Herning – Hort der Jugend?

Am Mittag des letzten vollständigen Tages machten wir uns auf nach Herning. Die Stadt liegt einigermaßen zentral und ist dabei in wesentlich kürzerer Zeit zu erreichen als Skagen. In nur einer knappen Stunde waren wir da, und dass es tatsächlich eine richtige Stadt mit richtigen Hochhäusern war, überraschte uns fast. Nachdem wir eine Weile durch die Straßen gekurvt sind, entdeckten wir einen Parkplatz. Das Schild, das dort stand, konnten wir nicht lesen. Was soll’s?! Die Fußgängerzone lag nur zwei Straßen weiter und hier war es richtig belebt. Während wir uns die Tage zuvor gefragt hatten, wo sich wohl die Jugendlichen in Dänemark rumtreiben, erhielten wir heute die Antwort: in Herning! Wohl 75% der Leute, denen wir begegneten, waren junge Leute. Viele im Soft-Punk-Look, natürlich viele Blonde und wirklich wenige Senioren. Einem Studenten (jedenfalls vermute ich, dass er Student ist) musste ich erklären, dass ich für eine Umfrage gerade nicht zur Verfügung stehe. Mit „ich spreche kein dänisch“ habe ich das geschickt gelöst. Er zeigte sich ein wenig traurig (Torge meint sogar, er wäre am Boden zerstört gewesen) und meinte dann „have a nice day“. Für mich klang das englisch, was mich etwas aus dem Konzept brachte…

Nun ist es auch schon soweit… die Koffer und Taschen sind wieder gepackt und die Abreise steht bevor. Der Whirlpool ist geheizt für ein letztes Bad und morgen bis 10 Uhr müssen wir das Ferienhaus für die nächsten Gäste geräumt haben. Zum Glück ist damit der Urlaub nicht zuende. Auf dem Weg nach Hause machen wir einen Abstecher in die Hauptstadt Kopenhagen. Wenn wir dafür auch einen beträchtlichen Umweg in Kauf nehmen müssen, so ist uns der Besuch doch wichtig – und er schmälert ein wenig den Trennungsschmerz.

So, und jetzt ab in den Pool!

 

Das Leuchtturmprojekt

Auf unserer letzten Tour nach Hvide Sande hatten wir einfach vergessen, den Leuchtturm zu besichtigen. So schrecklich weit weg ist der Ort ja nicht (im Vergleich zu Skagen…), also wagten wir einen zweiten Versuch. Wir fuhren wieder vorbei an den inzwischen bestens bekannten Antik-Läden und den zahlreichen Mais- und Getreidefeldern, an den Nadelwäldchen und durch diverse Kreisverkehre.

Nymindegab. Malerisch – und militärisch.

Auf dem Weg nach Hvide Sande entdeckten wir einen Strandaufgang in den Dünen und einen Parkplatz direkt davor. Kurzentschlossen stellten wir das Fahrzeug ab. Aber noch bevor wir die Dünen erreichten, stießen wir auf ein Schild, dass uns den Zutritt verwehrte. Militärübungen gibt es offenbar auch in diesem Land. Und tatsächlich erspähten wir ein paar hundert Meter weiter eine Truppe dänischer Soldaten in den Dünen. Da wir unser Leben nicht einer königlichen Militärübung opfern wollten, trollten wir uns und erreichten bald darauf den Leuchtturm, von dem mir Freunde schon erzählt hatten. Der weiße Turm vor dem blauen Himmel mitten in den Dünen sieht sehr malerisch aus und war uns gleich ein paar mehr Photos wert. Blöd nur, dass direkt daneben ein großer Kran stand – und blöd, dass aufgrund der Kranarbeiten der Zutritt zum Turm verwehrt wurde!

Etwas geknickt beschlossen wir, zum Strand zu gehen und durchstreiften die Trampelwege durch die Dünen. Am Strand war kaum etwas los. Also wagte ich es, mich meiner Kleider zu entledigen und kurz in die Fluten zu hüpfen… Kalt-kalt-kalt!!! Am Strand wärmte ich mich wieder auf und ließ mich von der Sonne trocknen, ehe wir bekleidet den Rückweg antraten. Wir bemerkten, dass inzwischen der Kran verschwunden war und starteten einen neuen Versuch, den Turm zu erklimmen. Glück gehabt, wir konnten passieren. Wir stiegen die Holzstufen zum Turm hinauf – und stellten dann enttäuscht fest, dass die Besuchzeit gerade beendet war. Der Leuchtturmwärter verschloss die Tür vor unseren Augen. Mist!

