Noahs Kuss und plötzlich ist alles anders

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: David Levithan
  • Land: USA
  • Verlag: cbj / cbt
  • Seiten: 288
  • Erzählform: Ich-Form
  • erschienen: Originalausgabe: 2003
  • vorliegende deutsche Ausgabe: 2011
  • ISBN: 9783641039974
  • gelesen: 2011 (03.07. – 06.07.)
  • Einbandgestaltung: 4 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Gesamtwertung: 4,9 von 5

Originaltitel: Boy meets boy
Originalverlag: Alfred A. Knopf, New York
Aus dem Amerikanischen von Bernadette Ott

Auch empfehlenswert: Will & Will

 

Der kurze Roman von David Levithan entstand aus einer Valentinsgeschichte und handelt von Freundschaft, Liebe, Vertrauen und Leben. Protagonist und Ich-Erzähler ist Paul, ein Highschool-Schüler, der sich Hals über Kopf in Noah verliebt. Noah ist neu in der Stadt und in Paul verliebt. So weit, so gut.

Die Geschichte hat eine sehr harmonische Grundstimmung. Dass Paul und Noah schwul sind, ist dort, wo sie leben, völlig unspektakulär. Weder an der Schule noch zu Hause oder sonstwo müssen sie sich deshalb erklären. Der geneigte Leser kann sich also ganz auf die Romantik der Geschichte konzentrieren, ebenso wie die Figuren, die sich um die richtigen Dinge sorgen dürfen, wie das erste Date oder den Schulball.

Es kommt selten vor, aber mir gefällt bei diesem Buch der deutsche Titel tausendmal besser als das Original (‚Boy meets boy‘). Der Stil hat mir sehr gut gefallen, der Ausdruck ist sprachlich ansprechend, Schreibfehler sind mir nicht aufgefallen. Es geht in dieser Geschichte nicht um Sex, mehr als ein inniger Kuss wird nicht beschrieben und alles andere wird nicht einmal angedeutet. Damit ist es als Jugendbuch auf jeden Fall geeignet.

Es mangelt dennoch nicht an Exzentrik. Drag Queen Darlene zum Beispiel hieß früher Daryl und ist jetzt gleichzeitig Cheerleader und Quarterback. Die Geschichte ist sehr humorvoll und nimmt sich an den meisten Stellen auch nicht zu ernst. Die Gefühle wie Freundschaft, Liebe, Wut oder auch Verzweiflung kommen aber glaubhaft rüber.

Ein Glückstreffer also, den man Dank seiner nur 288 Seiten ruhig öfter lesen kann.

 

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