Tausend Worte zum Schluss

Heute ist Silvester und damit der letzte Tag des Jahres 2011, das insgesamt wirklich kein ruhmreiches war. Für diesen Jahresrückblick mit genau tausend Wörtern muss ich schon ziemlich suchen, um wirklich nennenswerte positive Bestandteile zu finden.

:: Januar

Das Jahr 2011 ging für mich persönlich schon nicht gut los, fühlte sich von Beginn an total falsch an. Der Winter, in dem der Januar noch steckte, war kalt und ausdauernd und hing mir bereits zum Halse heraus. Doch Mitte des Monats täuschte er so etwas wie Frühling an, mit Sonnenschein und einer Luft, die zu Spaziergängen durch die Marzipanstadt einlud. Das Intermezzo dauerte natürlich nicht lang und schon hatte der Winter uns längst wieder in seine kalten Arme geschlossen, während mein nächstjüngerer Bruder bereits zum zweiten Mal in eine Militärmaschine nach Afghanistan stieg.

Januar 2011

:: Februar

So trist, wie das Jahr im Januar begonnen hatte, setzte es sich im Februar fort. Mehr noch, statt Eis und Schnee beglückte uns der dunkle Winter nun mit Sturm, der an den nackten, schwarzen Bäumen zerrte und Regen, der laut gegen unsere Fenster schlug und große Kullertränen auf ihnen hinterließ. Kurz nach meinem 34. Geburtstag verstarb die letzte Großmutter meines Engels, und nicht einmal eine Woche darauf kam mein Bruder in seinem Feldlager nur knapp mit dem Leben davon. Gerade mal sechs Wochen war das neue Jahr alt, und schon waren wir komplett urlaubsreif, weshalb wir noch im selben Monat mit drei Freunden einen Sommerurlaub in Amsterdam buchten.

:: März

Der erste Urlaub stand zum Glück schon Anfang März auf dem Programm. Und weil kurioserweise das Geld am ersten Urlaubstag immer besonders locker sitzt, kaufte ich mir spontan (!) einen Mac und erweiterte damit meine „Sammlung“ an Apple-Geräten, die allmählich unseren elektronischen Hausstand dominieren.

Am elften März erschütterte ein gewaltiges Erdbeben die japanische Nordostküste und löste einen ebenso gewaltigen Tsunami aus, der große Landstriche verwüstete. Die Wucht dieser beiden Naturgewalten fügte überdies einem der küstennahen Atomkraftwerke so schwere Schäden zu, dass es außer Kontrolle geriet und havarierte. Große Mengen an Radioaktivität entwichen und verstrahlten weite Landesteile – um ein Haar hätte die Hauptstadt selbst evakuiert werden müssen. Es sollte nach dieser Dreifach-Katastrophe noch bis zum Jahresende dauern, bis das Kraftwerk so weit unter Kontrolle war, dass von ihm keine weitere Strahlung mehr an die Umgebung abgesondert wurde. Das Atomunglück von Japan hatte weltweite Diskussionen über die Folgen nuklearer Energiegewinnung zur Folge.

:: April

Weiterhin keine guten Neuigkeiten, als der April das Zepter übernahm. Meine Gesundheit hat beschlossen, in den Streik zu treten und warf mich ziemlich aus der Bahn. Diverse Arztbesuche und ein Einblick in mein Innerstes brachten keine wirklichen Erkenntnisse und ich musste abwarten, bis die Symptome von allein wieder verschwanden.

:: Mai

Im Mai hatte ich augenscheinlich nicht viel zu erzählen. Sommeraktivitäten fielen im Wonnemonat aber auch ins Wasser, weil wir kaum zehn Grad Außentemperatur erreichten.

:: Juni

Erst im Juni konnte sich die Sonne für uns erwärmen. Schade, dass der Monat dann von einem gefährlichen Virus überschattet wurde, der bereits mehrere Todesopfer gefordert hatte und dessen Ursprung eine ganze Weile im Verborgenen blieb. Wir wussten nur: Gemüse war ab sofort nicht mehr gesund, und Biogemüse schonmal gar nicht…

Infolge der japanischen Atomkatastrophe vom März beschloss die deutsche Regierung im Juni den Ausstieg aus der Kernenergie, während amerikanische Spezialtruppen Osama Bin Laden in Pakistan töteten. Letzteres Ereignis löste mehrere schwere Angriffe auf den Militärstützpunkt meines Bruders in Afghanistan aus, bei denen mehrere seiner Freunde ihr Leben verloren.

Im selben Monat begann der schon im Februar gebuchte Urlaub in der niederländischen Hauptstadt, der sich als interessant und unheimlich anstrengend entpuppte.

:: Juli

Der Juli war dann offenbar wieder ruhiger, nachdem wir uns vom Urlaub erholt und längst wieder in die Arbeit gestürzt hatten. Nur ein Kino-Besuch gehörte zu den erwähnenswerten Geschehnissen, als Harry Potter ein fulminantes Finale gab.

Juli 2011

:: August

Im August kosteten wir nach Möglichkeit die meisten Sommertage aus, denn die Wetterlage zeigte sich unstet und launisch. Der Christopher-Street-Day in Hamburg empfing uns gleich mit heftigen Regengüssen, die uns ein jähes Ende der bunten Demo befürchten ließen. Zum Glück verzogen sich die Wolken nach dem Start und machten der Sonne Raum, die die Farben leuchten ließ.

Regen dominierte auch die Kanutour, die ich wenige Tage später mit meinen Arbeitskollegen veranstaltete. Meine neue Regenkleidung bestand die Feuer- bzw. Wassertaufe, während wir die Altstadtinsel umrundeten.

Mit den letzten Sonnenstrahlen des Monats besuchten wir erneut die Hansestadt Hamburg. Wie schon so oft führten wir unsere Kameras durch die brandneue HafenCity, wo aus Großbaustellen schon einige bewundernswert moderne Gebäude hervorgegangen sind.

:: September

Nach immerhin ein bisschen Sonnenschein im Vormonat trumpfte der September gleich zu Beginn mit schlechten Nachrichten auf, die mich am Rechts- und Wertesystem unserer Republik zweifeln ließen. Wir entflohen dem Ganzen für einen Tag und verbrachten Engels Geburtstag in einem alten Wasserschloss hoch im Norden, bevor ich mich später im September blauäugig in eine Orchidee verliebte, die mich mit falscher Farbe blendete.

:: Oktober

Der Oktober ist nur scheinbar ereignislos verlaufen. Tatsächlich war ich einfach zu beschäftigt, um irgendetwas niederzuschreiben und später zu vergesslich, um das nachzuholen. Ich erinnere mich nur noch an den Herzinfarkt meines Stiefvaters, der den Rest meiner Familie bis zu seiner Genesung im Dezember in Aufruhr versetzte.

:: November

Auf unseren November-Urlaub freuten wir uns ganz besonders. Wir hatten die Woche Abgeschiedenheit in einem reetgedeckten Ferienhaus an der Nordsee mehr als nötig, nur Engelchen, ich und das weite Nichts einer Sommerhaus-Siedlung im Spätherbst. Dummerweise setzten nur zwei Tage nach unserer Ankunft im Feriendomizil böse Harnsteine einen unserer Kater außer Gefecht, so dass unser Urlaub zuerst von Sorgen beschwert und letztlich vorzeitig abgebrochen wurde.

