GEFANGEN

© by PRO-FUN MEDIA Diese DVD ist im Handel erhältlich.
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Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Regie: Jörg Andreas
  • Musik: Don Barrett
  • Spieldauer: 1:37:19
  • Darsteller:
    Marcel Schlutt
    Mike Sale
    Ralf Stahl
    David Parstein
    Pedro Sobisch
    Ulrike Schirm
    Michael Busch
    Andreas Bernhard
  • erschienen: 2005
  • Sprachen: deutsch
  • FSK: 16
  • Gestaltung: 4 von 5
  • Unterhaltung: 4 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Darsteller: 3 von 5
  • Story: 3 von 5
  • Emotion: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 3,9 von 5

 

Worum gehts?

Zunächst einmal: Eigentlich stelle ich hier ja keine pornographischen Filme vor. Mit „Gefangen“ mache ich eine Ausnahme. Offiziell handelt es sich um einen Spielfilm. Produziert ist er vom Porno-Label „Cazzo“ in Berlin und wenn es auch tatsächlich um einen Film mit einer Story geht, lassen sich die Sex-Szenen, die definitiv nicht gespielt sind und auch eine Menge harter Fakten zeigen, nicht wegdiskutieren.

„Gefangen“ spielt in einem deutschen Gefängnis. Der junge Dennis hat zwei Jahre wegen Kreditkartenbetrugs bekommen. Als der Film beginnt, tritt er gerade seine Haftstrafe an. Wer bis hier noch nicht wusste, dass der Film unter die Gürtellinie geht, wird gleich zu Beginn aufgeklärt. Zu seiner Haftantrittsuntersuchung muss sich Dennis komplett ausziehen, so dass ihn ein Wärter nach wo auch immer versteckten Drogen absuchen kann.

Als neuer lernt Dennis bald den Trakt-Boss kennen, der gleich klar stellt, wer unter den Gefangenen das Sagen hat und von wem bedingungsloser Gehorsam verlangt wird.

Doch dann lernt Dennis den dunkelhäutigen Amerikaner Mike kennen. Immer wieder stiehlt er sich beim Hofgang davon, um mit Mike in dessen Zelle zusammen zu sein. Dass die beiden Männer da nicht nur Karten spielen, dürfte inzwischen klar sein. Sie verlieben sich ineinander und stehen vor einem großen Problem: Dennis kommt in zwei Jahren wieder frei, Mike hat noch fünf Jahre zu sitzen…

Wie wars?

Ich habe mir angewöhnt, mich vorher nicht über schwule Spielfilme zu informieren. So war das auch bei diesem. Mir war daher lediglich klar, dass es um eine Liebesgeschichte im Gefängnis geht. Dass da kein romantisches Picknick unter Sternen stattfinden würde, hatte ich mir auch schon gedacht. Und doch hat mich der Film ganz schön überrascht! Bei einer FSK-Freigabe von 16 Jahren hatte ich nicht mit derart ausgeprägtem Sex gerechnet. Vom einsamen Vergnügen in der Einzelzelle bis hin zu Gruppenaktivitäten (da wird gespuckt und mit Wasser gespielt) war eigentlich alles dabei. Aber auch Liebe und Romantik gab es zu sehen. Ich kann mich nicht ganz entscheiden, ob es ein Happy-End hat oder nicht.

Wermutstropfen bei diesem deutschen Film sind leider die Darsteller. Der Hauptdarsteller hat mir sehr gefallen, aber dann hört’s auch schon auf. Woran das liegt, liegt auf der Hand: Pornodarsteller haben in der Regel nicht viel Text. Wenn sie dann – wie hier – zum Spielfilm-Schauspieler befördert werden, bekommt das Ganze den Charme einer drittklassigen Laienschauspieltruppe. Abgespulte Texte, unnatürliche Mimik und Gestik und keine Ahnung von der richtigen Dramatik sind das Ergebnis. Aber klar, wo findet man gute, ausgebildete Schauspieler, die gleichzeitig ihre Brötchen mit Pornos verdienen?

Alles in allem hat mir der Film wirklich Freude bereitet. Eine Kauf-Empfehlung für alle, die wissen, worauf sie sich einlassen.

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