abgehakt

Es ist immer noch Februar, wenn auch in den letzten Zügen. Das bedeutet, es musste mir natürlich noch irgendwas Doofes passieren und jetzt hab ich den Grippe-Virus aufgeschnappt, der laut meinem Doc seit anderthalb Wochen in meiner Stadt grassiert. Jippie.

Als ich heute früh vom Wecker aus dem Schlaf gerissen wurde war mir erst nicht klar, dass mein Unwohlsein nicht wie üblich einfach nur von Aufstehen kommt. Stattdessen verbrachte ich kurz darauf einige Zeit länger im Bad als sonst.
Dennoch ging ich zur Arbeit, ich lass mich doch nicht so einfach ausschalten!

Denkste. Nachdem ich mehr als einmal das Gefühl hatte, das Schnitzel von gestern Abend hätte noch etwas mitzuteilen ließ ich mich freistellen und wankte zum Doc. Es war kurz vor Mittag und das winzige Wartezimmer nahezu leer. Zuerst wollte ich einen Blick in die Tageszeitung werfen, aber ich kann es nicht ausstehen, wenn die riesigen Seiten auf meinem Schoß rumhängen und ich drei oder mehr Hände bräuchte um eine Seite weiter zu blättern. Also legte ich sie wieder auf den kleinen Tisch und schaute stattdessen aus dem vorhanglosen Fenster. Es hat wieder geschneit in der Nacht und draußen war alles weiß. Ätzend, ganz ehrlich! Ich will Frühling!

Ich kam bald dran und mein Arzt war ziemlich gut drauf heute. Als ich ihm mein Leid klagte musste ich mich hinlegen, er tastete meinen geplagten Bauch ab und schob mir ne Holzspatel in den Mund. Dann war es für ihn sonnenklar: Eine Virus-Grippe (ohne Vögel!). Er notierte den Befund in meinem Krankenblatt, verschrieb mir zwei Medikamente und zog mich alsdann für den Rest der noch jungen Woche aus dem Verkehr.

Als ich zu Hause war fiel ich gleich ins Bett. Ich fühlte mich richtig schlecht und musste an das böse, böse Vorurteil der Frauen denken, das besagt, Männer würden dauernd glauben sterben zu müssen, wenn sie mal ne Grippe haben.
Na ja. Ist kein so abwegiges Gerücht…

Ich hatte mir vom Supermarkt Zwieback und schwarzen Tee gekauft. Ich hasse Tee ohne Zucker, aber was sein muss… Ich hatte gerade meine schmerzenden Augen zugemacht, als dieser grauenhafte Baulärm hier im Haus losging! Das war wirklich abartig laut und durchdringend. Dennoch schlief ich schnell ein und wachte drei Stunden später wieder auf… toter als vorher, ehrlich!

Ich konnte mir unmöglich vorstellen, jetzt aus dem Bett zu kriechen, mich warm anziehen zu müssen um zur Apotheke zu laufen, die mittags nach dem Arztbesuch natürlich nicht offen war…
Ich soll die Tropfen und die Kapseln jeweils vor dem Essen einnehmen. Was aber mache ich, wenn ich nicht essen kann? Na schön, so ein Zwieback wird sicher nicht so schlimm sein. Aber im Bett essen werde ich den Krümelkram nicht!!

Irgendwie war das ein mehr als bescheidener Geburtsmonat. Und wenn sich der März ein bisschen anstrengt, dann wird er tausendmal besser. Wie wär’s zum Beispiel mit einem netten Bescheid aus Lübeck? Ich hoffe, ich bekomme einen kleinen Umschlag! Ein großer Umschlag würde bedeuten, dass ich meine Bewerbungsunterlagen wieder zurückbekomme, aber das will ich ja gar nicht…

OK, das reicht, viel mehr ist wirklich nicht passiert heute. Bleibt gesund!

 

Hundert und eins

„manchmal brauchen menschen eine pause.“

Mit diesem Satz begann vor genau einem Jahr und 100 Einträgen mein neues diary. Ich erinnere mich, dass es mir vor einem Jahr ähnlich ging wie heute.

Hat sich also nichts verändert?

Doch, das hat es! Mein Leben fühlt sich an, als wäre es beim Schleudergang in die Waschmaschine geraten und ich bin wirklich froh, dass ich einen großen Teil davon hier aufgeschrieben habe, ich könnte mich sonst kaum mehr an die Hälfte erinnern! Jetzt wäre wohl der richtige Zeitpunkt, so eine Pause einzulegen, aber leider geht das im Moment nicht. Es gibt noch ein paar Gräben, die ich überwinden muss, und einige davon scheinen die Ausmaße des Grand Canyon zu haben!

