BUCH: LOCKWOOD & CO. – DIE SEUFZENDE WENDELTREPPE

 

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages
Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe von Jonathan Stroud ~~~ Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: Jonathan Stroud
  • Land: England
  • Verlag: cbj (Random House)
  • Seiten: 428
  • Erzählform: Ich-Form
  • erschienen: 2013
  • ISBN:  9783570156179
  • gelesen: 2016 (17.02. – 20.02.)
  • Einbandgestaltung: 4 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Gesamtwertung: 4,9 von 5

Titel der Originalausgabe: Lockwood & Co. – The Screaming Staircase
Erschienen bei Doubleday
Aus dem Englischen von Katharina Orgaß und Gerald Jung

Mehr Infos zu Lockwood & Co. gibt’s beim Verlag.

 

Die LOCKWOOD & CO.-Reihe:

    1. Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe
    2. Lockwood & Co. – Der Wispernde Schädel
    3. Lockwood & Co. – Die Raunende Maske
    4. Lockwood & Co. – Das Flammende Phantom
    5. Lockwood & Co. – Das Grauenvolle Grab

 

Worum geht’s?

Anthony Lockwood ist noch keine zwanzig Jahre alt, und schon ist er der Chef einer kleinen Agentur von Geisterjägern in London irgendwann in der heutigen Zeit. Seine Mitarbeiter George und Lucy sind sogar noch jünger als er. Das ist nicht ganz ungewöhnlich, denn die Fähigkeit, übernatürliche Phänomene wie Geister wahrzunehmen, verlieren die Menschen, wenn sie erwachsen werden. Sie stehen den Agenturen dann höchstens noch als Berater zur Seite. Von diesen Agenturen gibt es in London einige, denn seit über fünfzig Jahren schon werden die Briten von einer Geisterplage heimgesucht. Sie nennen sie „das Problem“.

Wir steigen in die Geschichte ein, als sich Lucy bei Lockwood & Co. um eine Anstellung bewirbt. Wir bekommen es mit rachsüchtigen Geistern zu tun, mit ungeklärten Mordfällen und einem unfreundlichen Inspektor.

Und wie war’s?

Grandios. Man darf nicht vergessen, dass wir es hier mit einem Jugendbuch zu tun haben, allzu ernsthaft geht es also wirklich nicht zu. Tatsächlich ist die Geschichte mit viel Humor geschrieben, was sich insbesondere in der Chemie der drei Protagonisten widerspiegelt. Sie sind auf so krasse Weise verschieden, dass einen die meisten ihrer Dialoge zum Lachen bringen können. Aber die Geschichte ist nicht nur klamaukig. Sie ist an manchen Stellen recht unheimlich, manchmal auch eklig.

Dieses Zusammenspiel hat mich auch am meisten fasziniert. Obwohl wir noch sehr wenig über die Figuren erfahren, wachsen sie einem schon ans Herz. Ich werde gleich morgen in die Buchhandlung gehen, und Band 2 kaufen. Wenn man es unbedingt mit etwas vergleichen möchte, würde mir am ehesten eine Mischung aus Harry Potter und Spook einfallen.

Ein paar Details zur Punkteverteilung: Die Einbandgestaltung hat von mir vier Punkte erhalten. Auf den ersten Blick wirkt die Abbildung eines alten Vorhängeschlosses mit gekreuzten Degen einfallslos. Es könnte das Logo der Agentur sein, aber das wird – zumindest in Band 1 – nicht erwähnt. Wir sehen wabernden Geisternebel und die Ränder sehen gefroren aus. Die Aufmachung ist in Ordnung. Der goldene Schriftzug ist erhaben. Jedes Kapitel ziert eine passende ovale Zeichnung. Die Schrift ist nicht gerade klein (im Schnitt acht bis zehn Wörter pro Zeile, 30 Zeilen pro Seite). Das Hardcover hat einen Papiereinband mit besagtem Motiv, das Buch selbst ist schlicht dunkelblau, lediglich den Rücken zieren Titel und Autor in goldener Schrift. Das Buch macht sich also mit und ohne Umschlag gut im Bücherregal.

Ein einziger Schreibfehler ist mir auf der 221. Seite aufgefallen. Nichts, was der Höchstnote irgendwie gefährlich werden könnte.

Der Ausdruck ist blumig. Lockwood selbst ist ein junger englischer Gentleman, der sich stets gewählt ausdrückt und meistens die Ruhe selbst ist. George hingegen ist ein pummelig-grummeliger Zeitgenosse, dessen Lieblingswort „Nö“ ist. Lucy als Ich-Erzählerin ist impulsiv und sensibel. Schimpfwörter fallen nicht (na gut, die Gruppe wird mal als „Idioten“ bezeichnet). Man kann als Leser jedenfalls sehr gut folgen.

Einen Malus hat die Struktur erlitten. Das liegt gar nicht daran, dass der eigentliche Anfang erst nach zwei oder drei Kapiteln folgt. Vielmehr hat es mich gestört, dass ich mir die Figuren zu Beginn nicht vorstellen konnte. Ich hatte keine Ahnung, dass Mr. Lockwood selbst noch ein Jugendlicher ist. Seine Sprache und seine Art zusammen mit seiner Position in der Agentur führten mich zunächst auf eine falsche Fährte und es dauerte eine Weile, bis ich dieses Bild wieder loswurde.

Nichtsdestoweniger hat mich die Geschichte sehr gut unterhalten und zum zügigen Durchlesen des Buches angespornt.

Wer Lust auf eine kurzweilige, lustige, schnell zu lesende und ab und zu gruselige Geschichte hat, dem kann ich Lockwood & Co. sehr empfehlen.

 

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