:: Dezember

Der Winter war noch nicht in Sicht, als der Dezember begann. Stattdessen regnete es fast jeden Tag auf den Weihnachtsmarkt in unserer und in vielen anderen norddeutschen Städten. Das hat mich in diesem Jahr aber nicht davon abgehalten, Unmengen von Bratwurst und Crêpes zu vertilgen.

Zum Beispiel auf dem Weg ins Kino, dem ich gleich zu Beginn des Monats zwei Besuche abstattete. Der Dezember wie auch das ganze Jahr sind nun vorbei, aber vom Winter fehlt unverändert jede Spur. Was bleibt ist die Hoffnung, dass 2012 alles besser wird – und die Welt den Voraussagen zum Trotz nicht am 21. Dezember untergehen wird.

Der tropfende Weihnachtsbaum

Hoppla, schon ist Weihnachten! Das ging ja wieder schnell! Gestern Abend habe ich noch schnell das Bäumchen vom Balkon durch das Schlafzimmer, über das Bett und durch den Flur in die gute Stube getragen, die grünen Zweige durch drei Türen gequetscht und ihn dann unter großen Kateraugen in den schweren Ständer gestellt. Mit dem Fußhebel noch fixieren – und fertig! Den Baumständer muss man mit Wasser füllen, damit der Baum auch ein paar Tage durchhält, also hole ich eine Wasserflasche und gieße den Inhalt in den Fuß. Und noch eine Flasche. Und noch eine. Da passt eine Menge Wasser rein! Als der Ständer endlich voll ist, ziehe ich die neue LED-Lichterkette hervor und spanne sie schonmal rund um den Baum – Plitsch! – als mein Weihnachtsengel mich anruft, weil sein Zug mal wieder gestrandet ist – Platsch! – und ich ihn abholen soll. Wo kommt das ganze Wasser her??

Plötzlich wird es hektisch in unserem Wohnzimmer. Die Kater versuchen, die Wasserpfütze, die sich vom Tannenbaumständer her über den Dielenfußboden ergießt, aufzuschlabbern, während Lacarian über den Flur ins Bad stürmt, um Handtücher zu besorgen. Aber alles Aufwischen hilft nichts, denn unter dem Ständer fließt es einfach weiter. Also den Baum aus dem Ständer gehoben, auf die Seite gelegt und den übervollen Weihnachtsbaumständer in die Badewanne geleert. Dann schnell zurück in die gute Stube und das restliche Wasser aufgewischt. Ich muss los, meinen Engel abholen! Aber der Baum kann ja jetzt nicht so auf der Seite liegen bleiben. Also schnell den Baumständer wieder reingetragen, nur noch halb mit Wasser gefüllt und den Baum wieder eingespannt. Nicht ganz gerade, aber das kann man ja später noch korrigieren…

Als Engelchen und ich später wieder daheim sind, ist der Boden zum Glück schon fast wieder getrocknet. Also richten wir das Bäumchen nochmal aus und verteilen die Lichterkette in den Zweigen. Als wir sie einschalten, sehen wir den Baum kaum mehr, weil 200 LED-Lampen ziemlich viel Licht machen… Dennoch beschweren wir die Tannenzweige mit allerhand Kugeln, Glitzer-, Stroh- und Schokoladenschmuck und stecken zu guter Letzt noch einen silbernen Stern auf die Spitze. Als wir den fertigen Weihnachtsbaum so betrachten, ringsherum tonnenweise Verpackungsmüll, wünschen wir uns zwei Sonnenbrillen, um den Lichterglanz auszuhalten. Aber unseren beiden Katern gefällt’s, überall baumeln Kugeln herunter und so ein Tannenbaum riecht ja auch noch gut.

Den heutigen heiligen Abend werden wir zu Hause verbringen, mit Ente und Wein und Weihnachtsmusik. Morgen steht dann der erste Besuch bei meiner und am Montag dann der zweite bei Engels Familie an. Das wird schön, aber auch schön anstrengend.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich frohe Weihnachten!

Backsteine und Hüftsteaks

Der wirklich sehenswerte Teil der Marzipanstadt ist ja nicht so richtig riesig groß und liegt auf einer Insel, die ringsum mit Brücken am restlichen Schleswig-Holstein befestigt ist. Aber obwohl die geographische Ausdehnung sehr überschaubar ist, gibt es noch Ecken und Gassen, Winkel und Bauwerke, die ich noch nie gesehen habe. Das geht auch den meisten meiner neun Kollegen so, und so heuerten wir für den Auftakt unserer kleinen Weihnachtsfeier einen Stadtführer an, der uns heute Abend durch das Domviertel führt. Wir sammeln den erfahrenen Brummbären mit der lauten Erzählstimme am historischsten unserer Stadttore ein und folgen ihm tief in die Vergangenheit unserer Stadt, die sich in den Straßen und Gassen im südwestlichen Teil der Insel findet. Wir betreten historische Gebäude, entdecken echte Backsteine, die mehrere Jahrhunderte alt sind. Damals, als sie noch feuchter Lehm und ungebacken waren, sind Tiere darübergelaufen und haben ihre Fußabdrücke hinterlassen, die man noch heute deutlich sehen kann.

Um noch deutlicher zu sehen fahren wir mit dem Lift auf die Aussichtsplattform von Sankt Petri. Hier oben war ich schon öfter, aber nie zuvor während der Vorweihnachtszeit. Von hier oben hat man die Altstadt hervorragend im Blick und man könnte wunderschöne Fotos vom leuchtenden Weihnachtsmarkt knipsen – wenn es nicht so saukalt und stürmisch hier oben wäre! Es ist ja bereits dunkel und für gute Fotos hätte ich ein Stativ mitschleppen müssen.

Weihnachtsmarkt in Lübeck

Bei der Kälte zittern die Hände so stark, dass an richtig scharfe Aufnahmen nicht zu denken ist, und so verschwinden Kamera und Hände wieder tief in den Taschen, während der Brummbär uns anschaulich erzählt, wie die Stadt im zweiten Weltkrieg nur knapp der völligen Zerstörung entgangen war. Seine knorrigen Hände weisen auf den dunklen Horizont, in die Richtung, aus der damals zahlreiche britische Flugzeuge angeflogen kamen und einen Bombenhagel auf die Marzipanstadt niederließen. Mir schaudert bei der Erzählung und dann bin ich froh, dass wir wieder in den Aufzug steigen und nach unten fahren dürfen. Im Turm erinnern Fotografien an die Zerstörung in dieser Stadt.

Der weitere Fortgang ist weniger erschütternd als vielmehr interessant und unterhaltsam. Dennoch haben wir nichts dagegen, als uns der Stadtführer irgendwann entlässt, damit wir uns über saftige Steaks hermachen (und uns wieder auftauen).

Bevor ich mich später auf den Weg zum Bus mache, weil mein Fahrrad mal wieder in der Werkstatt ist, schauen wir noch kurz, was auf dem Weihnachtsmarkt so los ist und erleichtern ihn um fünfzehn Becher Glühwein…

Abends in Afrika

Wow, diese Woche hat es in sich, tagsüber auf Reisen, abends unterwegs, zu hause nur zum Pennen. Für mich als kreativen Stubenhocker ist das wirklich ungewöhnlich.

