Zwirn und Seide

Am Donnerstag habe ich meinem Lieblings-ZARA in der Marzipanstadt während meiner Mittagspause einen Kurzbesuch abgestattet. Meine Arbeitsoutfits lösen sich allmählich mal wieder in Wohlgefallen auf und es wird Zeit für frischen Wind im Kleiderschrank. ZARA soll sich ja zum Jahresende aus meiner Stadt verabschieden, und so hoffte ich auf Schnäppchen. Aber der Laden macht keine Anstalten, seine Sachen zu packen. Natürlich habe ich dennoch im Sortiment gestöbert. Hier ist die Herrenabteilung wenigstens nicht (viel) kleiner als die Damenabteilung. An ZARA mag ich die ausgefallenen und extravaganten Schnitte und Muster. Diesmal allerdings war die Auswahl mickrig und die Schnitte und Muster entweder zu extravagant oder langweilig.

Heute habe ich meine Kreditkarte poliert und bin dann ganz in Ruhe noch einmal in die Stadt gefahren. Zuerst zu Esprit. Mit der Rolltreppe fuhr ich in den ersten Stock (Herrenabteilungen befinden sich ja meistens im mindestens ersten Stock). Warum ich den Laden bei der Eröffnung im Sommer noch so toll fand, weiß ich heute nicht mehr. Die Zone für Männer scheint kleiner geworden zu sein und nimmt höchstens noch ein Viertel der Fläche ein. Anzüge, Hemden und Krawatten suchte ich heute vergeblich und war auch flugs wieder draußen. Gleich nebenan und ebenfalls neu ist s.Oliver. Auch hier fuhr ich mit der Rolltreppe in den ersten Stock und bin sofort in der Abteilung für Männer. Hier fand ich auch ein brauchbares Sortiment an Business-Kleidung. Nach zwei-drei Minuten sprach mich eine flotte Verkäuferin an, weil das Sakko, das ich gerade anprobierte, deutlich zu klein war. Meiner Miene muss sie angesehen haben, dass ich mir da nicht so sicher war. Ich neige nämlich dazu, mir Sakkos zu kaufen, die mir zu groß sind und dann so aussehen, als gehörten sie nicht wirklich mir (das hat mir erst kürzlich eine Arbeitskollegin bestätigt). Besagtes anprobiertes Objekt hingegen sah nach Worten der Verkäuferin aus, als wäre ich darin konfirmiert worden… Ich hab für Größen wohl keinen richtigen Sinn. Dank ihres geschulten Blickes (das meine ich ernst) hatte ich schnell ein passendes Sakko, dazu eine sofort passende Hose und ein Hemd in meiner Größe (auch hier neige ich dazu, Hemden zu kaufen, für die ich mir erst einen ordentlichen Bauch anfuttern müsste!). Von dem neuen Outfit war ich so hingerissen, dass ich mir einen zweiten Anzug aussuchte (und überschlägig das Budget ausdehnte).

Wenngleich ich anfangs immer ziemlich reserviert bin und bloß nicht angesprochen werden will, so bin ich hinterher meist froh, dass die Verkäufer teils so unnachgiebig sind. Sie hat mir heute zwar viel zu viel gequatscht (und dass sie einfach den Umkleidevorhang öffnet, während ich mich noch anziehe, fand ich irritierend), aber letztlich bin ich mit den beiden Outfits sehr zufrieden, auch wenn ich mein Weihnachtsgeld gleich wieder für die Arbeit investiert habe.

 

Ich bin kriminell…

Jetzt ist es amtlich: Ich bin offiziell Mitglied in der Verkehrssünder-Kartei in Flensburg. Wir erinnern uns an meinen Blog-Eintrag vor wenigen Tagen, als ich mit meinem Engel von der Color-Line-Arena in Hamburg zurück in die Marzipanstadt fuhr und hinterrücks von einer Radar-Falle erfasst wurde. Wie ich nun weiß, war das nicht etwa ein unermüdliches automatisches Gerät, nein! Da standen mitten in der Nacht Männer vom Verkehrsüberwachungsdienst mit Radar-Pistolen an der Autobahn und warteten nur darauf, dass jemand vorbeikommt, und PENG! Abgeschossen.

