftskameraden gehänselt, weil er nachts in seiner Koje wimmert und auch sonst nicht so richtig zu den anderen passt. Er hält sich an Massina, der lässt ihn wenigstens in Ruhe.

Eines Tages erfährt die Mannschaft, was es mit ihrem geheimnisvollen Auftrag auf sich hat: Ein Atomwaffentest. Was die Männer gesehen haben, hat großen Einfluss auf sie. Vor allem für Moriaty bricht eine Welt zusammen. Der Zwanzigjährige zieht sich nach jenem Tag mehr und mehr zurück, Fröhlichkeit und Glück in ihm sind zerstört und er hält sein komplettes Leben für verpfuscht.

Und wie war’s?

Zunächst einmal: Eine schwule Handlung hat der Film nicht, was für mich ziemlich überraschend war. Der Film ist sehr ruhig, fast die ganze Zeit über unaufgeregt. Als Zuschauer habe ich die viele Zeit genutzt und die Figuren sehr genau beobachtet, wie sie miteinander umgehen, welche Gefühle man aus ihrer Mimik ablesen kann. Die unterschiedlichen Charaktere sind sehr fein herausgearbeitet. Da ich zuvor nichts über den Film gelesen hatte, hat mich der Wendepunkt kalt erwischt und nachdem der Film bis dahin gemächlich vor sich hin plätscherte, saß ich plötzlich mit offenem Mund auf meiner roten Couch. Die Erschütterung einzelner Figuren danach konnte ich gut nachvollziehen.

Der Film hat mir grundsätzlich richtig gut gefallen. Was mir aber nicht gefallen hat, war der Umgang mit Tieren. Der Hund war sicherlich zum „Schauspieler“ ausgebildet, aber der Tintenfisch, dem sie die Beine verknoten oder die Strandkrabben, die lebendig ins Lagerfeuer geworfen werden, waren das sicher nicht. Was das betrifft, bin ich vielleicht empfindlich, aber Tiere für einen Spielfilm zu quälen und zu töten, gehört sich definitiv nicht. Dafür kassiert der Film leider einen dicken Minuspunkt, auch wenn das dem Rest sicher nicht gerecht wird.

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