Wenn ich das Firmengebäude verlasse und links herum nach Hause fahre, dann komme ich unweigerlich am Weihnachtsmarkt mit dem bunten Riesenrad vorbei. Wenn ich rechts herum in die Stadt gehe, gerate ich mitten in den Haupt-Weihnachtsmarkt. Und so bin ich mal auf dem einen und mal auf dem anderen Markt, stets in anderer Begleitung (Kollegen und Freunde natürlich). Heute schnappe ich mir Betty. Wir stellen unsere Bikes bei der Sankt Marienkirche ab, um nur mal schnell zu punschen. Wir landen recht zielstrebig beim Finnen, der leckeren Weihnachtspunsch ausschenkt. Hier ist es deshalb auch immer voll.

Viel Zeit lassen wir uns aber nicht, denn wir wollen noch weiter ins Kino. Nach IN TIME in der letzten Woche steht heute ein Klassiker auf dem Programm: Der König der Löwen, nach einiger Zeit mal wieder ein 3D-Film. Dass man mit dem Film nichts falsch machen kann, ist ja bekannt, der Film ist und bleibt ein Meisterwerk. Erstaunlich deshalb, dass mit uns an diesem jungen Abend nur noch rund zwölf Leute im Saal saßen, um sich den dramatischen, lustigen, turbulenten und farbenfrohen Disney-Film anzusehen. Für die 3D-Fassung wurde der Film nicht verändert, keine zusätzlichen Szenen, keine digitale Überarbeitung. Nur der König der Löwen und 3D.

Als Betty und ich selig aus dem Kino kommen sind wir uns einig: Toller Film, der 3D aber wirklich nicht nötig hat. Natürlich feiern wir das mit einem Abschlusspunsch und süßen Crepes auf dem Weihnachtsmarkt, bevor wir die Räder nach Hause schaffen…

 

IN TIME

Die Weihnachtszeit rückt näher, das ist deutlich zu spüren. Nein, gewiss nicht am Wetter.  Bis auf einen halben verschneiten Tag präsentierte sich schon der November von einer wenig winterlichen Seite, und der Dezember scheint es ihm gleich zu tun, nur viel nasser.
Nein, es ist vielmehr die Zeit, die zu dieser Saison immer besonders knapp ist. Die nächsten vier bis fünf Wochenenden sind pauschal schonmal verplant mit Weihnachtsfeiern, Weihnachtsmärkten, Weihnachtsgeschenkeshoppen, Weih-nachtsdekoaufhängen, Weihnachtsplätzchenbacken und so weiter. Das zieht sich durch bis Silvester und Neujahr, die unnötigerweise dieses Mal ebenfalls ein Wochenende für sich beanspruchen.
Und so muss man die meisten Termine, die auch nur ansatzweise etwas mit Freizeitgestaltung zu tun haben, mitten in die Wochen legen. Kino, zum Beispiel.
Mit meinem Engel und mit Emma und Nowi lasse ich die dunkle, schmuddelige Novemberkälte draußen, als ich die Flügeltüren zum hell erleuchteten Kinocenter aufstoße. Die Tickets hat Emma längst besorgt, also sind uns unsere Plätze sicher. Wir decken uns wie üblich mit duftendem Popcorn und literweise Cola ein, bevor wir dem schnuggeligen Abreißer unsere Tickets hinhalten.
IN TIME heißt der Film, den wir uns an diesem Abend ansehen, mit dem mindestens ebenso schnuggeligen Justin Tim(e)berlake und mit einer aufreizend stilisierten Amanda Seyfried in den Hauptrollen. Zeit ist die Währung in einer nicht ganz so fernen Zukunft. Die Menschen sind genetisch verändert, ein jeder mit einem begrenzten Kontingent an Lebenszeit. An sich nichts Neues, nur dass sie ihre Lebenszeit an ihrem eigenen Arm ablesen können.
Timberlake alias Will Salas wächst in der untersten sozialen Schicht auf und hat dementsprechend nur wenig Zeit. Er muss jeden Tag hart arbeiten, um sich am Leben zu halten. Das Gleiche gilt für seine Mutter und alle anderen in dieser Zeitzone. Sie alle träumen von Greenwich, wo es Zeit im Überfluss gibt und die Menschen praktisch ewig leben. Die Reichen und Mächtigen bedienen sich an der Zeit der Armen und vermehren ihr Vermögen. Als eines abends Wills Mutter mit den letzten verbliebenen anderthalb Stunden den Bus zu ihrem Sohn nehmen will, wurden die Preise grad wieder erhöht, eine Busfahrt kostet jetzt das Doppelte – zwei Stunden. Sie rennt also buchstäblich um ihr Leben. Will, der an der Endhaltestelle mit einer Überraschung auf sie wartet, schnallt sofort, was passiert ist, als seine Mutter nicht aus dem Bus steigt. Er rennt ihr also entgegen, um ihr etwas von seiner eigenen Zeit zu geben. Es kommt, wie es kommen muss: Sie fällt ihm tot in die Arme.
In diesem tragischen Moment wird aus Will Salas ein futuristischer Robin Hood, der sich in die Welt der Reichen schmuggelt und ihnen die Zeit stiehlt, um sie den Armen zu geben. Dass er dabei die bezaubernde Tochter des reichsten Unternehmers kidnappt, kommt der Geschichte sehr entgegen.
Ein – wie ich finde – toller Film. Nicht so komplex wie INCEPTION, der Plot nicht neu, aber sehr unterhaltsames Popcorn-Kino, mal schnell und mal langsam.
Es regnet immer noch, als wir längst auf dem Weg zu meinem Auto sind, das wir in einem Parkhaus ganz in der Nähe abgestellt hatten.

Das stumme Geburtstagskind

Wie schade, das Wochenende ist schon wieder rum. Ich könnte eigentlich noch eines gebrauchen. An diese kurzen Tage kann ich mich nie gewöhnen und ich blicke der Wintersonnenwende am 22. Dezember entgegen! Dann endlich werden die Tage ganz langsam wieder länger. Bis dahin versuchen wir mit ein wenig stimmungsvoller Beleuchtung der Finsternis dieser Jahreszeit entgegenzutreten.

Dazu haben wir am Samstagmittag den Pappkarton mit der Weihnachtsdeko aus dem Keller geholt. In der Enge des Verlieses hat leider die eine oder andere Glaskugel dran glauben müssen und wurde kurzerhand aussortiert. Ein paar intakte Kugeln schmücken jetzt den Adventsteller, während in den Fenstern eisblaue Lichter die Dunkelheit vertreiben.

A propos eisblau. Mit elf Grad sind wir von Eis und Schnee heute wieder ziemlich weit entfernt, obwohl der November schon in den letzten Zügen liegt. Stattdessen wird die Marzipanstadt von stürmischen Winden, Regenschauern und ganz vielen grauen Wolken belagert.

