Momo

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: Michael Ende
  • Land: Italien
  • Verlag: Thienemann
  • Seiten: 297
  • Erzählform: Er-Form
  • erschienen: 1973
  • ISBN: 9783522177504
  • gelesen: 08.08.2010 – 18.08.2010
  • Einbandgestaltung: 4 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Lesevergnügen: 5,0 von 5
  • Gesamtwertung: 5 von 5

Momo ist ein kleines Waisenmädchen, das im alten Amphitheater wohnt. Die ärmeren Leute der Stadt geben ihr zu essen und leisten ihr Gesellschaft. Momo ist eine ganz besondere Zuhörerin, und es dauert nicht lange, bis ihr das viele Freunde einbringt. Kinder spielen im Amphitheater, fern von Elektronik und Fernsehprogramm, einfach mit ihrer Phantasie. Das Waisenmädchen hat einen inspirierenden und gleichzeitig beruhigenden Einfluss auf die Menschen, die zu ihr kommen.

Als eines Tages die Menschen immer weniger und weniger Zeit haben, macht Momo eine schreckliche Entdeckung: Seltsame graue Männer stehlen den Menschen die Zeit, verbreiten schlechte Laune und eisige Kälte. Ohne es zu merken besteht das Leben der Erwachsenen nur noch aus Arbeit und Stress. Zeit für die Kinder haben sie keine mehr. Und weil die Kinder die grauen Herren sehen können, fühlen diese sich bedroht und sorgen dafür, dass die Erwachsenen ihre Kinder in Depots stecken. Dort sollen die Kinder lernen, nützliche Mitglieder der Gesellschaft zu werden. Ab sofort haben auch die Kinder keine Zeit mehr. Nur Momo ist noch übrig und muss den grauen Herren das Handwerk legen, die dem Mädchen nun nach Leib und Leben trachten…

Michael Ende hat seiner Feder nach der Unendlichen Geschichte ein weiteres Meisterwerk entlockt. Diesmal nimmt er die Erwachsenen aufs Korn, die Erwachsenen, die nie Zeit haben, die ständig arbeiten müssen, deshalb dauernd schlecht gelaunt sind und ihre Kinder vernachlässigen. Erwachsene, die sich bereitwillig und ohne Widerstand auch noch die letzte Zeit stehlen lassen und den Sinn verlieren für das, was wirklich wichtig ist. Paradox ist, dass sie eigentlich genau wissen, was vor sich geht und warum sie immer weniger Zeit haben. Aber wenn sie etwas daran ändern, gefährden sie ihren Wohlstand, an den sie sich doch so gewöhnt haben. Das ist die Botschaft, die Ende in seiner sehr phantasievollen Geschichte verarbeitet. Seine Figuren sind dabei sehr lebendig und machen das Kinderbuch zu einem Vergnügen für kleine und große Bücherwürmer.

 

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