Mai, ist das schön!

Er hat uns ja ziemlich warten lassen, aber inzwischen ist er voll durchgestartet. Zuerst war er schüchtern und unterkühlt, aber dann feurig und schweißtreibend! Vielleicht hat er sich dabei etwas zu sehr verausgabt, denn jetzt gerade braucht er anscheinend eine Pause. Der Frühling, natürlich. Mein Balkon steht in frischem Grün, das sich in rasend schnellem Tempo aus der Erde pult – gestern habe ich die erste eigens angebaute Erdbeere dieses Jahres gegessen (mehr als die eine war noch nicht reif).

Ich bin ja eher der nordische Typ. Wenn meine blasse Haut die Sonne sieht, fängt sie zwar nicht gerade zu glitzern an (was vorübergehend ziemlich cool wäre). Dennoch treibt es mich quasi von Schatten zu Schatten, wenn ich mich mal nicht im Schutze der Dunkelheit aufhalte. Die vielen Sonnenbrände meiner Kindheit sind mir und meiner Haut noch gut in Erinnerung, obwohl das inzwischen ja schon ein paar Tage her ist. Und so kommt es, dass ich trotz und vor allem wegen des feurigen Temperaments des Monats Mai meistens lieber daheim geblieben bin und mich wirklich nur hin und wieder und dann auch nur ganz kurz auf den Balkon in die pralle Sonne gesetzt habe. In der übrigen Zeit habe ich zum Beispiel an einem neuen Intranet-Design meiner Firma gearbeitet. Übermorgen, also am Freitag, stelle ich meinen Entwurf erstmals einem der verantwortlichen Kollegen vor. Was ursprünglich als reine Übung daherkam, ist mir mit jeder neuen Seite, jeder Grafik, jeder Idee (und jedem Programmabsturz) ein Stückchen ans Herz gewachsen und ich hoffe natürlich, dass mein Entwurf ankommt. Rein von der Idee her kann da nichts schiefgehen, denn das bisherige Intranet ist – naja, praktisch nicht vorhanden. Bleibt nur die Frage, ob sich das neue technisch auch problemlos einbinden lässt, weil wir da von einem zentralen Rechenzentrum abhängen, das erstens weit, weit weg ist und zweitens so ein eigenes Intranet theoretisch auch hosten muss. Und das klärt sich übermorgen.

Ja, und dann steht uns auch schon der Juni bevor. Da werden wir als erstes Men in Black III im Kino ansehen. Außerdem Jamies Geburtstag feiern, schwimmen und saunieren, meine beste Freundin wiedersehen und mühsam auf den Sommerurlaub hinarbeiten, auf den wir dann noch einen weiteren Monat warten müssen. Also jede Menge Pläne und mit Glück ein paar Gelegenheiten für Fotos, die in meinem Blog schon wieder zu kurz kommen…

heldenhaft

In Vorbereitung auf unseren gestrigen Kinobesuch haben wir in der vergangenen Woche zunächst Iron Man und später Captain America gesehen, zwei Marvel-Klassiker, die in neuer Optik tatsächlich sehenswert sind.

Iron Man hat mich überrascht. Robert Downey Jr. spielt den brillant-komischen Milliardär Tony Stark, der das Erbe seines Vaters, Superwaffen zu produzieren, einstellt um sein Genie dem Wohl der Menschen zu widmen. Das gefällt dem Aufsichtsrat und allen voran dem Vizechef des Stark-Imperiums überhaupt nicht. Aber ich will hier nicht zu viel verraten.

Captain America spielt im Amerika der frühen 1940er Jahre. Die USA greifen in den Krieg in Europa ein, um Hitler zu stoppen. Dazu werden tausende junge Männer einberufen, denen der stolze Auftrag ihres Landes schmackhaft gemacht wird. Auch der junge Steve Rogers, aufgewachsen in Brooklyn, meldet sich freiwillig. Fünf mal wird er abgewiesen, schon weil er die körperlichen Voraussetzungen nicht mitbringt. Bis er von einem Wissenschaftler entdeckt wird, der in ihm die Qualitäten für ein besonderes Experiment sieht: Die Erschaffung eines integeren und natürlich starken Menschen, der für die USA in den Krieg ziehen und ihn natürlich auch gewinnen kann. Es ist kein Geheimnis, dass die Transformation des Hänflings in Captain America funktioniert. In Europa bekommt es der frischgebackene Superheld aber überraschend nicht mit den Nazis zu tun, sondern stattdessen mit einer abgespalteten Fraktion namens „Hydra“ unter dem wahnsinnigen Wissenschaftler Schmidt, der – wie überraschend – die Weltherrschaft anstrebt.

Gestern Abend sahen wir uns dann die große Vereinigung der Superhelden an. Ein paar fehlten uns ja noch in unserer Vorbereitung (z.B. Thor und Hulk), aber das war nicht weiter schlimm. Die Erde wird – wie schon so oft – von Aliens angegriffen, die einen Deal mit dem Bruder des Gottes Thor geschlossen haben. Um die Welt zu retten, reicht nicht mehr ein einziger Superheld, hier müssen alle ran! Da bleibt viel „crash-boom-bang“ nicht aus, der Film ist eine wahre Effekteschlacht! Viel Persönlichkeit (oder nennen wirs „Ego“), gewürzt mit Action, Spannung und zum Glück Humor machen in der Mischung einen durchaus empfehlenswerten Film. Nur die 3D-Effekte, die hätte man sich – wie schon so oft – wirklich sparen können.