Gestern Abend waren wir zu Emmas Geburtstagsparty eingeladen. Und weil wir Geschenke immer last-minute einkaufen, mussten wir am Samstag noch in die Innenstadt. Das war vielleicht ein Trubel! Wir hätten den Bus statt den Wagen nehmen sollen, denn erst das fünfte Parkhaus am falschen Ende der City hatte noch freie Plätze. Wir hätten’s eigentlich wissen müssen. So mussten wir uns durch das dichte Gedränge der Fußgängerzone schieben, in der es seit einer Woche wieder Bratwurst, gebrannte Mandeln und Glühwein gibt. Trotz des übellaunigen Wetters zieht es wieder hunderttausende Menschen in unsere Stadt.

Wir strahlen dem Geburtstagskind entgegen, als es uns die Wohnungstür öffnet. Aber warum hält uns Emma ein Zettelchen entgegen, auf dem steht, dass sie sich freut, uns zu sehen?? Der nächste Zettel gibt Auskunft: Sie leidet an einer Kehlkopfentzündung und darf nicht sprechen. So ein Mist! Folglich hüllt sie sich den ganzen Abend lang in Schweigen. Dabei freut sie sich doch immer lautstark über lustige Geschenkideen. So mussten also alle anderen die fehlende Konversation auffangen und zwischen Hot-dog und cuba libre die neuesten Erlebnisse austauschen.

Am heutigen Adventsmorgen kamen mein Engel und ich dann auch erwartungsgemäß schleppend aus den Betten, und auch nur, weil die Kater ihrem Verlangen nach Frühstück allmählich erbarmungsloser Ausdruck verliehen. So plätscherte dann der erste Advent auch recht ereignislos vor sich hin.

Bleibt nur noch, allen einen schönen ersten Advent zu wünschen!

Katzenjammer – Donnerstag

Es riecht nach Holz, als ich am Donnerstagmorgen meine Augen langsam öffne. Links neben mir die halbrunde Terrassentür, deren Vorhänge die Morgensonne zurückhalten, rechts neben mir schnauft mein schlafender Freund, der sich eine Novembergrippe eingefangen hat. Blind fische ich meine Brille vom weißen Nachtschränkchen und setze mich auf, schiebe die Bettdecke beiseite und stelle meine nackten Füße auf den kühlen Holzfußboden unseres kleinen Schlafzimmers im dänischen Ferienhaus. Müde und zerknirscht schleiche ich ins Bad und stelle fest, dass die Morgensonne den Vorhängen gar nichts entgegensetzen kann, denn sie hält sich hinter dickem dänischem Nebel versteckt. Das riesige Bad mit den dunklen Fliesen sieht ziemlich wüst aus, nachdem wir uns gestern Abend spontan entschlossen hatten, dem großen runden Whirlpool doch noch richtig einzuheizen. Jetzt liegen hier haufenweise Handtücher und Klamotten herum. Nachdem ich im Bad alles erledigt habe, was man im Bad halt so erledigt raffe ich die nassen Sachen zusammen und patsche barfuß zurück ins Schlafzimmer. Ich schnappe mir das bereitgelegte Outfit vom gepackten Koffer und kleide mich an.

Während ich in der offenen Küche das letzte Frühstück vorbereite, schlurft mein Freund ins Bad. Die Stimmung ist so trüb wie der graue Nebel, der das Haus umhüllt. Wir müssen unseren Aufenthalt hier früher als geplant beenden und werden in ca. einer Stunde die vierstündige Heimfahrt antreten.

Das Unglück nahm seinen Anfang bereits am Montagabend

Katzenjammer – Mittwoch

Es ist Vormittag und wir sitzen am Frühstückstisch. Emma ist am Telefon. Sie hat Neelix aus der Klinik geholt und dabei fast einen Arm verloren (na gut, das war jetzt vielleicht etwas übertrieben). Der Kater sei so durch den Wind gewesen, erzählte sie, dass er sie aus dem Käfig heraus angefallen und seine Krallen in ihren Arm gerammt hat. (An dieser Stelle ein herzliches Dankeschön an den erfahrenen Tierarzt, der die liebe Emma in diese Falle hat laufen lassen!) Später, in Emmas Wohnung, war dann alles wieder gut. Neelix fühlte sich wieder sicher – nur sein Bruder verhielt sich seltsam. Er knurrte und fauchte den verwirrten Ex-Patienten an, der sich erstens tagelang nicht hat blicken lassen, zweitens nach einer absonderlichen Mischung aus Chemikalien stank, drittens plötzlich teilrasiert war und viertens hat sich der weiße Kater während der Abwesenheit seines Bruders heimlich das gesamte Revier unter die Kralle gerissen. Alles in allem klang das aber ganz gut und wir fügten uns wieder beruhigt in unseren Urlaub zurück. Puh, Glück gehabt. Und die 300 Euro für den Tierarzt sind ärgerlich, aber das hätte auch schlimmer werden können…

Es ist Nachmittag. Wir sitzen im Auto, um Brennholz und Vorräte für die letzten drei Tage zu besorgen, als das Telefon klingelt. Frohen Mutes geht mein Freund ran, in Erwartung des neuesten Statusberichtes. Doch seine Miene verfinstert sich von Minute zu Minute. Als er auflegt, ist unser Urlaub beendet. Emma ist ganz aufgelöst, weil sich der Kater erneut sehr seltsam verhält, die ganze Zeit miaut und zudem überall in der Wohnung kleine Pfützchen hinterlässt. Die Feindseligkeit zwischen den Brüdern hat sich so sehr verfestigt, dass sie getrennt werden mussten. Die Situation scheint zu eskalieren. Weil Emma mit den Nerven mittlerweile zu Fuß ist, beschließen wir, doch nur für den heutigen Tag Essen und Brennholz zu kaufen. Das Ferienhaus können wir heute nicht mehr übergeben, weil die Hausverwaltung in weniger als einer Stunde schließt und wir noch packen und putzen müssen. Wir hatten außerdem die Hoffnung, dass Emma am nächsten Morgen noch rechtzeitig Entwarnung geben und die vorzeitige Heimreise überflüssig machen würde. Doch leider blieb das Telefon von da an stumm…

Weiter am Donnerstag

Katzenjammer – Dienstag

Die Nacht war grauenvoll. Mein Freund und ich konnten beide nicht richtig schlafen und wälzten uns nur von einer auf die andere Seite. Verpennt saßen wir morgens am Frühstückstisch und behielten argwöhnisch unsere Mobiltelefone im Auge. Als sich Emma später meldete und uns erzählte, dass Neelix überraschend schon heute aus der Klinik entlassen werden konnte und alles gar nicht so schlimm wäre, wie anfangs befürchtet, fiel uns ein Fels von den bedrückten Herzen. Dummerweise würde sie es heute nicht schaffen, ihn abzuholen, weil sie bis spät abends arbeiten musste. So musste der arme Kater eine weitere Nacht bruderseelenallein mit fremden Tieren in einem Mehrkäfigzimmer liegen und darauf warten, dass man ihn rettete. Trotzdem waren wir unheimlich erleichtert! Die Nieren waren nun doch nicht geschädigt, die Harnsteine wurden zertrümmert und alles würde wieder gut!

Weiter am Mittwoch

Katzenjammer – Montag

Das Haus ist super! Na klar ist es das, wir haben es ja vor genau einem Jahr schon getestet! Seit Samstagnachmittag sind wir hier, angereist bei Sonnenschein, angekommen in der Dämmerung eines November-Spätnachmittages. Ausgelassen hatten wir das Gepäck aus dem blauen Auto geräumt, unsere Klamotten für die Woche im Kleiderschrank verstaut und versucht, den Kamin anzuheizen (am Sonntag war es uns dann gelungen, nachdem wir zusätzlich noch Anzünder und Zündholz gekauft hatten).