Der Leuchtturm von Hvide Sande.

Etwas gefrustet angesichts des sich wiederholenden Misserfolges kehrten wir zum Ferienhaus zurück. Die „Siedler von Catan“ beschäftigten uns dann ersatzweise bis zum Schlafengehen.

 

Wo Nord- und Ostsee aufeinanderprallen…

… da liegt Skagen. Auf der groben Karte des Landes hatten wir uns die kleine Strecke ausgeguckt. Anscheinend gar nicht so weit, machten wir uns auf den Weg. Erster Stopp war 16 Kilometer weiter an einer Tankstelle: Wir kauften eine dänische Straßenkarte und verwirrten die Kassiererin mit versehentlichem Wechsel zwischen dänischen Bruchstücken und deutscher Sprache… Dann ging’s los. Wir ließen die Sonne hinter uns und fuhren immer gen Norden. Immer weiter. Und weiter. Und weiter… Auf der niedlichen Karte sah die Strecke ganz überschaubar aus und nach nur vier Stunden Autofahrt waren wir dann auch schon da… Gerädert von den Strapazen der Reise fielen wir aus dem Wagen in die Fußgängerzone.

Skagen – der Ort

Eine Postkarte musste her, so weit im Norden war ich wohl noch nie zuvor. Im Ort selbst gab es gar nicht so schrecklich viel zu sehen. Bald darauf schwangen wir uns also wieder in den gelben, mit toten Insekten übersäten Wagen und suchten den Nordstrand. Nahezu instinktiv fanden wir ihn, stellten das Auto ab und liefen bis ans Ende der Welt… oder ans Ende des Festlandes…

Skagen – das nördlichste Ende Europas

Hier oben treffen gerade jetzt in diesem Moment die Ostsee und die Nordsee aufeinander. Sie scheinen sich gut zu vertragen, jedenfalls sah alles ganz ruhig aus. Wir liefen am Wasser entlang, hinter uns die untergehende Sonne und vor uns Milliarden von kleinen geschliffenen Steinen. Wir sammelten ein paar ein und genossen die Atmosphäre so hoch im Norden. Wir genossen noch eine Weile, ehe wir uns wieder auf den Weg zurück machten.

Frederikshavn – schöne Stadt, aber die Luft…

Einen Zwischenstopp legten wir in Frederikshavn ein. Es roch extrem nach Dieselabgasen, denn von hier aus pendeln die StenaLine-Fähren zwischen Dänemark und Schweden. Und die Schiffe pusten eine Menge Dreck in die Luft. Trotzdem war die Stadt so schön, dass wir uns hier ausnahmsweise nicht mit der Fußgängerzone behelfen mussten.

Es war bereits lange Zeit dunkel, als wir das Ferienhaus erreichten und einfach nur ins Bett fielen. Die Tour war wesentlich anstrengender als wir gedacht hatten und wir waren heilfroh, als wir im kusch’ligen Bett lagen, alle Viere von uns gestreckt und sofort einschliefen.

 

Rekreation

Dass selbst ein Faulenzertag anstrengend sein kann, hatten wir auch nicht gedacht. Am Dienstag blieben wir ausnahmsweise zu Hause, spielten Brettspiele, lasen in unseren mitgebrachten Büchern und lagen kartenschreibend in der Sonne. Erst am späten Nachmittag setzten wir uns ins Auto und fuhren in die nächste Stadt, um unsere Vorräte aufzufüllen. Als wir uns den kleinen Ort dann näher ansehen wollten, da war er auch schon zuende. Gab also nicht viel zu sehen. Auf dem Rückweg hielten wir bei dem kleinen Laden an, der vom Ferienhaus nur einen halben Kilometer entfernt liegt. Hier sprach man unsere Sprache und wir kauften sieben Briefmarken, um dann die Karten in die Postkasse zu werfen.

Abends stellten wir uns in die Küche, um abseits vom Grill etwas zu kochen. Das Kaminfeuer wollte nicht so richtig brennen und erschöpft von den Anstrengungen des Tages fielen wir um kurz nach 22 Uhr ins weiche Bett.

Ein fauler Tag musste sein.

