BUCH: NO WAY

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Gut zu wissen:

Punkteverteilung:

   
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: ohne Wertung
  • Ausdruck: 4 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 4,8 von 5

Worum geht’s?

Pierre ist dank eines Stipendiums an einer Premiumschule, zusammen mit den verwöhnten Bonzenkindern. Er ist zynisch, meistens schlecht gelaunt und geht einer guten Prügelei genauso wenig aus dem Weg wie einer flüchtigen Bettgeschichte. Dabei ist es ihm völlig egal, ob er der Flamme eines Bandmitglieds unter den Rock geht oder die Freundin eines Fußballers beleidigt. Pierre nimmt es auch mal mit drei Schlägertypen gleichzeitig auf. Nur mit Boris hat er nicht gerechnet und verliert die Prügelei haushoch. Er schwört Rache – wenn schon nicht mit Fäusten, will er Boris auf andere Art fertigmachen! Blöd nur, dass ausgerechnet er auserkoren wird, Boris Nachhilfe zu geben. Er lernt die Familie des Muskelpakets kennen. Boris Vater ist ein Firmenmagnat und setzt alles daran, dass seine Söhne Fußballprofis werden. Zu Hause geht es geradezu militärisch zu. Ganz anders als bei Pierre, dessen Mutter in einer Kneipe gerade genug Geld erarbeitet, um die miese Absteige zu bezahlen, in der Pierre mit ihr wohnt. Aber ihre Sauferei macht immer wieder Probleme und eines Tages ist sie einfach verschwunden. Pierre muss sehen, wie er zurecht kommt.

Die beiden Jungs können sich nicht ausstehen, bis sie sich näher kennenlernen und feststellen, dass beide Leben – obwohl grundlegend verschieden – kein Zuckerschlecken sind. Natürlich fangen sie irgendwann an, sich zu verlieben. Pierre weigert sich zwar zunächst, das zu akzeptieren und Boris würde von seiner Familie verstoßen oder schlimmeres! Aber natürlich sind Herz und Hose der Jungs stärker. Sie geraten beide in arge Schwierigkeiten, und da kommen sie nur gemeinsam wieder heraus.

Und wie war’s?

Ein Buch zum drin Wohlfühlen, mit Charakteren, die einem zu Herzen gehen. Boris Hintergrundgeschichte ist tragisch und sorgt im späteren Verlauf der Geschichte noch für Wut und Tränen beim Leser! Pierre ist ein interessanter Charakter, der seine Rolle im Leben sucht. Erst die aufkeimende Liebe zu Boris gibt ihm eine Richtung, ein Verantwortungsgefühl und einen Sinn. Er blüht förmlich auf, als er die Gefühle erst einmal zulässt. Das ist schön mit anzusehen. Sein Talent, Ärger heraufzubeschwören, macht ihn eckig und greifbar. Er gibt sich so viel Mühe, unnahbar zu sein, dass man ihn einfach mögen muss. Paradox.

‚No Way‘ ist das bislang unexpliziteste Buch, das ich von Regina Mars gelesen habe (es ist ihr erster!). Erotik- bzw. Sexszenen kommen also fast gar nicht vor. Vermisst habe ich das hier nicht, denn die Geschichte hat mich auch so gut unterhalten und auf jeden Fall berührt. Ich mag die Figuren und wie sich ihre Leben verändern.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*