Am Montag waren wir schon einigermaßen entspannt und haben den Tag gelassen mit allerlei Indoor-Aktivitäten verbracht (Ihr wisst schon, fernsehen, Monopoly, lesen und so). Abends überraschte mich mein Freund mit dem Wunsch, die Sauna zu benutzen (er hat noch nie die Sauna benutzt!). Also warfen wir den Elektroofen an und warteten auf eine Temperatur von 60 Grad, mit der wir beginnen wollten. Nach einer halben Stunde war es so weit, wir ließen die Hüllen fallen, schnappten uns unsere Handtücher und machten es uns auf den Holzbänken so bequem wie möglich.
Das Telefon hörten wir erst, als wir in einer Abkühlungspause aus dem hölzernen Raum traten. Auf dem Display leuchtete, klingelte und vibrierte ungeduldig der Name unserer Freundin und Catsitterin Emma. Mir schwante Böses, während mein Freund unter der kalten Dusche stand. Ich ging ran und Emma erzählte mir, mit Neelix, einem unserer Kater, würde etwas nicht stimmen. Er verhielte sich merkwürdig, ließe sich nicht mehr anfassen und versteckte sich die ganze Zeit. Das klang für mich nach einer seiner Panikreaktionen auf angreifende Wollschals (lange Geschichte) und ich versuchte, sie zu beruhigen. Er liefe aber auch noch alle paar Augenblicke auf Klo, würde dann schreien und unverrichteter Dinge wieder herauskommen. Das klang schon ernster. Ich bat sie, die Nummer des tierärztlichen Notdienstes aus dem Internet herauszusuchen und dort anzurufen, nur zur Sicherheit. Das wollte sie tun. Zurück in der Sauna war mir der Spaß am Schwitzen vergangen. Stattdessen war mir kalt und ich zitterte. Ich sah unseren Urlaub schon vorzeitig schwinden…

Ungefähr zwei Stunden später, wir saßen nervös auf der schwarzen Couch im offenen Wohnzimmer am Kamin, meldete sich Emma wieder. Der Kater wäre jetzt in einer Tierklinik, am Tropf und er müsste mindestens drei Tage dort bleiben. Er hätte einen schweren Harnwegsverschluss, wahrscheinlich wären die Nieren geschädigt. Vermutlich müsste er sogar operiert werden… Diese Brocken musste ich erst einmal schlucken. Ich fragte sie, ob sie damit zurechtkäme oder ob wir nach Hause kommen und uns um alles weitere kümmern sollten. Sie sagte, wir sollten unter keinen Umständen abbrechen, uns ja schön erholen, wir könnten ja auch nichts anderes ausrichten. Erschüttert und zugleich erleichtert stimmte ich zu. Emma sagte, sie würde sich am Dienstag wieder melden, auch um uns zu sagen, wie es unserem zweiten Kater ginge, der in seinem ganzen Leben noch nie von seinem Bruder getrennt war…

 

Weiter am Dienstag

Hin und weg

Der heutige Freitag ist noch kühl und neblig. Die gelben Blätter wärmen jetzt eher die Gehwege als die Bäume, von denen sie tanzend zu Boden fallen. Bei einem Windstoß rieseln sie gleich zu hunderten aus luftiger Höhe langsam abwärts. So steht mancher Baum bereits vollkommen nackt da, während andere sich nur schwer von ihrem Laub trennen mögen. Von unseren Fenstern aus können wir das weiße Haus auf der anderen Straßenseite schon wieder sehen. Herbst ist eigentlich ganz schön.

Gestern habe ich mein Auto winterfest gemacht. Das Licht musste wieder mal repariert werden und die Sommer- wurden gegen die Winterräder getauscht, damit wir morgen Vormittag sicher in unser Urlaubsdomizil an der dänischen Nordsee fahren können. Wir haben uns ein Häuschen gemietet, mit Kamin und Whirlpool und Sauna und großer Küche… Eine Woche abschalten, mitten im Nichts. Das Haus kennen wir schon vom letzten Jahr. Wir waren so hin und weg, dass wir froh waren, es diesmal wieder buchen zu können. Ich habe heute einen freien Tag und werde ihn füllen müssen mit Dingen wie Wohnung putzen, Kater betüteln, Einkaufsliste schreiben, Koffer packen, Winterräder nachziehen lassen und so weiter. Heute Abend bringen wir die beiden Kleinen dann zu Freunden am anderen Ende der Marzipanstadt. Das ist für die Kater auch wie Urlaub, denn im Gegensatz zu dem Dielenfußboden in unserer Bude gibt es dort Teppiche, soweit das Katerauge reicht!

So, jetzt wird schnell gefrühstückt und dann geht’s frisch ans Werk!

Ich sehe schlafende Menschen…

Wenn ich mich morgens auf den Weg ins Büro mache, kommt meistens mein weißes Fahrrad zum Einsatz. Mein Arbeitsweg ist nur etwas über einen Kilometer lang, da lohnt es sich wirklich nicht, mein blaues Auto zu wecken.

Neulich musste ich mein Fahrrad in die Werkstatt bringen, weil es sich an den Marzipan-Radwegen den Vorderreifen aufgerissen hatte. Bei der Gelegenheit konnte ich ihm gleich eine Winter-fit-Kur gönnen und überließ es den zarten Mechanikerhänden bis zum nächsten Tag.

Am nachfolgenden Morgen stieg ich um kurz vor neun Uhr in den Bus, um mich von ihm in die Innenstadt chauffieren zu lassen. Ich hatte noch ein Sechstel meiner Mehrfahrtenkarte übrig, entwertete sie pflichtbewusst und schritt den Gelenkbus in den hinteren Teil ab, wo ich mich auf einen der blauen Sitze setzte. Schräg vor mir auf der anderen Seite saß ein älterer Mann. Er hatte schlafend seinen Kopf gegen die Scheibe gelehnt. Dahinter saß ein blonder Siebzehn- oder Achtzehnjähriger mit weißen Ohrhörern und geschlossenen Augen zusammengesunken in seinem Sitz. Ein Stück weiter hinten ein Mädel, das gleich zwei Sitze beanspruchte, um sich auf dem Weg zur Schule noch ein wenig auszuschlafen. Nur die Rentnerin, die zwei Sitze vor mir saß, wirkte munter und ausgeschlafen und schien sich auf den angebrochenen Tag zu freuen.

Wie kommt es, dass an einem so fortgeschrittenen Morgen so viele schlafende Menschen im Stadtbus sitzen?

Am Abend holte ich mein weißes Fahrrad wieder ab, das den ganzen Tag tapfer auf mich gewartet hatte. Mit funktionierendem Licht, frischen Bremsen und einem prallen Vorderreifen wirkte es munter und ausgeschlafen für den viel zu früh ausgebrochenen Herbst…

Helferlein

Seit “Fukushima” vor einem halben Jahr zu einem Synonym für “Atomkatastrophe” wurde, so wie Tschernobyl 25 Jahre zuvor, ist im Energiesektor in Deutschland richtig Bewegung. Das endgültige Aus für die Atomkraft hierzulande ist beschlossen, erneuerbare Energien sind im Aufwind. Das ist auch gut so, und damit einher geht ein Umdenken bei den Energieverbrauchern – wenn auch nicht mehr ganz so rasant wie noch vor wenigen Monaten.

