Jaja, 2017

Da geht es hin, das Jahr 2017. Ich habe ein bisschen Zeit übrig und finde, ich sollte mal wieder einen meiner früher regelmäßigen Jahresrückblicke schreiben – erst recht, weil ich in diesem Jahr doch wieder wenig zu Papier gebracht habe.

Und so beginne ich entgegen der Tradition mal mit dem Dezember. Er hat nur einen einzigen Blogbeitrag hervorgebracht, nachdem mein Freund und ich bei Freunden zum Fondue eingeladen waren. Das war ein Ersatz für den Plan, indisch essen zu gehen.

Zum Thema Essen passt mein Untersuchungsergebnis vom Arzt. Ich bin ja nun schon eine ganze Weile 35 und dachte mir, es kann nicht schaden, mich mal durchchecken zu lassen. Das mache ich nie wieder im Weihnachtsmonat! Ergebnis: Ich bin fett. Nicht dick – im Gegenteil. Aber zu fett. Als Folge daraus muss ich meine Ernährung umstellen, künftig auf Fertiggerichte verzichten, nur noch gesunde Fette, weniger Süßigkeiten, mehr Gemüse, mehr Bewegung. Ich muss sagen, das ist ganz schön schwer. Viel mehr als Salat mit Gemüseschnipsel und Geflügel fällt mir meistens nicht ein.

Mitte des Monats waren wir dann zum alljährlichen Steakessen mit Freunden in Hamburg. Diese Gelegenheit, unsere Freunde zu treffen, lassen wir uns nie entgehen. Aber Steak ist ja auch nicht ungesund. Die Pommes habe ich gegen Salat und Gemüse eingetauscht und das Dessert habe ich dann schweren Herzens weggelassen. Auf dem Weihnachtsmarkt gab es nur einen Kinderpunsch, aber ich musste ja ohnehin noch fahren.

Zwei Tage vor Weihnachten fiel mir dann ein, dass ich noch Weihnachtskarten basteln müsste, um sie gerade so noch rechtzeitig an die Post zu übergeben. Tja, der Bastelabend ging gründlich in die Hose und so habe ich nur eine einzige Weihnachtskarte verschickt.

Bei den Familienbesuchen ging es dann mit Essen munter weiter. Meine Schwiegerfamilie ist mit Anhängen und Kindern inzwischen so groß, dass Schwiegermama nicht mehr für alle kochen kann. Deshalb mieteten wir dieses Mal einen großen Tisch in einem provinziellen Restaurant an meinem früheren Wohnort. Im Anschluss Kaffee und Kuchen. Am nächsten Tag Kaffee und Kuchen bei meiner Familie. Und trotzdem habe ich im Dezember anderthalb Kilo abgespeckt. Ob ich auch weniger fett bin, weiß ich allerdings noch nicht …

Im NOVEMBER besuchte ich erstmals Potsdam. Leider war der Anlass rein beruflich und an den drei Tagen hatte ich keine Gelegenheit, mir die Stadt anzusehen. Aber der flüchtige Eindruck und das Hotel genügten, dass mein Freund und ich im kommenden Jahr unseren Urlaub dort verbringen wollen.

Ende November bezogen unsere neuen Nachbarn die Eigentumswohnung am Parkplatz. Malte und Manni sind ein Paar aus Stuttgart und haben sich Lübeck als neuen Wohnort ausgesucht. Jetzt ist nur noch eine Wohnung im Gebäude frei. Das Gebäude fängt übrigens an, rumzuzicken. Die neue Haustür muss wieder ausgebaut und der Holzrahmen entfernt werden, in dem ein hässlicher Hausschwamm wohnt. Die Hausverwaltung haben wir auch noch nicht wieder lieb. In diesem Jahr fehlte die Eigentümerversammlung komplett und einen Überblick über die Finanzen unserer Eigentümergemeinschaft haben wir auch noch nicht.

Der OKTOBER war extrem arbeitsreich. Für nennenswerte private Aktivitäten blieben weder Zeit noch Energie.

Im SEPTEMBER waren wir immerhin mal unterwegs. Nach langer Abstinenz wollte ich mir die HafenCity in Hamburg ansehen. Ernüchtert mussten wir feststellen, dass sie nicht viel belebter ist, als im letzten Jahr. Wenig Neues ist hinzugekommen, es mangelt an öffentlichen Gebäuden, zumindest solchen, die keine teuren Restaurants oder Läden für dicke Geldbeutel sind. Gelandet sind wir dann in der Campus Suite an der Elbphilharmonie. Der Laden ist schön, aber winzig. Das Essen ist lecker und zum Glück erschwinglich.

Ansonsten war auch im September genau wie im AUGUST nicht viel los und ich hatte umso mehr Zeit für meine Bücher. Der Sommer war insgesamt ziemlich verregnet und lud zu keinen Outdoor-Aktivitäten ein.