 

Der weiße Sand von Hvide Sande

Na ja, so weiß ist der Sand da gar nicht. Freunde von mir hatten uns den Leuchtturm empfohlen, also fuhren wir in diesen kleinen Ort direkt an der Nordsee. Zunächst kletterten wir durch die Dünen und erreichten den Strand dahinter. Es war gerade Ebbe, aber weit mussten wir bis zum Wasser nicht laufen.

Hvide Sande – „weißer Sand“

Am Strand lagen viele Steine und wenige Muscheln. Viel Betrieb war hier nicht. Wir hielten uns hier ziemlich lange auf und fuhren dann auch direkt wieder ins Ferienhaus. Die Sonne macht einen hier schnell müde. So viel Licht und Wärme sind wir gar nicht mehr gewöhnt…

So weiß war der Sand gar nicht…
… aber schön war’s.

 

Esbjerg, Blåvand und das Kaminfeuer

Ganz anders als am Tag zuvor leuchtete uns der blaue Himmel an diesem Sonntag mitten ins kleine Schlafzimmer. Ich lag auf dem Rücken, blinzelte und starrte an die hohe Decke, durch deren Mitte sich der selbe Balken zog, der auch den Rest des hellhölzernen Ferienhauses trug. Links von mir konnte ich durch das bis zum Boden reichende Fenster nach draußen sehen. Die Sonne schien hell und wenig Wind bewegte die Gräser, die rund um unser Grundstück wuchsen. Rechts von mir hörte ich die ruhigen Atemzüge meines Engels. Gleichmäßig, so wusste ich, dass er noch schlief. Stille Zufriedenheit lag an diesem Morgen in dem hellen Schlafzimmer.

Unser Ferienhaus

Als wir nach dem Aufstehen feststellten, dass die Sonne noch an den Temperaturen arbeitete, beschlossen wir, doch drinnen am Esstisch zu frühstücken. Die Sitzgruppe aus dunklem Massivholz fügte sich als harmonischer Kontrast in die Ausstattung unseres Domizils ein. Durch die breite Fensterfront konnten von drinnen das Ferienwetter betrachten und dabei ganz gemütlich frühstücken.

Französische Autos dominieren das Bild auf dänischen Straßen, und das liegt nicht etwa daran, dass in Frankreich die Sommerferien begonnen hätten. Auf dem Weg ins dänische Esbjerg kamen uns unzählige Citroën, Renault und Peugeot entgegen. Viel Verkehr jedoch herrschte nicht auf den Straßen.

Weit entfernt vom heimatlichen Verkehrstrubel erreichten wir Esbjerg. Es mag am Wochentag gelegen haben, dass die Stadt so ausgestorben wirkte. Einen Parkplatz zu finden war nicht sehr schwer, und auch in der Innenstadt waren wir die meiste Zeit über allein. Schöne Gebäude – neue und alte – mischten sich innerorts mit Baracken, die von den Bewohnern scheinbar fluchtartig verlassen worden waren. Die Farbe war von den Außenwänden geblättert, hinter den toten Fensterscheiben reckten sich skurrile pflanzliche Überreste der Sonne zu und niemand beachtete mehr die stummen Geschichten, die die verstaubten Bilder an den Wänden erzählten.

Esbjerg | Bahnhof

Das Bahnhofsgebäude sah dagegen fast spielerisch aus. Ein Gebäude der Neuzeit im Stil des Altertums. Mit Türmen und Zinnen, verspielten Steinen und immerhin ein wenig Lebhaftigkeit lud dieser Ort zum kurzen Verweilen ein. Ansonsten gab der Ort an diesem Tag nicht viel von sich preis, und so besorgten wir in einem deutschen Supermarkt angesichts des schönen Wetters ein paar Grillutensilien und trollten uns dann wieder.

Auf dem Weg zurück ins Ferienhaus bogen wir auf halber Strecke links ab und fuhren nach Blåvand. Dieser Ferienort direkt an der Nordsee brummte nur so vor Trubel. Wir schlichen mit meinem neongelben Auto durch eine Touri-Fußgängerzone, die derart belebt war, dass man Acht geben musste, um niemanden zu überfahren.