Kürzlich sind gerade die nächsten Glühbirnen aus dem Handel verschwunden. Nach den 100- und den 75-Watt-Birnen im Jahr 2009 bzw. 2010 mussten in diesem Monat auch die 60er in Rente gehen. Im nächsten Jahr wird dann der Schlussstrich unter die über 130 Jahre alte Glühbirnen-Technologie gezogen, die den Großteil ihrer beanspruchten Energie in Wärme, statt in Licht umwandelte.

Seither sind Energiesparlampen hoch im Kurs. Die meisten von ihnen sind sogenannte Kompakt-Leuchtstoff-Lampen. Die klassische Leuchtstoff-Röhre kennt wohl jeder, die Lampe, die nach dem Einschalten zwei-drei Anläufe braucht, bis sie mit einem Pling endlich leuchtet. Klassische Energiesparlampen sind im Grunde nichts anderes, nur dass die Röhre dünner und zusammengefaltet ist, damit sie in eine handelsübliche Leuchte passt und zumindest Ähnlichkeit mit der heißgeliebten Glühbirne hat.

Somit ist doch eigentlich alles gut. Wenn da nicht die Schadstoffe wären, weswegen sich diese Energiesparlampen eben doch nicht so richtig grün mit der Umwelt sind und dem Verbraucher bei der Entsorgung zur Last fallen. Die Alternative dazu sind derzeit LED-Lampen (LED steht übrigens für “licht-emittierende Diode” oder auf englisch “light-emitting diode”). Natürlich sind auch die nicht ganz unumstritten und stecken für mein Empfinden noch in den Kinderschuhen. Sie werden nicht heiß und nutzen den Strom daher nahezu vollständig für ihren eigentlichen Zweck, das Licht. Dadurch verbrauchen sie extrem wenig Strom, nämlich nur ein Fünftel einer Glühlampe. Und sie halten über viele Jahre, einige zum Beispiel 25 Jahre. Eigentlich super. Wenn da nicht der Preis wäre… Neulich im Baumarkt kaufte ich eine LED-Lampe für eine klassische E27-Fassung. Eine einzige Wattgröße war erhältlich: 1,6 Watt.

LED “Parathom CL P 15″ von OSRAM
E27, Warm White, 1,6 W

Lacarian – völlig ahnungslos, wie man 1,6-LED-Watt in glühbirnisch übersetzt – greift zu und löhnt 15 Euro. Zu Hause schraubt er sie in die Leuchte über dem Esstisch, drückt auf den Lichtschalter und… ist enttäuscht. Zum Vergleich tauscht er sie gegen eine 20-Watt-Kompaktleuchtstofflampe aus – und die Sonne geht auf!

Hinterher ist man immer schlauer, mit 1,6-LED-Watt kommt man im Glühbirnenbereich auf gerade mal 8-10 Watt. Schade, dass diese Info im Baumarkt nicht zu bekommen war…

Die blaue Orchidee

Ich mag Baumärkte! Sie duften nach Holz, regen die Phantasie an, man kann einfach einen Blumentopf kaufen oder ein ganzes Haus bauen.

Mein Freund und ich waren eigentlich wegen etwas anderem im Baumarkt, nämlich einer LED-Lampe, die wir in die neue Leuchte über unserem neuen Esstisch schrauben wollten. LED ist die sparsamste Beleuchtungsmöglichkeit, ohne spürbare Wärmeentwicklung und ohne giftige Leuchtstoffe. Dummerweise hatten wir keine Ahnung, wie viel Watt so eine Lampe haben muss, damit sie genügend Licht abgibt. Die Auswahl im Baumarkt war überraschend einseitig, es gab tatsächlich nur eine einzige Größe: 1,6 Watt. Wir konnten die Lampe testen, in einer kleinen weißen Box. Hm. Machte eigentlich einen ganz guten Eindruck. Wir überlegten noch ein wenig, bevor wir die 15 Euro teure Lampe einpackten.

Gleich um die Ecke ist die Deko- und Pflanzenabteilung. Als kreativer Kopf mit mehr oder weniger grünem Daumen gehört sie zu meinen Lieblingsecken in jedem Baumarkt. Hier hat längst der Herbst Einzug gehalten. Überall stehen Keramikkürbisse, umrankt von künstlichen Ahornblättern und orange-roten Fensterbildern, als plötzlich ein paar Meter weiter eine blaue Orchidee meine Aufmerksamkeit erregt. Ich stelle den schwarzen Metall-Raben mit der kleinen Harke wieder ins Regal und bestaune die Farbenpracht dieses sonderbaren Gewächses. Ich suche das schönste Exemplar heraus und denke mir, dass neun Euro für eine so schöne Pflanze sicher nicht zu viel verlangt sind. Ich suche noch einen schlichten Übertopf aus und dann schlendern wir langsam durch den breiten Mittelgang zu den Kassen, vorbei an Teppichen und Tapeten, an Pinsel und Farben, Badewannen und Bohrmaschinen. Als wir nach einer Weile an der Reihe waren, strahlte die Kassiererin uns an und bewunderte die Schönheit unserer ausgesuchten Orchidee. Die Kundin neben uns, eine ältere Dame, schüttelte den Kopf und meinte, ihr sei die Orchidee zu künstlich. Ich lächelte höflich und dachte: “Was soll das denn heißen?! Die Pflanze ist echt!” Dann nahm ich die gut gebaute, strahlend blaue Orchidee aus dem Übertopf, um das Preisschild scannen zu lassen und stutzte… Wieso steht denn da 24,99 Euro auf dem Preisschild?? Ich fragte die immer noch strahlende Kassiererin, ob da nicht vielleicht ein falsches Preisschild auf den Blumentopf geraten sei, denn das große Schild an dem Tisch, von dem ich die Pflanze genommen hatte, pries die Orchideen für neun Euro an. Lächelnd erklärte sie mir, dass die 8,99 Euro für die kleineren Orchideen gelten, die ebenfalls auf dem Tisch stehen. Unschlüssig betrachtete ich das Gewächs, entschied mich letztlich aber doch dazu, sie mitzunehmen, immerhin ist sie wirklich ziemlich üppig und noch dazu so wunderschön blau – wann sieht man schon mal so schön blaue Orchideen?!

Zu Hause angekommen erhielt das kostbare Stück einen ausgewählten Platz auf einer Fensterbank im Arbeitszimmer, wo wir uns die meiste Zeit aufhalten. Ich studierte die knappe Pflegeanleitung und recherchierte dann auch noch im Internet, um ihr die bestmögliche Pflege zuteil werden zu lassen. Ich fand es anfangs etwas seltsam, dass es hier nirgends blaue Orchideen gab. Scheint also eine wirklich seltene Art zu sein.

