Zwei an einem Tag

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: David Nicholls
  • Land: Schottland
  • Verlag: Kein&Aber
  • Seiten: 541
  • Erzählform: Er-Form
  • erschienen: 2009
  • ISBN: 9783036955421
  • gelesen: 31.01.2010 – 22.02.2010
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: 4 von 5
  • Ausdruck: 4 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 4,7 von 5

 

Emma und Dexter begegnen sich in den Achtzigern des 20. Jahrhunderts. Sie verbringen eine Nacht miteinander und gehen am nächsten Tag wieder ihrer Wege. Die erste Begegnung lässt die beiden jedoch nie mehr los. Die Chemie stimmte wie der sprichwörtliche Topf auf dem Deckel. Aber eine feste Bindung mit Anfang 20? Dafür ist Emma zu wenig selbstbewusst und Dexter einfach zu sehr von sich überzeugt. Und trotzdem kreuzen sich die Wege der beiden immer wieder. Es ist, als würden die beiden Leben seit jener Nacht immer ganz nah beieinander pendeln und sich hin und wieder treffen.

‚Zwei an einem Tag‘ schildert, wie sich Emmas und Dexters Leben von einem zum nächsten Berührungspunkt entwickeln. Mal ist Emma obenauf und Dexter ganz unten, und beim nächsten Mal schwimmt Dexter auf dem Erfolg, während Emmas Leben auf Talfahrt ist. Je nach Verfassung denken sie auf die eine oder andere Weise an den anderen, sehnen sich nacheinander oder stellen einander den aktuellen Lebensabschnittsgefährten vor.

Der lesenswerte Roman überrascht mit einem unerwarteten Ende, nachdem die Geschichte um die beiden Protagonisten mal mehr und mal weniger kurvenreich voranschreitet. Der Leser erhält einen angemessenen Einblick in die Gedankenwelt der beiden, so dass die Entscheidungen vom einzelnen Standpunkt aus nachvollziehbar sind, in der Kombination der beiden Personen aber des Öfteren auf lustige Weise völlig daneben sind.

Die Sprache ist präzise und gut verständlich, die Struktur zumeist chronologisch – das bietet sich an, weil ja die beiden Personen und deren Verknüpfung in verschiedenen Stadien ihres Lebens dargestellt werden. Der Stil orientiert sich an der Verfassung der Figuren und schlägt sich gelungen in der Erzählweise nieder.

 

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