Wie im Film

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: Hanna Julian
  • Land: Deutschland
  • Verlag: dead soft
  • Seiten: 147
  • Erzählform: Er-Form
  • erschienen: 2010
  • ISBN: 9783934442597
  • gelesen: 17.11.2010 – 19.11.2010
  • Gestaltung: 4 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 3 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Gesamtwertung: 4,4 von 5

Einen unerwarteten Eindruck hat dieses Buch auf mir hinterlassen. Erwartet habe ich eine leichte Liebesgeschichte, ein wenig Hoffnung auf feelgood. Mehr eigentlich nicht. Feelgood gibt das Buch jede Menge her. Es geht um die beiden Kölner Daniel und Eric, die sich vor einem Pornocasting kennen lernen und sich vom Fleck weg mehr als sympatisch sind. Zum Glück ist der Plot mit dem Pornocasting nur der Anstoß und auch ganz schnell wieder aus dem Rennen, ohne, dass selbiges überhaupt stattgefunden hat. Daniel ist selbstsicher, dunkelhaarig, natürlich megaattraktiv und arbeitet als Aushilfe in einer Gärtnerei. Er hofft auf eine Festanstellung, um seine finanzielle Situation aufzubessern. Eric ist schüchtern, sieht aus wie ein blonder Engel und trägt ein belastendes Geheimnis mit sich herum. Auf 147 Seiten erzählt die Autorin, wie die Zuneigung der beiden geradezu kaskadenförmig explodiert und mit jeder Buchseite eine neue Stufe zu erreichen scheint. Alles zuckersüß und klebrig, geschmückt mit einer Unmenge an Frühlingsgefühlen und ungefähr der gleichen Menge Sex. Überhaupt vergehen kaum zwei Seiten, auf denen die beiden nicht gerade übereinander herfallen, mal wild, mal ganz zart, was übrigens auch sehr, sehr detailreich dargestellt wird!

Die richtige Beziehung der beiden, abseits von Wolke sieben und rosaroter Brille, beginnt eigentlich erst ganz am Ende des Buches, das ich dann mit einem bedauernden Seufzer zuklappen musste. Irgendwie hätte ich schon gern erfahren, wie sich die beiden genauer kennen lernen, ob das mit Daniels Job wirklich klappt und wie sie mit Erics schwieriger Vergangenheit und Daniels schwieriger Familie umgehen. Das Ende war mir sodann auch zu knapp und es fühlte sich an, als würde der Vorhang fallen, während dahinter die Geschichte noch weitergeht.

 

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