Bin ich deshalb deprimiert?

Nein. Besonders nicht heute. Die Sonne scheint, auch wenn es draußen kalt ist. Ich bin heute früh um halb zehn aus dem Bett gesprungen und weil mein Bambusrollo nicht heruntergelassen war konnte ich den blauen Sonntagmorgenhimmel sehen! Kein Grau, keine Wolken, kein Nebel, kein Regen – einfach nur schön! Als ich meine Brille aufsetzte fiel mir auf, dass ich dringend Fenster putzen muss…

Um viertel nach zehn war ich bei meiner Schwester angekündigt. Sie zieht aus meiner Stadt in die Stadt mit den Hochhäusern und ich sollte kurz mit anpacken, weil die Waschmaschine nicht von selbst drei Stockwerke hoch läuft. Im dritten Stock angekommen fiel mir auf, dass ich dringend wieder Sport treiben muss…

Am Nachmittag treffe ich einen lieben Freund. Wir wollen zusammen Kaffee trinken und er kann sich meine Wohnung ansehen. In den nächsten Tagen kommt mich mein Ex-Freund Nate besuchen. Darauf freue ich mich schon.

Der gestrige Abend war sehr angenehm. Wir haben zuerst etwas gegessen. Im „Amadeus“ war es tierisch voll und laut, aber das gehört bei dem Laden einfach dazu. Ich hab da schon gegessen, als ich noch zur Schule ging, und da war es dort nicht anders.
Nach dem Essen liefen wir ein paar Straßen weiter, vorbei an der „Central Bar“, vorbei am alten Lichtschauspielhaus, in dessen Eingangsbereich sich ein paar Punks tummelten, bergauf ins „Bermuda-Dreieck“ und dann ins „Bacchus“. Hier war es auch ziemlich voll, aber die Atmosphäre dort ist rustikal-entspannt. Wir nahmen zu fünft Platz an einem großen Eichenfass am Fenster. Der Barkeeper sah sehr weltmännisch aus und seine Art Cocktails zu mischen beeindruckte uns. Die Serviererin sah aus, als wäre sie mal eben aus New York ausgeliehen. Irgendwie toll! Weil alle bis auf Becky fahren mussten verzichteten alle bis auf Becky auf den Alkohol, und während wir so nur eine Seite der Getränkekarte zur Auswahl hatten, brauchte sie etwas länger, bis sie aus dem Angebot das richtige gewählt hatte. Und so plauderten wir und schlürften unsere bunten Mixgetränke.

So, hier gibt es jetzt Mittag – wobei mir in dieser Sekunde einfällt, dass ich vergessen habe das Fleisch aus dem Gefrierfach zu nehmen… *Mist*

Egal. Euch allen einen wunderschönen Sonntag!

Special thanks to my favorites
*Mars*, Adumbratim, Allure (alias Enni!), Ally, Anwyn, Azubi1, Branley, Charisma, Chilibarbie, Claudius, cläre, Cray-C, Daniel, Fischle, forever777, goldenleaf, icebear, Irmgildes, Kassenfee, Kaya, Kleene1th, kleineFee, Lav, Mischa, Mona-Lisa, Rain und Yoshi und all jene, die unerkannt mitlesen.

Cuba libre

So schnell kann sich der Plan für den Abend ändern. Gerade dachte ich noch mich würden zwei Freundinnen besuchen und jetzt treffe ich mindestens drei Freundinnen in der Stadt mit den Hochhäusern. Erst legga Pizza essen und dann Cocktails schlürfen! Das wird nett! Nicht so nett ist meine Frisur… hab grad versucht sie zurechtzumachen, aber es wollt nicht so richtig klappen… sieht jetzt ziemlich wild aus. Na auch egal.

Nachmittags hab ich meine Mum besucht. Sie hatte Kuchen gebacken und es war schön entspannt. Meine Eltern haben sich ein neues Bett gekauft und das haben wir zusammengebaut.

Eigentlich hatte ich noch lernen wollen, aber irgendwie hatte ich heute überhaupt keine Lust dazu. Macht nichts, hab gestern so viel Stoff durchgehauen, dass ich heute kein schlechtes Gewissen habe.

Also macht euch nen schönen Abend, ich werde sicher einen haben!

