Schon wieder Feuerwerk

Nach dem Kirschblütenfest in Hamburg vor einer Woche ist heute die Eröffnung des Hansemuseums in der Marzipanstadt Anlass für ein großes Feuerwerk. Das Musum betreten wir erst morgen, aber das Feuerwerk ließen wir uns nicht entgehen. Um zehn vor elf am Abend fuhren wir mit meinem blauen Auto auf die Wallhalbinsel, die dem Museum gegenüber liegt. Den Neubau können wir von hier leider nicht sehen, weil einer der Hafenschuppen im Weg steht. Aber einen guten Blick auf das Feuerwerk hatten wir allemal.

2015-05-30 Hansemuseum Feuerwerk

Erinnerungen an den April

Im April feierte Tina ihren Geburtstag, was für uns vor allem eines bedeutete: Angrillen! Überhaupt begann endlich der Frühling, während sich der schwere Unfall meines Freundes zum ersten Mal jährte. Um den Frühling zu genießen, fuhren wir nach Hamburg, um nachzusehen, wie sich die HafenCity seit unserem letzten Besuch entwickelt hat (und uns die Apple-Watch anzusehen). Der Cinnamon-Tower ist fertig, aber ansonsten sieht man keine Entwicklung. Außer, dass sich ein vorbereitetes Baugrundstück allmählich in ein Feuchtbiotop entwickelt hat.

Cinnamon

Am 14. April herrschte Ausnahmezustand in der Marzipanstadt: Die Außenminister der G7-Staaten hatten sich unsere schöne Hansestadt als Tagungsort für ihr Gipfeltreffen auserkoren. Da sie sowohl das Rathaus als auch das gerade fertiggestellte Hansemuseum besuchen wollten, waren massive Behinderungen in der Innenstadt zu erwarten. Für ein gewaltiges Aufgebot von 2.500 Polizisten wurde auf unserem Volksfestplatz ein Containerdorf errichtet. Die Polizisten sollten die Stadt während der angekündigten Demonstrationen schützen. Da ich mitten in der Innenstadt arbeite, durfte ich während der Gipfel-Tage zu hause bleiben und die Geschehnisse im Lifeticker der örtlichen Zeitung verfolgen. Aufgrund der hohen Polizeipräsenz entschieden sich einige gewaltbereite Demonstranten, es gar nicht erst zu versuchen. Alles in allem blieb es während der zwei Tage also weitgehend ruhig. Am 30. Mai wird das Hansemuseum dann endlich offiziell eröffnet, so dass sich auch die Normal-Bürger die Ausstellung werden ansehen dürfen.

Erinnerungen an den März

Im März begann ich ein gesünderes Leben. Alles begann mit einem Besuch in einem Elektronikmarkt. Wir entschieden uns, eine Körperfett-Waage zu kaufen. Ich war ziemlich schockiert, als ich zum ersten Mal auf dem Gerät stand und mir die leuchtend rote Anzeige keine guten Werte attestierte. In den verschiedenen Kategorien landete ich bestenfalls am äußersten Rande von „gerade noch OK“. Neues Ziel: Sechs Kilo müssen runter und die Werte müssen nachhaltig in den grünen Bereich!

Ich kann berichten, dass mir dies gelungen ist – wenn auch mit Hilfe einer Magen-Darm-Grippe, die mich Ende April fast zwei Wochen in Schach hielt. Während der Tage im Bett verlor ich die letzten drei Kilo und schoss damit sogar über mein Ziel hinaus. Eine nachhaltige Ernährungsumstellung seit Ende Februar sorgt dafür, dass ich mein Gewicht halte und meine Werte jetzt im tiefgrünen Bereich liegen. Jetzt, wo ich mich daran gewöhnt habe, kehrt auch die Energie wieder zurück, die mich in den letzten Monaten arg im Stich gelassen hat.

Erinnerungen an den Februar

Mitte Februar besuchte ich mit meinen Arbeitskollegen ein Burn-Out-Seminar, wofür wir ein Stück außerhalb der Stadt ein Hotel buchten. Das Seminar dauerte anderthalb Tage und war eine schöne Erfahrung, vor allem wegen der Kollegen. Von ihnen musste ich mich eine Woche später verabschieden, weil ich die Abteilung wechselte. Eigentlich wechselte meine wichtigste Aufgabe die Abteilung und ich hatte entschieden, mitzugehen. Der Abschied fiel mir unerwartet schwer. Unerwartet, weil ich die Realität bis dahin nicht wirklich an mich herangelassen hatte. Ich hatte immerhin seit 2007 in dieser Abteilung gearbeitet, da wachsen einem die Menschen ans Herz.

Vermutlich war der Wechsel mit verantwortlich, dass ich hier so lange nichts geschrieben habe. Die gewohnte Arbeitsumgebung aufzugeben, mit neuen Menschen zusammenzuarbeiten, sich neu zu organisieren – das war viel anstrengender, als ich angenommen hatte.

Abschied

Erinnerungen an den Januar

Smartphones können wirklich ein Segen sein – nicht nur in Notfällen. Sie speichern Erinnerungen, fast wie ein fotografisches Tagebuch, das einen unbemerkt begleitet. Nützlich. Heute zum Beispiel.

Am 5. Januar muss ich im Kino gewesen sein, denn auf dem Rückweg habe ich die Mühlentorbrücke fotografiert, die in einem scheußlichen Grün angeleuchtet wird.

Am 14. Januar habe ich mich für einen neuen Badminton-Schläger entschieden, weil meinem alten, der gleichzeitig mein erster war, die Saiten gerissen waren.

Ich besuchte eine Ausstellung am 24. Januar. Lübeck erhält ein neues Hotel, mitten in der historischen Innenstadt. Ich war sehr an den Wettbewerbsergebnissen interessiert. Es schneite, als ich am Nachmittag auf die Wallhalbinsel fuhr, wo die Ausstellung stattfand. (Schnee! Ein seltenes Phänomen in diesem Winter.) Die Wettbewerbsergebnisse hauten mich nicht unbedingt vom Hocker. Mit dem Siegerentwurf kann ich aber leben, auch wenn ich Bedenken habe, dass das neue Gebäude eine tote Seite ausgerechnet zur Straße hin bekommen könnte. Wie das? Es bekommt viele Fenster auf dieser Seite des Gebäudes. Die hintersten sorgen für Licht auf den Toiletten, werden also blind sein. Hinter den übrigen verbergen sich Personalräume. Ob man da reinschauen darf? Die werden vermutlich genauso blind. Damit ist diese Gebäudeseite tot. Aber wir werden sehen.