Ein Haus in den Dünen

In der Küche stehen bereits die frischen Zutaten für das heutige Abendessen. Ein Topf Petersilie, Zwiebeln, Tomaten, daneben Salz und Pfeffer. Ein Stückchen weiter liegt das große schwarze Induktionsfeld, auf dem sämtliches Kochgeschirr Platz hätte. Rechts von der offenen Küche knackt Holz in den lodernden Flammen des Kamins, der für behagliche Wärme sorgt. Durch eines der vielen bodentiefen Sprossenfenster des Ess- und Wohnbereiches blicke ich auf die Dünen, die das Haus umgeben. Lange Gräser wiegen sich im Wind, der von der See ins Landesinnere strömt und Regenwolken verdecken den größten Teil des blauen Himmels. Sieben Grad, wärmer wird es da draußen heute nicht werden. Hier haben wir Ruhe und Zeit. Nur für uns. Den Alltag haben wir hinter uns gelassen, den Lärm unserer Stadt, die täglichen Pflichten, die kleine Wohnung.

Das Steinhaus mit dem noch hellen Reetdach wurde erst in diesem Jahr fertiggestellt und hat vor uns nur eine handvoll Mieter kennen gelernt und macht einen dementsprechend unverbrauchten Eindruck. Noch bis einschließlich Freitag können wir hier ausspannen, bevor wir am Samstagvormittag wieder zurück in die Marzipanstadt fahren.

 

Der Block

Welchen Titel verpasst man einem Blogeintrag, wenn man sich monatelang nicht hat blicken lassen? Bevor mich diese Frage weiter umtreibt, fange ich mal an zu schreiben, denn sonst wird das wieder nichts.

In den letzten Monaten war ich gleichzeitig zu faul zum Schreiben, litt an einer Schreib- und einer Leseblockade. Vermutlich hingen beide irgendwie miteinander zusammen, denn nachdem ich gestern Abend seit Monaten das erste Buch vollständig gelesen habe, juckt es mich auch wieder in der Fingern und endlich klappern sie wieder auf meiner Tastatur.

Natürlich ging auch das wahre Leben in der zweiten Jahreshälfte weiter. Die Pläne, in wenigen Jahren ein eigenes Haus zu bauen, sind konkreter geworden und momentan tue ich wirklich alles dafür, dass das auch realisiert werden kann. Ich entwerfe und verwerfe, wälze Kataloge, spare und rechne, suche und besichtige und lasse mich inspirieren. Je konkreter die Pläne und die Aussichten werden, desto weniger heimisch fühle ich mich in unserer derzeitigen kleinen Altbau-Wohnung. Ich kann es also kaum erwarten, bis es endlich losgeht. Zeithorizont: Noch gut drei Jahre.

In den letzten Monaten habe ich mich nicht nur aus meinem Blog zurückgezogen. Selbst meine besten Freunde haben mich kaum bis gar nicht zu Gesicht bekommen, während aus einem tollen Sommer mittlerweile ein stürmischer Herbst geworden ist.

Bald gibts hier wieder mehr zu lesen. Unter anderem weitere Bücher und Filme.