Recall

Nur eine Woche nach dem ersten folgte der zweite Teil meiner Geburtstagsparty: U., W. und B. dürfen natürlich nicht fehlen, wenn ich mal wieder älter werde. Da sich wegen Cs Geburtstag die erste Hälfte mit den Lübecker Leutchen anbot, stieg mit der „alten Clique“ eine weitere Party. Mehr Platz, gleiches Essen und wieder Cocktails, Cocktails, Cocktails! Die sind aber auch lecker!

Angefangen hatte alles am Hauptbahnhof meiner Marzipanstadt. Während mein Engel wieder einmal Geld verdienen musste, stand ich an Gleis sieben bereit und erwartete den Regionalzug aus Hamburg. Pünktlich fuhren U. und W. ein und stiegen in meinen montebello-blauen Wagen um. Ich chauffierte sie durch die City bis ans andere Ende, wo sie kurz darauf die vielen Stufen in den zweiten Stock erklommen. Nicht lange danach parkte auch B. seinen Wagen unter einem der vielen Bäume, die unsere Straße säumen. Und weil die Party ohne meinen Engel gar nicht so richtig losgehen kann, schnappte ich mir gegen halb acht die U., überließ die Junx der Playstation und holte meinen Freund von der Arbeit ab.

Die Pizza war wieder sehr lecker – diesmal war ich sogar an der Herstellung beteiligt. Geschenke gab es auch schon wieder, so würde ich meinen Helm auf jeden Fall zusammen bekommen. Der Abend verging mit viel Unterhaltung, dem Neuesten aus Hamburg, den Plänen für den Sommer und natürlich fruchtigen Mixgetränken. Nebenbei duellierten wir uns an der Playstation, ehe es – schon wieder um drei Uhr nachts – langsam ans Bettenbauen ging. Jetzt reicht es auch erst einmal wieder mit meinem Geburtstag.

Die Ausbeute war klasse, die beiden Partys erfrischend und die letzten beiden Wochen ganz schön anstrengend. Jetzt ist Ruhe für ein Jahr…

 

Incredible

Lange vorgehabt, aber nie wirklich umgesetzt, war ein regelmäßiges Fitnesstraining im Studio. Mt sei Dank hab ich es endlich geschafft, mich in so eine Muckibude zu trauen! Ganz nah an meines Hasen Arbeit hat McFit seine Geräte aufgestellt, und so war ich inzwischen schon zweimal dort, um mir einen Muskelkater abzuholen. Eigentlich sollte das Ganze mit einem offiziellen Probetraining beginnen, aber beide Male wurde das Training abgesagt, weil die Trainer krank sind (sollten die nicht eigentlich topfit sein?!).

Mt und ich kamen dennoch ins Studio – dann eben ohne Trainer. War mir auch ganz recht so, denn ich muss niemanden um mich herum haben, von dem ich betreut werde. Außerdem kannte Mt sich mit den Trainingsgeräten schon ganz gut aus, weil er früher schonmal hier war. Zuerst ging’s zum Warmwerden auf das Rad. Viertelstunde strampeln reichte schon, um die müden Muskeln zu wecken. Ich fand das alles ziemlich unübersichtlich und tappste hinter Mt her zu den Geräten. Irgendwann erkannte ich den Aufbau und stellte fest, dass die verschiedenen Gerätschaften gleich mehrfach vorhanden waren. Unsere Wartezeiten blieben somit gering. Nach Muskelstrecken und Muskelbeugen, nach vorn, zurück und über Kopf stand ich bald darauf das erste Mal auf einem Laufband. Das war ein merkwürdiges Gefühl – nicht das Stehen, sondern das Laufen! Ich muss eine ziemlich ungestüme Figur abgegeben haben, meine Füße wollten nicht so wie ich und ich musste die ganze Zeit höllisch aufpassen, nicht daneben zu treten, damit ich nicht vor allen Leuten auf’s Maul fiel. Das wäre doch sehr peinlich gewesen. Und so stolperte ich vorwärts, erst langsam, dann immer schneller. Bald kam ich ganz schön ins Schwitzen und zehn oder 15 Minuten später war das Training geschafft.

Es war ziemlich anstrengend, aber zu wissen, dass ich endlich etwas für meinen Körper tue, war ein gutes Gefühl. In der zweiten Woche wurde das Probetraining erneut mangels Trainer abgesagt, aber wieder kamen wir so ins Studio. Auch gut, hat uns bisher noch keinen Cent gekostet (bis auf die Sportklamotten natürlich).

 

Happy birthday to me

In diesem Februar stand wieder mein Geburtstag auf dem Kalender, diesmal mein zweiunddreißigster. Und weil ich inzwischen seit zweieinhalb Jahren in der Marzipanstadt lebe, hat sich ein ansehnlicher Freundeskreis aufgebaut. Na gut. War früher Tg’s Freundeskreis. Aber jetzt ist es auch meiner. Weil Carmen auch gerade erst Geburtstag hatte, brachte sie ihre beste Freundin U. aus Kiel mit. U. lernten wir kürzlich schon auf der Record-Release-Party der Drei Fragezeichen kennen. Mit dabei waren auch K. und C. und M. und B. und M. und natürlich mein Hase. Damit waren wir also zu neunt in unserer kleinen Bude. Nachdem alle eingetroffen waren und ordentlich Knast mitgebracht hatten, machten sich mein Engel und M. an die Pizza in unserer winzigen Küche. Derweil saß die gemütliche Runde an der langen Tafel im Esszimmer.

