Über das Wetter kann man ja immer meckern. Das geht auch in diesem Blog ganz gut. Dabei komme ich persönlich mit fast jedem Wetter gut zurecht, ob es nun schneit, regnet, stürmt oder die Sonne scheint. Aber wie bei vielen Dingen kommt es auf die Dosierung an.

Ungefähr zeitgleich mit der Verbreitung der Virus-Pandemie vor rund zwei Monaten hörte es auf, zu regnen. Den ganzen April hindurch muss ich alle zwei Tage mit dem Gartenschlauch die frisch gepflanzte Hecke und die beiden Staudenbeete wässen, damit die Pflanzen nicht verenden.

Um uns herum sind die Bäume und Sträucherin Wartestellung. Die ersten bringen jetzt ihre Blätter hervor, weil sie nicht länger warten können – und müssen trotzdem auf Wasser warten. Zum Glück für uns hat es am Jahresanfang so viel geregnet, dass der Grundwasserspiegel gut gefüllt wurde. Wie lange das reichen wird, hängt davon ab, wann endlich neuer Regen fällt.

Masken, Trockenheit, Lockerungen

Mein Freund und ich sind, was in meiner Kindheit als „Stubenhocker“ bezeichnet wurde – wir sind also gern zu Hause. Seit ein paar Wochen kommt uns das zugute. Während viele Menschen schon kurz nach Inkrafttreten der Einschränkungen des öffentlichen Lebens unruhig und ungeduldig wurden, nicht stillsitzen und die Regeln nicht annehmen konnten, macht uns die „Isolation“ nichts aus.

So richtig isoliert sind wir ja auch gar nicht. Wir haben Telefon, Internet, Radio und Fernsehen, wir dürfen das Haus verlassen, Lebensmittel einkaufen gehen und alles Mögliche online bestellen. Isolation – seien wir mal ehrlich – sieht ganz anders aus.

Seit Montag nun gewinnen dennoch die Unruhigen und Ungeduldigen die Oberhand, Geschäfte bis 800 Quadratmeter Ladenfläche dürfen wieder öffnen. Aber weil die meisten Menschen offensichtlich erkennen, dass das zu früh und noch zu gefährlich ist, geht kaum jemand hin. Gerade noch freuen wir uns, dass die Einschränkungen zu funktionieren scheinen, werden sie auch schon wieder aufgehoben. Gleichzeitig entsteht egoistischer Neid der Geschäfte, die mehr Ladenfläche haben und nicht verstehen, warum sie nicht öffnen dürfen. Weil solchen Leuten der Wohlstand abhanden zu kommen droht, scheint die Gefahr verdängt zu werden, die von dem Virus ausgeht. Wir erinnern uns an schreckliche Bilder aus Italien, wo Ärzte entscheiden mussten, für welche Patienten noch genug Behandlungskapazität vorhanden war, und welche man ohne Behandlung sterben lassen musste. Wie im Krieg. Ähnliche Szenen in Spanien. Und auf der anderen Seite des Globus, in New York, stehen ganze Kolonnen von Leichenkühlwagen, weil die Anzahl der Toten die Krematorien und Bestatter längst überrollen. Und Ober-Wohlständler Trump drängt schon seit Wochen zu Lockerungen, notfalls würde er sogar das Parlament ausschalten. So wie Trump denken leider viele, die ihren Wohlstand zu kurzsichtig aufgebaut haben und jetzt in Panik geraten – auf Kosten anderer.

Szenen wie in Italien oder New York blieben uns in Deutschland bisher erspart. Dafür erntet die Kanzlerin vor allem im Ausland Bewunderung, die sich nach einer Führung sehnen, die zuerst den Schutz der Bevölkerung im Fokus hat, und dann den Wohlstand. Und wo ich vorhin schon das Wort „Krieg“ benutzt habe: Die EU hat gerade ein gigantisches Finanzpaket von über einer halben Billion Euro beschlossen, um Europa und seine Wirtschaft nach der Pandemie wieder aufzubauen.

