Film: Grande Ecole

© by PRO-FUN MEDIA
© by PRO-FUN MEDIA
Dieser Film ist im Handel erhältlich.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Regie: Robert Salis
  • Musik: Eric Neveux
  • Spieldauer: 1:48:02
  • Darsteller:
    Gregori Baquet
    Jocelyn Quivrin
    Arthur Jugnot
    Alice Taglioni
    Elodie Navarre
    Salim Kechiouche
  • erschienen: 2009
  • Sprachen: französisch, deutsch
  • FSK: 16
  • Gestaltung: 4 von 5
  • Unterhaltung: 4 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Darsteller: 4 von 5
  • Story: 4 von 5
  • Emotion: 4 von 5
  • Gesamtwertung: 4,0 von 5

 

Worum geht’s?

Der junge Franzose Paul gehört zu jenen, denen das Privileg zugute kommt, eine Elite-Schule besuchen können. Aus den Schülern, so die Erwartungen, sollen einmal Firmenbosse werden, Finanzmagnaten, Anwälte, Männer, die die Welt dirigieren und die Menschen, die nicht das gleiche Privileg haben.

Doch Paul ist abgelenkt, zerstreut und irritiert von den Menschen um ihn herum und den Gefühlen, die sie tief in ihm wecken. Unkonventionell und schwierig, wie sie sind, will er sie verstecken, vertuschen – kann seinen verlockenden Begierden letztlich aber doch nicht entsagen.

Und wie war’s?

Wie so oft hat mich zu allererst das Cover angesprochen. Es wirkt auf mich gleichzeitig freizügig, modern und künstlerisch. Eine gute Mischung. Und wenngleich die abgebildete Szene in dieser Form nicht direkt Bestandteil des Films ist, ist das Bild, das darin steckt, sehr gut gewählt.

Von den Darstellern haben mir zwei wirklich gut gefallen, das war Mécir (Salim Kechiouche) auf der einen und Agnes (Alice Teglioni) auf der anderen Seite. Dabei ist diese Abstufung fast unwichtig, denn alle leisten excellente Arbeit. Zu meinem Glück ist der Film deutsch synchronisiert, so konnte ich mich ganz der Handlung und den Figuren hingeben, ohne pausenlos Untertitel lesen zu müssen.

Das Erzähltempo war meist angenehm, die kontinuierlich fortschreitende Handlung und die Details – Gesichtsausdrücke, flüchtige Blicke, Bühnenbild und Dialoge – dulden jedoch keine Ablenkung.

Die Musik ist erlesen. Neben den – ich bezeichne sie mal als typisch – französischen Klängen bekommen wir die vielgehörten und unverändert brillianten klassischen Komponisten zu hören, die die gesellschaftliche Stellung der Figuren untermalen und selbst Erotikpassagen zu etwas kunstvollem und erhabenen machen.

A propos: Der Film ist ab 16 Jahren freigegeben, was natürlich an den Darstellungen von Sex liegt. Dem Zuschauer bleibt auch in der Tat fast nichts verborgen, weder beim Sex im Bett mit Paul und Agnes noch ohne Sex unter der Dusche nach dem Training. Alles hübsch ordentlich und ansehnlich.

Ich habe mir vorgestellt, dass nach dem Ende alles gut wird, denn genau das lässt der Film offen. Freundschaften sind zerstört, neue sind entstanden, da sind jene, die es nicht verstehen wollen und solche, die sich erst am Ende wirklich verstehen. Und dann ist da die Liebe, die mal wieder gründlich aufräumt, indem sie alles zertrümmert.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*