Strandwetter in Blåvand

Kurz dahinter erreichten wir die Dünen. Die Sonne gab sich viel Mühe, aber so am Meer ist es dann doch sehr frisch und windig. Kinder und Väter ließen bunte Drachen steigen, während die Muttis die Szene mit der Kamera festhielten oder die Kinderhaut mit Sonnenmilch vor der Sonne zu schützen versuchten. Mein Engel und ich liefen ein Stück am Wasser entlang, auf dem das Sonnenlicht Milliarden Diamanten funkeln ließ. Die Seeluft verursachte ein stärker werdendes Hungergefühl, so dass wir nach Erreichen der Betonbunker im Sand den Rückweg antraten.

In dieser Gegend schien alles gleich auszusehen. Die Straßen sind von guter Substanz und hin und wieder durchquert man ein kurzes Waldstück. Links und rechts der Strecke liegen Maisfelder und Antikläden. Diese geographische Egalität führte dazu, dass ich schon bald nicht mehr wusste, ob wir in die richtige Richtung fuhren. Nachdem mein Engel den Durchblick behielt und uns sicher wieder in bekannte Gefilde führte, fühlten wir uns dann auch nach einem Tag so ortskundig, dass wir einfach drauflos fuhren. Klar, hier kommt gleich die Bank, bei der wir bei der Anreise Geld abgehoben hatten, da ist der Supermarkt, der sonntags geöffnet hat, da ist das Ferienhausbüro. Nachdem wir den Ort wie tags zuvor durchfahren hatten und eine Weile geradeaus gefahren waren erreichten wir Ortschaften, die uns beunruhigend unbekannt vorkamen. Nach dem dritten von ihnen beschlossen wir, umzukehren und mussten stillschweigend eingestehen, dass wir uns verfahren hatten.

Alles halb so wild, bis auf den Hunger hatten wir es ja nicht eilig und sechs bis acht Kilometer später entdeckten wir dann auch das Schild, an dem wir vorher hätten abbiegen müssen. Vermutlich stand vorhin ein Auto davor, so dass wir es nicht hatten sehen können…

Wieder im heimischen Ferienhaus kramten wir die Grillwurst und die Hühnerbrust aus dem Kühlschrank und schütteten ein Kohlentürmchen auf. Gefühlte drei Stunden später – der Mond hing mittlerweile rot-glühend über den Tannen – war das Fleisch dann genießbar und wir setzten uns gierig an den längst gedeckten Tisch. Als unser mörderischer Hunger dann gestillt war, testeten wir den Whirlpool. Für meinen Geschmack war er zwar etwas klein und ziemlich laut, aber gemütlich war’s…

Gemütlichkeit entstand auch, als wir vor dem Kamin saßen, in dem zwei Holzscheite vor sich hinglimmten… Erst als sie in sich zusammenfielen, merkte ich, dass ich eingeschlafen sein musste. Es war ein anstrengend-schöner Tag…

 

Anreise

Chaos bestimmte das Bild, einen Tag vor unserer Abreise. Wir hatten bisher keine Zeit auch nur eine Tasche zu packen – geschweige denn, uns Gedanken darüber zu machen, was wir mitnehmen sollten. Bevor wir von zu Hause losfuhren, versuchten wir, ein wenig Ordnung in das Vorurlaubschaos zu bringen, was uns dann auch einigermaßen geglückt ist.

Wir sind unterwegs.

Samstag Mittag ließen wir unsere Stadt hinter uns und fuhren ziemlich genau nordwärts. Nur in Flensburg machten wir Rast, um vor dem Überschreiten der nördlichen Bundesgrenze noch eine Stärkung zu uns zu nehmen. Der Burger-König kam da wie gerufen. In dem Laden war irre viel los und die Bedienungen schienen allesamt ein wenig überfordert und liefen scheinbar planlos und missmutig durch die Gegend. Mit einem Doppelcheeseburger, Pommes und Cola im Magen ging es dann euphorisch weiter über die Autobahn. Ungebremst fuhren wir auf der Autobahn in Dänemark ein, hielten auf derselben Strecke immer geradeaus auf Kolding zu. Dieser Ort scheint ein Dreh- und Angelpunkt des Landes zu sein – zumindest, was den Autobahnverkehr betrifft. Nachdem wir immer genau nach Norden gefahren waren, setzte sich unsere Fahrt von da an genau nach Westen fort – natürlich wieder über die Autobahn.