 

Zeit

:: Ein freier Tag

Im Moment bin ich alles andere als belastbar. Stress macht mir und meinem kleinen Herzen zu schaffen und so habe ich mir heute eine Auszeit genommen. Ich versorge mich mit Vitamin C und habe mir gleich nach dem Aufstehen einen Stundenplan für diesen Tag angelegt, damit ich wenigstens ein bisschen was auf die Reihe bekomme. Immerhin ist der Haushalt erledigt, die Wäsche gewaschen, der Abwasch getätigt und die Wollmäuse gekillt. Pünktlich um zwölf Uhr heute Mittag habe ich dann mein Lernprogramm wieder aufgenommen. Kreditgeschäft, Investment und Kontoführung standen an, aber zu letzterem bin ich nicht mehr gekommen, weil mich die vorherigen Themen so beansprucht haben. Und die Gilmore Girls. Ja. Sorry. Nicht sehr „männlich“, ich weiß, aber ich kann bei der Serie so wunderbar abschalten und zur Abwechslung an nichts anderes denken. Das ist wirklich eine Wohltat. Die Mädels sind einfach klasse.

Puh, nach so einem Coming Out fühlt man sich doch gleich besser…

Gerade eben habe ich noch meine Freundin MK angerufen und einem lieben Freund einen Brief geschrieben. Jetzt gerade höre ich wieder die johlenden Schreie vom Bolzplatz. Das wär jetzt nichts für mich, es ist saukalt draußen! Ich spiel ja auch gern mal Fußball (ehrlich!), aber nicht im Winter. Stattdessen sitz ich hier im dicken Wollpulli und meine Kopfhörer machen warme Ohren. Na ja, nicht einfach so. Ich höre schon wieder diesen verdammt traurigen Song von Simple Plan. Der lässt mich nicht los. Aber sicher hab ich ihn bald über und dann hängt er mir zu den Ohren raus. Eigentlich wollte ich ein Musikvideo davon suchen und hier platzieren, aber irgendwie ist der Server von musicvideocodes.com grad tot. Oder er mag mich einfach nicht. Kein Plan.

OK. Genug Dünnsinn für heute. Allen einen schönen Abend!

 

Höhle des Löwen

Musik: Simple Plan – untitled

:: how could this happen to me?

Ich habe heute den nächsten Schritt getan, um über meinen Ex-Engel hinweg zu kommen: Ich hab mein Profil in unserem „Kennlern-Forum“ reaktiviert. Sein Profil ist auch noch da, seit zwei Wochen unbenutzt. Immer noch ist mein altes Profil in seiner Liste – na ja, jetzt nicht mehr. Es tut immer noch ziemlich weh, da kann ich nach außen hin noch so tough wirken und da können mich noch so viele Dinge scheinbar ablenken, ich erwische mich doch immer wieder, wie ich an ihn denke. Wo er wohl steckt und was er so treibt. Wie er sich fühlt. Ich weiß, das geht mich nichts mehr an, aber jetzt, wo Wut und Hass langsam auftauen spüre ich den Verlust von neuem. Ich bin traurig und sollte vielleicht nicht so melancholische Musik hören…

 

Alternative?

So langsam dreht sich alles. Alles verändert sich so rasend schnell, da komme ich kaum noch mit. Während ich mich von gestern bis heute mit der Möglichkeit angefreundet habe, die angebotene Stelle als Filialleiter anzunehmen, zeigt sich heute wieder ein ganz anderes Bild. Ich habe mit einer Firma an der Ostküste telefoniert um in Erfahrung zu bringen, ob eine Bewerbung dort Aussicht auf Erfolg hätte oder ob ich es gleich sein lassen könne. Insgeheim hatte ich letzteres erwartet. Dann wäre die Entscheidung noch heute klar für die neue Aufgabe ausgefallen. Aber das wäre zu einfach gewesen, und deshalb ist dort in der Marzipanstadt an der anderen Küste genau die Stelle gerade ausgeschrieben, auf die ich mich bewerben möchte. Sie ist nicht so groß wie die, die ich in meiner Firma angeboten bekam, aber sie genügt mir. Die Bewerbungsfrist ist fast um, also habe ich noch heute eine Bewerbung auf den Weg geschickt. Im gleichen Atemzug hat mir meine Firma ein „Ultimatum“ bis übermorgen gesetzt. So kurzfristig kann ich mich auf keinen Fall für etwas so wichtiges entscheiden, immerhin hat man mir erst gestern diese Position angeboten. Ich denke, dass man nicht von mir erwarten kann, meine Zukunftsentscheidungen so leichtfertig wegzuwerfen, nur um die übereilte Stellenbesetzung zu unterstützen.