Ganz anders der JULI. Er begann mir einer Hochzeitsfeier in einem hübschen Restaurant in der Nähe, direkt am Wasser. Das hat Spaß gemacht. Noch mehr Spaß hatten wir im Musical „Billy Elliot“ in Hamburg, das wir uns während der kurzen Spielzeit gleich zweimal ansahen.

Im JUNI wurde das Sommerfest meiner Abteilung ziemlich verregnet. Es war als Grillfest konzipiert und wurde zu einer nassen und kühlen Angelegenheit im Strandsalon auf der Wallhalbinsel. Diese Einrichtung sollte es ja schon längst nicht mehr geben, denn schon seit einigen Jahren ist geplant, die Wallhalbinsel um ihren Bestand an Hafenschuppen zu erleichtern und das Areal neu zu bebauen. Aber die Konservativen in Lübeck haben in Sachen Stadtplanung viel Gewicht und erklären alles, was alt und nach ihrer Ansicht damit historisch ist, zu städtischem Sperrgebiet. Und so dümpelt das Gebiet in Premiumlage weiter als Abstellraum vor sich hin, architektonisch langweilig, substanziell ungepflegt und für Fußgänger wie Radfahrer halsbrecherisch. Schade drum.

Der MAI war der Sommermonat 2017. Sonne satt, blauer Himmel und moderate Temperaturen. Da lohnte  es sich auch mal, früher aufzustehen, um für die Firma Modell zu stehen. Naja, nicht ich alleine und man kann mich auf dem Foto auch nicht erkennen. Aber interessant war es allemal.

Ein neues Frühstücksrestaurant entdeckten wir Ende APRIL. Also neu war es nur für uns, aber es gefiel uns so gut, dass wir das nochmal machen wollten (haben wir bis jetzt aber nicht). Im selben Monat erhielt unser Haus eine neue Haustür. Der Holzrahmen kann bleiben, meinte der Türbauer. Da wussten wir noch nicht, dass der uns ein paar Monate später quasi um die Ohren fliegt, durchsetzt mit Schimmel, der bis ins Gebäudeinnere vordrang …

Für den APRIL musste ich mangels Blogeinträgen meinen Kalender zu Rate ziehen. Aber der ist auch leer, was ein sicheres Zeichen für Ereignislosigkeit ist.

Wahrscheinlich mussten wir uns vom MÄRZ erholen. Der begann mit einem Besuch bei meiner Familie, setzte sich über Besuch unserer Nachbarn fort und mündete wiederum in unserem Besuch bei Freunden. Ein ungewöhnlich sozialer Monat.

Der FEBRUAR war da nicht anders. Mit Freunden besuchten wir ein Museum in Hamburg, so als kulturellen Ausgleich zum kulinarischen Vergnügen, das sich direkt anschloss.

Im JANUAR schafften wir es, trotz der furchtbar vielen Arbeit, Freunde zu treffen. Der Termin stand allerdings auch schon seit Monaten fest und resultierte aus einem Hochzeitsspielchen. Das war ein willkommener Anlass, im dunklen Januar mal aus dem Alltag auszubrechen und etwas Sinnvolles zu unternehmen.

Insgesamt betrachtet war 2017 kein besonders tolles Jahr, weder politisch, noch gesundheitlich oder familiär. Das Wetter war meistens mies und förderte die Bewegungsmuffeligkeit. Immerhin habe ich so einige Bücher gelesen (38), was zumindest ein bisschen Aktivität auf meiner Website garantierte. In diesem Jahr wurde ich Testleser bei Regina Mars, einer Autorin für schwule Liebesromane (Gay Romance). Das macht mir richtig viel Spaß. Im nächsten Jahr wird es ruhiger in diesem Bereich, weil die Autorin eine Babypause einlegt.

Pläne für das kommende Jahr habe ich auch schon. Ende Januar werden Engelchen und ich ein Musical besuchen. Das Ticket für „Tanz der Vampire“ habe ich von ihm zu Weihnachten bekommen. Nicht ganz so konkret ist mein Plan, aus der Badminton-Mannschaft und der Hauszeitung der Firma auszusteigen. Schon in 2017 konnte ich hier nicht mehr die erforderliche Energie aufbringen und die ständige Verpflichtung ging mir zunehmend auf den Sender. Ich habe mir vorgenommen, stattdessen zu laufen und hin und wieder das Schwimmbad aufzusuchen. Ende Dezember habe ich mein Bastelequipment nochmal ordentlich aufgestockt, so dass ich im neuen Jahr viel mehr Karten herstellen möchte. Ich muss auch darüber nachdenken, einen Bastelbereich in das Spiel- und Lesezimmer zu integrieren, damit der ganze Kram aus dem Esszimmer verschwindet. Gesünder leben gehört natürlich auch zu meinen Plänen, nicht zuletzt, um die Folgeuntersuchung beim Arzt mit gutem Gewissen über mich ergehen lassen zu können.