Die blaue Orchidee

Wenige Tage später, Engelchen und ich saßen an unseren Rechnern, sprang unser weißer Kater auf das Fensterbrett, um sich die Orchidee mal aus der Nähe anzusehen. Die Blüten interessierten ihn dabei nicht so richtig, er steckte seine Nase lieber in den Blumentopf. Als er sie wieder herausnahm, war die Nase blau. Wie geht das? Ich versuchte, den vermeintlichen Blütenstaub von der Katernase zu wischen, aber das ging nicht. Also schaute ich mir den Inhalt des Blumentopfes einmal näher an und entdeckte blauen Farbstoff, der die oberen Wurzeln bedeckte. Diese edle, königsblaue Orchidee ist eine Fälschung! Die Kundin im Baumarkt hatte recht! Ich fühlte mich betrogen und außerdem töricht. Da die arme Pflanze mit den eigentlich schneeweißen Blüten nichts dafür kann, blieb sie auf dem Ehrenplatz stehen. Der Baumarkt hingegen hat seinen Reiz für mich erst einmal verloren.

Welche Erfahrungen ich derweil mit meiner ersten LED-Lampe machte, erzähle ich in einem neuen Post.

Deutsche Un-Rechtsprechung

Es ist schockierend, wie Verbrecher in Deutschland für ihre Taten auch noch belohnt werden – und das im angeblichen Namen des Volkes. So geschehen jüngst in einer ehelichen Auseinandersetzung vor einer Familienrichterin. Er ist Soldat, riskiert in Afghanistan sein Leben, das viele Geld geht auf das gemeinsame Konto. Sie, keine Schulausbildung, kein Job, Mutter, damit sie nicht arbeiten muss. Als er zurückkehrt, im Gepäck große Pläne mit dem Geld, ist davon nichts mehr übrig. Und die Frau macht sich samt Kindern ebenfalls aus dem Staub. An der Angel schon den nächsten finanzstarken Burschen.

Der Soldat meldet sich für einen weiteren Einsatz im Kriegsgebiet – er braucht Geld. Nach fast einem Dreivierteljahr kehrt er zurück nach Deutschland, wo ihn die Familienrichterin dazu verdonnert, Frau und Kindern Unterhalt von mehr als zehntausend Euro nachzuzahlen, für die gemeinsamen Schulden allein aufzukommen und monatlich sechshundert Euro von seinem Gehalt abzugeben. Die Frau lacht sich ins Fäustchen – sie ist mit allem durchgekommen, der Soldat ruiniert, steht vor der Privatinsolvenz. Die Träume sind dahin, die Zukunft besteht aus Zahlungen an eine Betrügerin.

Solche Geschichten hört man immer wieder, schon seit vielen Jahren. Ist hier nicht mal eine Änderung des Systems fällig? Bei solchen Familienstreitigkeiten sollte es immer einen Richter und eine Richterin geben, denn die Frau kann noch so kaputt sein, das Geld noch so offensichtlich verschleudert (bzw. auf ihre Hartz-IV-Eltern und -Geschwister aufgeteilt) haben, die Kinder vernachlässigen und was sonst noch an (offensichtlichem) Unrecht auf sich laden, bei einer Richterin hat der Mann in der Regel keine Chance. Ist Gleichbehandlung nicht ein Grundrecht?

Ich bin erschüttert.

Einen hab ich noch: Sagt der gegnerische Anwalt zum Soldaten: “Sie haben sich doch im letzten halben Jahr (in Afghanistan) ein lauschiges Leben gemacht.” – Da fehlen mir die Worte.

Der Geburtstagsausflug

Heute hat mein Liebster Geburtstag, und einem Herzenswunsch folgend haben wir heute einen Ausflug gemacht. Ziel war ein See hoch im Norden, quasi direkt unter der dänischen Grenze. In diesem See liegt ein weißes Schloss, das wiederum ein Museum beherbergt.

Von der Marzipanstadt aus sind es nicht ganz zwei Stunden Fahrzeit, die wir gegen Mittag antraten. Flugs ließen wir Autobahnen und Landstraßen hinter uns und stellten mein montebelloblaues Auto auf dem Schlossparkplatz ab. Wir überquerten das Gewässer über eine schmale steinerne Brücke, betraten den Innenhof der ehemaligen Stallungen und lösten unsere Tickets im schlosseigenen Shop. Im Schloss selbst darf man leider nicht fotografieren, dabei hätte sich die eine oder andere Ausstellung des früheren Lebens in diesen mittelalterlichen Gemäuern gut in meinem Blog gemacht.

Auf drei Etagen lernt der Besucher den deutsch-dänischen Adel kennen und bekommt einen kleinen Eindruck von dessen Leben. Von Waffenkammern, Speisesälen, Kinderzimmern bis hin zum Gefängnis nebst Folterkammer war hier einiges zu sehen. Um den Dielenfußboden in der großzügigen zweiten Etage zu schonen, bekommt jeder Besucher ein paar Filz-Überschuhe, mit denen man über den glatten Boden gleitet, neugierige Blicke in jeden Raum werfend, zu denen man Zutritt hat.

Knapp zwei Stunden haben wir uns im Schloss aufgehalten – länger als ursprünglich gedacht. Das war aber auch gut so, denn immerhin hatten wir auch noch knapp zwei Stunden Rückfahrt vor uns…

Würde ich nicht mit einer nervigen Husten-Schnupfen-Erkältung die Strapazen des Tages ausbrüten, würde ich meinen Engel jetzt zum Essen ausführen, aber das muss leider noch ein-zwei Tage warten.

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Hard Rock City

Der heutige Sommertag könnte vielleicht fast der letzte gewesen sein, wenn man manchen Meteorologen Glauben schenken mag. Aus diesem Grund ließ ich mich heute früh widerstandslos von Sonnenstrahlen aus dem Bett kitzeln. Nicht lange nach Cappuccino und Marmeladenbrot brachen mein Freund und ich auf, um der HafenCity in Hamburg einen Sommerbesuch abzustatten. Wenigstens alle paar Monate sind wir dort zu Gast, um die mehr oder weniger voranschreitenden Fortschritte der Elbphilharmonie, der U-Bahnlinie 4 und dem Bauland hinter dem Überseequartier zu begutachten. So richtig schnell geht das – zumindest für mein laienhaftes Auge – nicht mehr voran. Nachdem der vordere Teil ja bereits fertiggestellt ist und die jungen Bäume für das erste Grün sorgen, passiert weiter hinten erstmal nicht sehr viel.

Nachdem wir eine ganze Weile durch experimentelle Architektur gelaufen sind, machten wir uns allmählich auf den Rückweg. Dabei statteten wir dem brandneuen Hard Rock Café an den Landungsbrücken noch einen kurzen Besuch ab. Da wir ja mit dem Auto unterwegs waren, besuchten wir allerdings lediglich den Shop, um unsere T-Shirt-Sammlung zu ergänzen. Inzwischen haben wir eines aus Kopenhagen, aus Berlin, Amsterdam und jetzt aus Hamburg. Das ist doch schon eine kleine Sammlung.

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Der paddelige Donnerstag

Die ganze letzte Woche war ziemlich nass, womit sie sich in die Regenzeit einreiht, zu der dieser Sommer verkommen ist. Meine wichtigste Investition bestand damit auch in einem neuen Regenoutfit, das mich vor dem Regen schützen und gleichzeitig atmungsaktiv sein sollte, damit ich sowohl außen als auch innen trocken bleibe. Am vergangenen Donnerstag hat sich diese Investition auch gleich gelohnt, denn mit den Kolleginnen und Kollegen aus meinem Büro wagte ich mich trotz des Wetters auf den Fluss, der die Halbinsel umzingelt, auf der die Marzipanstadt vor Hunderten von Jahren gegründet wurde.