Jetzt entscheidet sich also tatsächlich alles. Es geht los. Im günstigsten Falle werde ich in wenigen Monaten meine Zelte hier in meiner Heimat abbrechen und…

Vielleicht sollte ich nicht so vorschnell sein. Die Chance, dass meine Bewerbung Erfolg hat, ist nicht sehr groß. Der Markt ist voll von frischen Kräften. Bleibt nur die Frage: was passiert mit mir in meiner jetzigen Firma, wenn meine Ziele platzen…?

Alles entscheidet sich. In den nächsten Tagen.

 

Karriere?

Und weiter gehen die „Schwierigkeiten“ in diesem Jahr. Nachdem mit der Trennung von meinem Ex-Engel wieder alles offen ist, was meinen zukünftigen Wohnort und Arbeitgeber angeht, hat sich heute die plötzliche Wendung ergeben: Meine Firma bietet mir sehr kurzfristig einen Posten als Filialleiter an!

Mein Chef überbrachte mir heute Mittag die Nachricht, dass meine Firma mich unbedingt auf diesem Posten sehen will. Dadurch bin ich in enormem Zugzwang. Es ist bekannt, dass ich von hier weg will, und während ich Ende letzten Jahres noch gefragt wurde, was man mir bieten soll, damit ich bleibe, wird es jetzt konkret: Friss oder stirb, nimm den Job oder mach Platz.

Na klar ist das eine Supernachricht. Ich bin sehr überrascht, habe keine Erfahrung in Mitarbeiterführung und Verantwortung für eine Filiale. Aber gerade jetzt, wo ich mein Leben wieder einmal auf die Reihe kriegen muss, kommt dieser plötzliche Druck ungelegen. Dennoch wäre ich verdammt blöd, wenn ich das Angebot ausschlagen würde. Morgen werde ich bei einer letzten Wunschfirma anrufen, um mich zu erkundigen, ob eine Bewerbung dort Sinn macht. Falls nein, nehme ich das Angebot wahr. Mann ist das aufregend. Ach ja, die Bewerbungsfrist ist letzte Woche abgelaufen, sagte mein Chef heute, ich soll mich also möglichst schnell entscheiden.

Ich habe heute Abend zwei gute Freunde eingeladen und die Fürs und Widers abgewogen. Jetzt kann’s losgehen…

 

Señor Zerwühlt

Marmeladenbrot, ein Glas O-Saft und ein Becher heiße Schokolade. So sieht es aus, mein Frühstück am Sonntagmorgen. In meiner Wohnung ist es gerade verdammt kalt. Vielleicht sollte ich das Fenster wieder schließen. Erstaunlich, dass da draußen bei so viel Nebel noch Platz für Kälte ist. Ich kann kaum bis zum Boden sehen, ziehe meinen Kopf aber auch schnell wieder herein, nehme das Buch aus dem Fensterrahmen und klappe das große Schlafzimmerfenster zu. Das Bambusrollo lasse ich nur ein Stück weit herunter und hänge die Rolloschnur an einen Nagel neben dem Fenster. Wenn ich schon mal hier bin, kann ich auch gleich mein dunkelblau bezogenes Bett machen. Unter dem Kissen ist es noch warm, als ich es aufschüttele. Ich muss ganz schön gewühlt haben in der Nacht und habe fast neun Stunden durchgeschlafen. Gestern musste ich nach meinem Urlaub zum ersten Mal wieder um sechs Uhr früh aufstehen und an die Ostküste in die Akademie fahren. Wahrscheinlich muss ich mich erst wieder daran gewöhnen.

Gestern Abend bin ich zu MK gefahren. Mit ihr und Kirsten habe ich einen entspannten Abend verbracht. Wir haben uns die Zeit mit Personenraten vertrieben. Das spielen wir in jüngster Zeit öfter. Aber nachdem ich nicht auf Tim Mälzer gekommen war, will ich das nie nie wieder spielen.