Dreiundzwanzig Stundenkilometer zu schnell, statt achtzig bin ich huntertunddrei gefahren – die Toleranz schon abgezogen. Ein Punkt in Flensburg und rund einhundert Euro. Für nix. Da fällt mir dann trotzdem nur eins ein: selbst Schuld.

Der erste Schnee

Als ich heute früh meine Ohren öffnete, hörte ich von der Straße den typischen Lärm einer nassen Straße unter vorbeirauschenden Autoreifen. Es schiffte wie aus Kübeln und so drehte ich mich lieber noch einmal um, kuschelte mich an meinen Engel und wünschte mir, es wäre Samstag…

Nicht viel später öffnete ich die Tür zu meinem Büro. Tropfnass pellte ich mich aus meinen grünen Gummistiefeln und der Regenkleidung. Neu im Team ist seit Montag ein Kollege aus dem Erzgebirge, der uns für die Dauer unseres Projektes Gesellschaft leistet. Er meinte, es sähe nach Schnee aus, heute würd’s bestimmt noch schneien. Ich klärte ihn darüber auf, dass hier der Schneefall nicht vor Januar oder gar Februar zu erwarten ist – wir sind ja schließlich nicht im Erzgebirge.

Keine zehn Minuten später rieselten dicke fette Schneeflocken aus dem grauen Himmel und ließen mich ziemlich blöd dastehen…

Als es gegen Mittag immer noch schneite und trotz des nächtlichen Regens die umliegenden Dächer allmählich weiß wurden, schickte ich zwei SMS in die Heimat, um mich nach den örtlichen Wetterverhältnissen zu erkundigen. Fehlanzeige, in der Stadt mit den Hochhäusern war von Schnee keine Spur. Meine Mum schrieb: „Hier regnet’s, wo seid IHR denn??“

04 11 09

Schneekater

Erst am Nachmittag ließ der Schneefall über der Marzipanstadt allmählich nach und ging in leichten Sprühregen über. Wieder zu Hause ließ ich abends die Kater auf den Balkon. Natürlich hat sich nur der weiße getraut, fand den kalten Schnee unter den Pfoten dann aber doch irgendwie nervig…

 

Upgrades

:: Upgrade – Drei Fragezeichen

Nachdem mein Freund und ich in den letzten Monaten die eine oder andere Neuerscheinung einer Drei-Fragezeichen-Episode auf Record-Release-Partys besucht haben, sind wir gestern Abend eine Kategorie weiter gegangen. Nachdem wir mein montebello-blaues Auto an der Horner Rennbahn zurückgelassen hatten, fuhren wir mit U- und S-Bahn bis nach Stellingen. Löhnen mussten wir nix, denn der HVV war im Ticketpreis enthalten. Von der Zielhaltestelle brachte uns ein Shuttlebus, in dem zuvor noch laut enttäuschte HSV-Fans gesessen hatten, ein paar Straßen weiter zur Color-Line-Arena. Schon von Weitem konnten wir den Schriftzug der benachbarten HSH-Nordbank-Arena sehen, der hoch oben über dem Stadion thront. Beeindruckend, die beiden Arenen nebeneinander zu sehen! Nachdem wir das Ende unserer Warteschlange gefunden hatten, blieb uns noch genug Zeit, die sich leerende Nordbank-Arena gegenüber zu bestaunen. Wie ein großer Ameisenhaufen sah sie aus, und aus ihren Löchern strömten tausende von Ameisen. Sie alle wurden mit zahlreichen Shuttles abtransportiert.