Bewölkt war es, und die Wolken wurden dunkler und schwerer, je näher wir der dänischen Nordseeküste kamen. Es war inzwischen wohl 16 oder 17 Uhr und nur wenig Licht drang durch die schwere Wolkendecke, die sehr tief über uns zu hängen schien. Unser erstes echtes Ziel war die Ortschaft Nørre Nebel, wo wir die Schlüssel und die Wegbeschreibung zum Ferienhaus erhalten sollten. Als wir in den Ort einfuhren, entdeckten wir gleich eine Bank, und weil wir vergessen hatten, uns dänisches Bargeld zu besorgen, benutzten wir flugs den Automaten. Wie ist eigentlich der Umrechnungskurs? Ich glaube, zu DM-Zeiten war es 1:4, das heißt, es müsste jetzt ungefähr 1:8 sein. Kurz darauf erreichten wir das Büro unseres Ferienhausvermieters. Da die Damen und Herren schon Wochenende hatten, bedienten wir uns der Schlüsselbox an der Rückseite des Gebäudes. Glücklicherweise fand ich einen Umschlag mit meinem Namen darauf – seltsames Gefühl, in einem anderen Land in einem Holzkasten seinen Namen zu finden… In dem Umschlag fanden wir den Schlüssel – und eine handgeschriebene Botschaft in gebrochenem Deutsch. Unser Ferienhaus wäre leider noch nicht fertig gebaut und man hätte uns daher eines der gleichen Bauart zur Verfügung gestellt. Gespannt machten wir uns mithilfe der Wegbeschreibung auf, um dieses Häuschen zu finden. Es dauerte auch gar nicht so lange, bis wir in dem Neubaugebiet für Ferienhäuser ankamen. Und tatsächlich sah das Haus genau so aus wie das, was wir ursprünglich gemietet hatten. Wir gingen hinein und staunten über die geschmackvolle Einrichtung und die Geräumigkeit. Es machte richtig Spaß, das Auto zu entladen und die mitgebrachten Lebensmittel in die Küchenschränke zu sortieren.

Aahhh… Urlaub. 🙂

Etwas erschöpft von der Autofahrt erkundeten wir das Gelände und den nahegelegenen Strand. Kalt war es an diesem ersten Abend, als wir bei Kerzenschein eines unserer Spiele auspackten und bis spät in die Nacht das Urlaubsfeeling genossen…

 

Die Kraft der Sonne

Der junge Septemberhimmel hat heute eine bunte Mischung für meine Stadt im Gepäck. Der Himmel – so fad bewölkt, dass mein Körper sanfte Schatten auf das Bett wirft, auf dem ich sitze – lässt unregelmäßig die Sonne durchscheinen. Mit mal mehr und mal weniger Kraft wärmt sie meinen nackten Oberkörper. Trotz des fortgeschrittenen Jahres und des letzthin an Präsenz mangelnden Sommers sind die Sonnenstrahlen noch schön warm. Vielleicht die Vorhut für unseren Urlaub in der kommenden Woche?

Mein Engel hatte gestern seinen 28. Geburtstag. Es gab nicht viel Brimborium. Lecker Frühstück, ein Geschenk und den Schokoladenkuchen, den ich am Sonntag schon gebacken hatte, weil ich Schokolade einfach nicht widerstehen kann. Tagsüber trudelte die eine oder andere SMS für ihn ein – und die eine oder andere eben nicht. So gesehen ein ganz normaler Geburtstag. Inzwischen haben wir begonnen, seine Möbel aus dem WG-Zimmer zu holen und in unserer ab ersten Dezember offiziell gemeinsamen Wohnung zu meinem Inventar zu stellen. Gestern war der Schreibtisch dran, was uns zum Anlass gereichte das Arbeitszimmer endlich mal aufzuräumen, meine letzten Umzugsreste auszupacken und den Raum damit fertig zu stellen.

Vor ein paar Tagen schickte ich heimlich einen Brief an meine Vermieter mit der Bitte, mir einen neuen Mietvertrag für meinen Engel und mich zu schicken. Ich hatte gehofft, den neuen Vertrag bis zum Engelsgeburtstag im Briefkasten zu haben um ihn damit zu überraschen, aber leider war bis gestern nichts in der Post.

Nächste Woche ist es endlich soweit. Urlaub! Das Ferienhaus in Dänemark ist gebucht, die Kamera geladen und urlaubsreif sind wir beide allemal. Wenn es auch nur eine Woche wird, so freuen wir uns doch tierisch auf die Erholung. Also: Bitte Daumen drücken für schönes Wetter!