Vor ein paar Wochen hat mich MK mit einer TV-Serie „infiziert“. Sie heißt „firefly“. Science-Fiction gepaart mit Western-Elementen, ich war anfangs enorm skeptisch. Dennoch ist die Serie – die leider nach 14 Episoden abgesetzt worden war – überraschend brillant. Die Darsteller sind erstklassig gecastet, die Stories überzeugen durch Vielschichtigkeit und Spannung und die Aufnahmen sind technisch einwandfrei gelungen. Die Musik ist am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber schnell setzt sie sich als Ohrwurm beim Zuschauer fest. Wenn man hier die Vorschuss-Skepsis überwunden hat, kann man einen echten Schatz der Serienlandschaft entdecken. Na, jedenfalls ist Kirsten seit neuestem auch „infiziert“, dabei war sie für Science-Fiction bisher gar nicht zu begeistern, und so haben wir gestern noch mal einen Blick hinein geworfen.

Am Freitag war meine Freundin U. mit ihrem Freund bei mir. Sie ist endlich von ihrer Diplomarbeit zurück. Ein halbes Jahr war sie fort und es tat gut, sie zu sehen. Ich habe gekocht und wir haben viel gequatscht. Zu meinem Geburtstag haben sie mir eine neue Umhängetasche geschenkt und ein Shirt, das ich jetzt gerade trage. Wohin es sie wohl nach ihrem Diplom verschlagen wird…?

 

Ein lauer Tag

Als ich heute früh die Augen aufschlug konnte ich durch mein Bambusrollo die graue Wolkenschicht vor dem Schlafzimmerfenster sehen. Etwas zerknirscht drehte ich mich in die andere Richtung, denn ich habe immer noch Urlaub. Gestern Abend waren zwei liebe Freundinnen bei mir. Ich habe ein aufwendiges Abendessen und meine inzwischen berühmte Nachspeise zubereitet. Es war ein lustiger und gemütlicher Abend und sogar Alex rief noch aus Berlin an.

Heute wollte sich die graue Wolkendecke überhaupt nicht verziehen. Irgendwann verließ ich das Bett um meine Gedanken etwas bewusster zu steuern. Nur in Shorts bekleidet wankte ich in die Küche. Um Himmels Willen! Hier sah es aus, als hätte ich gekocht!! Ich machte drei Schritte rückwärts und bog dann doch lieber erst einmal ab, schaltete den PC ein und rief die neuesten Emails ab. Erst dann wagte ich es, das Chaos in der Küche anzupacken. Alles erst einmal sortiert, dann heißes Wasser ins Spülbecken und Teil für Teil abgespült. Jetzt ist längst alles wieder sauber. Drei Anrufe hatte ich heute. Zunächst meine Mum. Ich habe ihren Wohnwagen bei ebay verkauft. Dann eine Freundin, sie hat das mit mir und G. mitbekommen. Und dann noch ein Freund aus dem selben Grund. Morgen wollen wir uns treffen, denn auch meine liebe Freundin U. ist wieder im Lande und hat ihre Diplomarbeit endlich beendet.

Ansonsten hatte mein Tag nicht viel Inhalt. Leider. Ich hätte lernen sollen, aber stattdessen habe ich gefaulenzt. Die letzten Tage haben mich eine Menge Kraft gekostet, dummerweise spürt das auch mein Herz, es hat heute wieder zu stolpern begonnen. Na, wird schon nicht so schlimm werden.

Inzwischen ist es draußen wieder dunkel, der Bolzplatz hinter den Bäumen wird wie jeden Abend von Flutlichtern ausgeleuchtet und gerade eben habe ich dann doch mal die Post aus dem Briefkasten geholt. Unsere Videothek zieht um und hat daher Aktionsangebote. Jetzt wird noch ein wenig gechattet und später gibt es ein heißes Bad.

Euch wünsche ich noch einen wunderschönen Abend!

 

Licht an!

Guten Morgen! Ein weiteres Kapitel meines Lebens ist geschlossen, aber dieses Tagebuch werde ich fortsetzen. Ich bin nach wie vor sehr traurig, und je mehr die Wut verraucht, desto mehr schimmert die Traurigkeit wieder durch. Aber damit muss ich klarkommen und ich muss nach vorn blicken. Es tut mir weh, dass ich ihm nicht helfen konnte zu erkennen wer er ist, und er tut mir schrecklich leid. Er stand so kurz vorm Ziel und hat dann eine volle Wendung gemacht, um jetzt in die falsche Richtung zu rennen. Er hat mich aufgeknüpft, hängen gelassen und mich dann eiskalt abserviert. Sorry, aber ich bin ein Mensch mit Gefühlen und mit Stolz, und diese Behandlung habe ich wirklich nicht verdient.

Und so beginnt sie, meine neue Reise, meine neue Suche, die Bewältigung meiner neuen Katastrophe. Danke an meine wirklichen Freunde, dass ihr für mich da seid!