Novemberende

Oh Mann, jetzt ist der November um und bis gerade eben war da nur ein lausiger Eintrag von mir zu lesen, fast so, als wäre nichts in diesem Monat passiert.

Na ja, tatsächlich war er recht ereignislos… Wir haben es zur Gewohnheit werden lassen sonntags in der Stadt zu frühstücken, und je ungemütlicher das Wetter ist, desto mehr Freude bereitet es uns. Wir haben den Dezemberurlaub gebucht (übernächste Woche geht’s los). Die Arbeit macht mir im Moment keinen Spaß, weil ich eine üble Begegnung mit dem arrogantesten und herablassendsten Kollegen hatte, der mir in meiner bisherigen beruflichen Laufbahn begegnet ist. Blöd, dass es ein Abteilungsdirektor ist. Aber das zeigt mir wieder einmal, dass diese Firma nicht die richtige für mich ist. Früher oder später muss ich mir wohl doch was neues suchen.

Mein Engel ist grad krank – na ja, bis heute, morgen muss er wohl wieder los. Mieses Timing, aber das kann man sich ja nicht aussuchen… Am Sonntag bekommen wir lieben Besuch, und dann geht’s auf den Weihnachtsmarkt. Ich laufe ja schon jeden Tag daran vorbei, aber den ersten offiziellen Besuch gibt es wie gesagt am Sonntag. Ich hab gehört es soll das ganze Wochenende regnen (so wie jetzt auch), aber das ist egal. Wir stellen uns unter unsere Schirme und trinken Glühwein.

Tja… das war eigentlich alles, was ich heute erzählen wollte. Gleich ist Dezember. Vielleicht schaffe ich es meinen Engel zu überreden, dass wir die erste Tür vom Adventskalender schon um kurz nach Mitternacht öffnen…

Euch allen einen schönen ersten Advent!

 

Frühstücksromantik

Musik: Lost – Michael Bublé

:: Die doppelte Geburtstagsparty

Wie jedesmal stand uns der Sinn nach allem anderen als einer Familienfeier. Dennoch fuhren wir natürlich zur Geburtstagsparty meiner Schwester und meines Stiefvaters. Es dauerte angesichts der unmotivierten Einstellung ziemlich lange, bis wir uns im Kreise der obskuren Gäste aus der kleinbürgerlichen Nachbarschaft meiner Eltern nicht mehr unwohl fühlten. Das Wohnzimmer avancierte zum Partyraum mit kleiner Tanzfläche bei Hits von Andrea Berg, Matze Reim & Co. Auch diesmal nutzte meine Mum die Gelegenheit, mich zum Tanze zu bitten und mich erneut eindringlichst zu bitten, doch wieder in ihre Nähe zu ziehen, weil sie mich so sehr vermisse. Meine an diesem Abend so heitere Mum wirkte plötzlich sehr traurig, was in dem Moment doch sehr ansteckend war. Dass wir die Absprache, dort zu nächtigen, zugunsten eines zweisamen Sonntages dann kippten, war ihrer Stimmung nicht gerade zuträglich…

 

:: Der zweisame Sonntag

Wie geplant schliefen Engelchen und ich in unserem eigenen Bettchen erstmal gründlich aus. Ich schlüpfte gegen Mittag aus meinem Schlafanzug und sprang in die Dusche, während ich meinen Schatz eine Stunde später aus den Federn lockte. Zum Glück kennt er ein gemütliches Etablissement in der Marzipanstadt, in dem man bis 15 Uhr frühstücken kann…

„Guten Tag…“ begrüßte uns der fröhliche Kellner, nachdem wir den kalten Weg vom Auto bis ins „Café Art“ zurückgelegt hatten. „Guten Morgen“ antwortete ich bedeutungsvoll und er verstand, dass wir ein gutes Frühstück brauchten. Kurz darauf hatten wir eine reich gedeckte Platte mit haufenweise Köstlichkeiten auf unserem kleinen Tischchen am Sprossenfenster zum Hof. Die Spätmittagssonne schien über die Dächer der kleinen alten Häuser in den urigen Hof auf unser Frühstück. Eine weiße Kerze flackerte auf der Fensterbank neben uns und Musik spielte leise für uns. Weil es schon nach zwei Uhr war beruhigte es mich ein wenig, dass wir nicht die einzigen Frühstücksgäste waren. Und so ließen wir uns frische Brötchen mit Leberwurst, Apfelscheiben, Käse, Gurken und Marmelade und Honig schmecken, dazu eine Riesentasse Milchkaffee.

Die gemütliche Frühstücksatmosphäre verließen wir bald darauf gesättigt, zufrieden und überaus fröhlich zu einem Spaziergang durch die Einkaufsstraße, die an diesem Sonntag – wenn auch ohne Shoppingmöglichkeiten – gut besucht dalag. Als es uns dann doch zu kalt war liefen wir zurück zum Auto und fuhren wieder nach Hause.