Um kurz nach sechs war Einlass, und die Menge setzte sich wohlgeordnet in Bewegung. Schnell hatten wir unseren Eingang zum Unterrang gefunden und sahen uns unzähligen leeren Sitzplätzen gegenüber. Hier hatten wir absolut freie Platzwahl und entschieden uns für Sitze schräg vor der Bühne. Die Halle wirkte im ersten Moment gar nicht so wahnsinnig riesig. Erst, als wir unsere Köpfe zum Oberrang hoben, wurden wir uns der Dimensionen bewusst.

Etwa zwei Stunden später, pünktlich um acht Uhr, begann die Vorstellung. Die Drei Fragezeichen eroberten die Bühne und wurden schon mit Standing Ovations von 12.000 Fans empfangen. Die Show rund um einen schreienden Wecker war durchweg unterhaltsam, komisch und ziemlich oft ganz schön anzüglich – da blieb einem mancher Lacher glattweg im Halse stecken…

Drei Stunden später endete das Spektakel wiederum unter stehenden Ovationen und mit reicher Beute. Engelchen hatte sich schon zu Beginn eines der begehrten Poster eingeheimst. Auf dem Weg nach draußen komplettierte ein USB-Stick, der die erste Hälfte der heutigen Show beinhaltete, sowie ein Tour-Shirt unser Merchandise-Sortiment. Alsdann reihten wir uns in die nächste Warteschlange ein, bevor uns ein Shuttlebus zur Bahnstation zurück brachte.

Später, gegen Mitternacht auf der Autobahn, fuhr ich dann blindlings in eine Radarfalle, die mich höchstwahrscheinlich bei zu hoher Geschwindigkeit ertappt hat. Oder hat sie vielleicht den LKW erwischt, den ich gerade überholte…? Man wird es mir mit etwas Pech demnächst mitteilen…

 

:: Upgrade auf Windows 7

In der vergangenen Woche kaufte ich mir Windows 7. Nachdem mein Freund das neue System bereits auf seinem Rechner installiert und wärmstens empfohlen hatte, konnte ich mich nicht mehr zurückhalten und erstand das Paket für 77 Euro.

Inzwischen versuche ich seit vier Tagen, meinen Rechner mit dem neuen Windows zu beglücken, aber er weigert sich bisher höchst hartnäckig… Wie ich nun feststellen musste, ist mein relativ neuer Computer mit Windows 7 nicht kompatibel! Das hätte ich nicht für möglich gehalten! Jetzt fallen mir auch die vielen Hinweise zur Kompatibilitätsprüfung auf, die ich vorher konsequent übersehen habe. So weit, so schlecht. Ich versuche nun, stattdessen mein Notebook mit Windows 7 auszurüsten. Aber – wer hätte das gedacht – auch dieses ist nicht kompatibel! Präzise ausgedrückt wird die Grafikkarte nicht unterstützt und von den Lautstärkereglern werde ich mich wohl verabschieden müssen. Denn ich habe vor, das System auf jeden Fall zu installieren! Ich lass mich doch von so ein bisschen Technik nicht verarschen! *seufz* Ich erstelle in diesem Moment eine umfangreiche Sicherung des Notebooks, um es im schlimmsten Falle wiederherstellen zu können…

 

:: Upgrade Star Trek

Gestern ist der jüngste Star-Trek-Ableger auf Blu-Ray bei uns eingetroffen (eigentlich erscheint der ja erst morgen, aber Amazon ist da immer ein bisschen schneller…). Das ist der erste Star-Trek-Film, den ich in hochauflösender Qualität besitze und heute Abend haben wir ihn uns auch gleich angesehen. Wie schon im Kino war ich wieder schwer begeistert und werde mir morgen unbedingt die separate Blu-Ray mit den Extras ansehen!

So. Wenn denn gleich meine Sicherungs-DVDs von meinem Notebook fertig sind, werde ich mir meine aktuelle Lektüre schnappen und mich zu meinem Engel ins Bett legen. Es ist bereits nach Mitternacht und ich höre die Arbeit schon wieder rufen…