Am Nachmittag trafen wir uns also mit einem regionalen Kanuverleiher, der uns eine Kurzeinweisung ins Schippern und Paddeln gab. Zur Sicherheit durften wir alle knallorangene Schwimmwesten überziehen, bevor wir die beiden Boote zu Wasser ließen und die etwas wackelige Angelegenheit bestiegen. Auf Kommando stießen wir die Paddel auf Backbord und Steuerbord ins Wasser und setzten uns und das Kanu in Bewegung. Nach wenigen hundert Metern fing das ganze an, in Arbeit auszuarten und ganz schön anstrengend zu werden. Unser Bootsführer war offensichtlich ein kluger Mann und legte regelmäßige Pausen ein, die er nutzte, um uns mit Details zur Umgebung und seiner Geschichte zu füttern. Ich bin für solche Stadtgeschichten immer zu haben und sog die Informationen gierig auf, um sie meinen eigenen Kenntnissen über die Marzipanstadt hinzuzufügen. Nach und nach paddelten wir interessante Ecken an und hatten einen ungewohnten Blick auf die Ufer unserer Stadt, betrachteten die bekannten Brücken von ihrer Unterseite und lieferten uns ein Wettrennen mit ein paar Enten. Der Regen war die meiste Zeit gnädig, wenngleich er uns, die wir bestens für diesen Sommer ausgerüstet waren, ohnehin nichts anhaben konnten. Auf der Hälfte unserer Rundreise verließen wir die Kanus, um der Stadt ein paar Hinterhof-Geheimnisse zu entlocken. Immer noch mit Schwimmwesten bewehrt stiefelten wir durch enge Gänge, die uns hinter die Außenfassaden der uralten Häuser brachten. Die berühmten Ganghäuser, von denen immer noch einhundert existieren, verbergen eine Mikroidylle inmitten des Innenstadttrubels, die mich als mittlerweile Einheimischen kurzzeitig wie einen Touristen fühlen ließ.

Am Ende unserer achteinhalb Kilometer langen Tour wussten meine Arme, was sie in den letzten zwei Stunden geleistet hatten. Gemeinsam hievten wir die Boote wieder aus dem Wasser, verabschiedeten unseren Bootsführer und konnte es kaum erwarten, uns an den reservierten Tisch beim Italiener zu setzen, wo wir zwei weitere Stunden mit Schlemmen und Plaudern verbrachten, während draußen der Himmel seine Schleusen öffnete, als hätte er all das Wasser zurückhalten müssen, bis wir sicher um Trockenen angelangt waren.

Trau Dich. Zeig Dich. Out ist in.

Sonnenstrahlen spielten mit den Schatten der Holzjalousie an der Schlafzimmerwand und weckten mich am Samstagmorgen. Sonnenstrahlen waren ein gutes Zeichen für den heutigen CSD in Hamburg. Bei der unsicheren Wetterlage waren wir uns bis gestern nicht sicher, ob wir uns in das bunte Treiben stürzen würden oder nicht. Mit ein wenig Starthilfe von meinem Engel ließ ich mich noch ziemlich verpennt von frischem Toast aus den Federn locken, der aus dem Nebenraum bis ins Schlafzimmer duftete. Ein kurzer Anruf bei unseren Freunden in Hamburg bestätigte uns, dass auch dort die Sonne alles fest im Griff hatte. Um elf Uhr machten wir uns also in meinem blauen Wagen auf den Weg über die Autobahn, wo wir dann gleich eine halbe Stunde im Stau standen.

Wie immer begann die bunte Parade in der Langen Reihe im Hamburger Stadtteil Sankt Georg. Der Zug bewegte sich bereits, als wir eintrafen und die Sonne hatte das Zepter zwischenzeitlich an dicke Wolken abgegeben, die sich auch gleich mächtig ins Zeug legten, um uns die Parade zu verregnen. Wir packten also unsere bunten Knirpse aus und betrachteten die vielen bunt geschmückten Lastwagen, die an uns vorüberfuhren. Wegen des Regens waren viele der Jungs, die ganz obenauf mitfuhren, dummerweise ganz schön angezogen. Als alle Wagen vorbei waren, drängelte sich die Sonne wieder durch die Wolken, also drängelten wir mit und reihten uns ein, die nassen Knirpse tief in die Tasche abgeschoben.

Hunderttausend Menschen waren auf der Straße und folgten der Musik. Die Botschaft dieses CSD unter dem Motto “Trau Dich. Zeig Dich. Out ist in.” war deutlich zu sehen: Du bist nicht allein.

Nach der Parade trafen wir uns mit meiner besten Freundin auf Kaffee und Eis, das tat nach dem Fußmarsch richtig gut. Danach fuhren wir auch bald wieder über die Autobahn in den nächsten Stau und dann nach Hause. Sonne und Regen waren sich ausnahmsweise einig und malten einträchtig einen doppelten Regenbogen an den Himmel.

Potters End

Lang hatten wirs geplant, heute endlich war es so weit: Wir haben den letzten Potter-Film im Kino gesehen! Zweimal. Erst gestern haben wir uns die erste Hälfte des letzten Teils zu Hause angesehen, um die Erinnerungen aufzufrischen und uns schonmal in die richtige Stimmung zu versetzen. Ganz schön düster!

Mit der heutigen Nachmittagsvorstellung in der benachbarten Marmeladenstadt begannen wir das letzte Abenteuer des inzwischen nicht mehr ganz so jungen Zauberlehrlings in drei Dimensionen. So richtig gut besucht war das Kino nicht, auch wenn die Schlangen am Snackstand unglaublich lang waren. Der Film lief am Nachmittag ohne Pause und am Ende war ich ganz schön beeindruckt. 3D hat sich allerdings überhaupt nicht gelohnt (das war wieder mal so ein “Aquarium-3D”, bei dem sich der Effekt nach hinten ausdehnt, wie in einem Aquarium). Weil auch der letzte Teil unglaublich düster ist, kamen die 3D-Effekte nicht so richtig rüber. Wenngleich ich das Buch bereits vor einigen Jahren gelesen habe und ich sowas immer sehr schnell vergesse, habe ich vieles wiedererkannt. Markante Szenen (“Nicht meine Tochter, du Schlampe!!” – Molly Weasley zu Bellatrix LeStrange) sind mir dann doch im sonst so löchrigen Gedächtnis geblieben.

Wir waren gerade erst zu Hause, als wir uns im Handumdrehen darauf einigten, den Film am Abend gleich nochmal anzusehen, diesmal in den gewohnten zwei Dimensionen und nicht in der Marmeladen- sondern daheim in der Marzipanstadt. Geplant, getan! Schon saßen wir wieder im Kinositz, ausgerüstet mit Cola und Brezeln. Auch nach dem zweiten Mal (diesmal inklusive Pause) hat mir der Film außerordentlich gut gefallen.

Übrigens: Das erste Mal erwähnte ich den Zauberlehrling in einem meiner frühesten Blogposts vor über sechs Jahren…