Wintereis

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: Peter van Gestel
  • Land: Niederlande
  • Verlag: Gulliver
  • Seiten: 334
  • Erzählform: Er-Form
  • erschienen: 2001
  • ISBN: 9783407741639
  • gelesen: 19.01.2010 – 31.01.2010
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 4 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Gesamtwertung: 4,4 von 5

Originaltitel: Winterijs
Aus dem Niederländischen von Mirjam Pressler
Originalverlag: Uitgeverij De Fontein, Baarn

 

Amsterdam im Winter 1947. Nachkriegszeit, das ist die Zeit zwischen dem Kriegsende und dem Wiederaufbau. ‚Wintereis‘ ist eine Geschichte voll diffuser Personen mit diffusen Gedanken in einer fragilen Welt, die sich erst noch definieren muss. Drei dieser Personen sind die ungleichen Kinder Thomas, Piet und Bet. Sie haben den Krieg überlebt, und weil sie noch so jung sind, verschwimmen die Erinnerungen daran in nebligen Fetzen, sich überlagernden Bildern und tausend Fragen. Peter van Gestel beschreibt die Empfindungen der Protagonisten auf eine zurückhaltende Weise sehr intensiv. Vieles bleibt unausgesprochen, zwischen den Zeilen untergetaucht, und schimmert unter Masken aus Tapferkeit, anhaltendem Durchhaltewillen und einer gewissen Orientierungslosigkeit hervor.

‚Wintereis‘ lässt auch mich nach dem Lesen ein wenig orientierungslos zurück. Die eigentlich tief traurige Geschichte erhält einen schemenhaften Anstrich aus den Erzählungen von Verlust und Aufbruch. Ein durchaus lesenswertes Buch für kalte, graue Wintertage.

 

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