Soviel wollte ich dazu gar nicht schreiben. Ich wollte nur kurz notieren, dass ich mir eine Nähmaschine gekauft habe. Der Bedarf an Gesichtsmasken war dabei nur der letzte Tropfen, ich hab mir auch früher schon ein Gerät geliehen, wenn es etwas zu nähen gab. Die Nähmaschine soll nächste Woche geliefert werden. Schwieriger ist es hingegen mit Stoffen, Vliesen und Gummibändern, da ist alles schon weggekauft.

 

#WirBleibenZuhause
#FightEveryCrisis

Sturmfrei

Die Tage des Sturms liegen vorläufig hinter uns. Und ehrlich gesagt reicht es jetzt auch damit, dass uns der Winter – wenn auch im Frühlingsgewand – um die Ohren fliegt. Geblieben ist das Hochwasser, das sich nur widerwillig auf seinen unvermeidlichen Weg in Richtung Ostsee macht. „Sturmfrei“ weiterlesen

17.02.2018, 22:47 Uhr

Hallo.

Ein paar Wochen sind vergangen, die allesamt nicht so richtig einfach waren. Erst jetzt kehrt wieder Energie zurück, die ich in diesem Jahr bisher für andere Dinge brauchte. Im Januar hatte ich viel Arbeit – wie in jedem Jahr. Das ist immer sehr anstrengend, aber nicht überraschend. Mein Geburtstag Anfang Februar leidet jedenfalls immer darunter, weshalb ich ihn zu feiern regelmäßig vermeide.

Dieser Januar war allerdings ungleich schwieriger, weil wir ein Familienmitglied verloren haben. Dass uns das bevorstand, wussten wir alle. Aber wirklich viel leichter macht das den Abschied für die Familie dann trotzdem nicht.

In diesem Jahr habe ich zum ersten Mal ein Leseziel – und hinke prompt hinterher. Dank eines sehr kurzen Buches, das ich heute zu lesen beendete, konnte ich immerhin ein bisschen aufholen, liege aber noch immer fünf Prozent zurück. Von den Rezensionen ganz zu schweigen. Inzwischen sind drei fällig, die ich kurzfristig nachholen sollte, wo ich doch so vergesslich bin …

Jaja, 2017

Da geht es hin, das Jahr 2017. Ich habe ein bisschen Zeit übrig und finde, ich sollte mal wieder einen meiner früher regelmäßigen Jahresrückblicke schreiben – erst recht, weil ich in diesem Jahr doch wieder wenig zu Papier gebracht habe.

Und so beginne ich entgegen der Tradition mal mit dem Dezember. „Jaja, 2017“ weiterlesen

Meine Perle

Unser letzter Besuch in Hamburg ist zwar nicht so lange her, aber nur der Stadt wegen waren wir schon länger nicht mehr dort. Bei der Landwehr-Station mussten wir diesmal einen Parkplatz an der Hauptstraße nehmen, weil alles andere voll war. Auf dem Weg zur Bahnstation löste ich schnell ein Online-Ticket über die App und dann fuhren wir mit der S-Bahn bis zum Jungfernstieg. In der Europapassage soll demnächst ein Kerzenladen eröffnen und mein Freund wollte nachsehen, ob man heute schon reinkann. „Meine Perle“ weiterlesen

Was für ein Sommer

Es ist Samstagmittag. Draußen hat es sich eingeregnet, senkrecht und ausdauernd. Die vielen Autos, die über die nassen Straßen fahren, machen zischende Geräusche. Wasser spritzt aus Pfützen bis über kaum frequentierte Rad- und Gehwege. Nur gelegentlich wagt sich eine Krähe aus dem schützenden Blätterdach des Parks gegenüber, um unter dem bleigrauen Himmel schwermütig eine Runde zu drehen. „Was für ein Sommer“ weiterlesen