Nach Speis folgte Trank. Die Pizza war verzehrt, das süße Schoko-Dessert weggelöffelt, da musste was zum Nachspülen gereicht werden: Ich läutete den Sommer ein mit fruchtigen Cocktails! Die erste Fuhre wurde tatkräftig von M. unterstützt, danach ging das allein schon ganz gut. Cuba libre, Pina Colada, Swimming Pool und Tequila Sunrise – da war für jeden etwas dabei. Und was auf so einer Party nicht fehlen durfte: das mühsam ausgeklügelte Partyspiel von M. und M.! Zu diesem Zwecke sperrte uns die Meute zunächst gemeinsam auf Klo ein. Frechheit! Während des Toiletten-Dialoges zwischen uns zwei Geburtstagskindern hörten wir die anderen in der ganzen Wohnung werkeln. Was das wohl werden sollte? Nach dem Ende unserer Gefangenschaft schickten sie uns gleich weiter auf Wanderschaft – oder besser auf die Suche nach tausendmiooon Überraschungseiern. Zum Glück wusste M. genau, wie viele Eier in welchen Räumen versteckt waren…

Als C. die meisten und ich die wenigsten wieder zusammengesucht hatten, ging es an den zweiten Teil des Spiels. Jedes der 21 gelben Plastikeier enthielt ein Zettelchen mit einer Nummer. Im Wechsel öffneten C. und ich die vorhandenen Eier und ließen uns von M. und M. zu jeder Nummer eine Frage oder Aufgabe stellen. Bei der ersten Hürde – der Frage nach den sieben Weltwundern – ging ich glatt zu Boden. Keinen Schimmer… Am Ende konnte ich jedoch grandios aufholen und errang trotz der wenigen gefundenen Eier ein Unentschieden! Eine herrliche Gaudi! Übrigens sind C. und ich wie gemacht für Filmpantomime! Von ‚King of the world‘-Titanic über ‚Gollum‘-Herr der Ringe bis ‚mach mir die Hebefigur‘-Dirty Dancing war alles dabei, keine Hürde war uns zu schwer, kein Film zu fremd und keine Pose zu peinlich. Wir sind das unschlagbare Duo!

Ach ja, Geschenke gab’s auch noch. Bei so viel Partyspaß schon fast unnötig, aber natürlich trotzdem gern genommen. C. wurde mit Hörspiel-CDs bombardiert, während ich die gewünschten Gutscheine für einen Fahrradhelm und massig Lesefutter bekam! Mit vielen Cocktails nahm der Abend seinen Lauf und erst gegen drei Uhr löste sich die Runde dann auf. Wieder ein Jahr älter…

Happy birthday!

 

Schatten über Hollywood

Die Drei Fragezeichen gab es schon, als ich noch klein war, und das ist immerhin schon ein paar Jahre her. Die Drei Fragezeichen gibt es auch heute noch. Die Sprecher sind allesamt älter geworden, die Figuren Justus, Peter und Bob hingegen sind immer noch Schüler und lösen ausdauernd jeden Fall. Als Hörspiel-Banause kannte ich keinen einzigen der drei Detektive, begegneten mir doch in meiner Kindheit lediglich Figuren wie Benjamin Blümchen, Bibi Blocksberg oder Flitze Feuerzahn…

Die Autofahrt führte im Osten Schleswig-Holsteins von der Marzipan- bis zur Landeshauptstadt durch verschneite Ortschaften. Während bei uns nur unbedeutend wenig Puderzucker vom Himmel gerieselt war, schien Plön geradezu im Schnee versunken zu sein. Mannshohe Schneewehen säumten die Straßen und die Bewohner türmten unter wachsamen Kohleaugen kugeliger Schneemänner weiße Berge vor ihren Häusern auf. Die Gehwege waren von Schlittenkufen gezeichnet.

Nach einem Kurzbesuch in Carmens neuer Behausung machten wir uns zu dritt auf den Weg zur „Traumfabrik“, wo Oliver Rohrbeck alias Justus Jonas ein aufgeregtes und – wie mir schien – gleichzeitig schon routiniertes Publikum erwartete. Die neueste Episode der Drei Fragezeichen hieß „Schatten über Hollywood“ und trug die stolze Nummer 128. Während sie eingespielt wurde, saß Olli Rohrbeck über uns auf der Bühne auf einem schwarzen Sofa und lauschte der Detektivgeschichte, in der Geister vom Hollywood-H in die Tiefe springen und die Drei Fragezeichen einen komplizierten Fall lösen müssen, bei dem sie selbst in große Gefahr geraten. Im Anschluss (nach einer Pause) gab es ein Live-Hörspiel mit Freiwilligen aus dem Publikum. Das war ein echter Kracher! Zusammen mit Justus Jonas spielten eine Handvoll Leute eine Folge nach. Nur kurz proben und rauf auf die Bühne. Ein echtes Highlight war der „Morton“-Sprecher, der für seine kurzen Passagen jedesmal tosenden Beifall erntete.

Die Veranstaltung hat ziemlich viel Spaß gemacht. Die Fangemeinde war sehr familiär, da muss man sicher erst „reinwachsen“. Die Hartgesottenen kennen jede Episode seit ihrer Kindheit und können alles Wort für Wort mitsprechen. Eines ist sicher: die nächste Record-Release-Party kommt bestimmt, und wir sind dabei.