Buch: Jonah

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Autorin.
Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Autorin.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: ohne Wertung
  • Ausdruck: 4 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamturteil: 4,6 von 5

Emily verbringt ihre Ferien Jahr für Jahr auf dem Land in einem schönen, alten Haus. Es gehört ihrer Großmutter. Als Stadtmensch schätzt sie die Ruhe und Abgeschiedenheit, den Garten und die umliegenden Weiden. Aber in diesem Jahr ist einiges anders. Schon bei ihrer Ankunft sieht sie sich einem Jungen in ihrem Alter gegenüber, der das Potenzial hat, ihr den Lesesommer mächtig zu ruinieren. Sein Name ist Jonah. Er ist unglaublich gutaussehend, hat ein wildes Temperament und übt mit seiner frechen Art eine starke Faszination auf Emily aus. Er wohnt im Haus seiner Großeltern, gleich nebenan. Doch als Emily ihre Großmutter nach dem Jungen fragt, erfährt sie, dass Jonah vor einem Jahr von zu Hause fortgelaufen ist und nie wieder gesehen wurde. Ihre Neugier ist geweckt und sie versucht, alles über Jonahs Leben und sein angebliches Verschwinden herauszufinden. Ihre einzigen Anhaltspunkte sind eine ausschweifende Party und ein gestohlener Blumenstrauß…

‚Jonah‘ ist der erste Roman, den ich von Laura Newman gelesen habe. Die Autorin betreibt unter anderem einen YouTube-Kanal, den sich mein Freund regelmäßig ansieht. So stieß ich auf den wohlklingenden Roman mit dem schlichten und zugleich ansprechenden Cover. Worum es sich bei der Geschichte handelte, wusste ich nicht.

Wie man an der Bewertung mit 4,6 Punkten ablesen kann, hat mir das Buch sehr gefallen. Die Geschichte ist sehr unterhaltsam. Die zeitgemäße, einfache Sprache fördert die Lesegeschwindigkeit. Auch wird der Leser nicht mit übermäßig vielen Namen und Schauplätzen konfrontiert. So fühlte ich mich in der Geschichte schnell wohl. Da mir klar war (oder ich zumindest gehofft hatte), dass sich ‚Jonah‘ nicht einfach um den Sommer eines Mädchens im Liegestuhl drehen würde, empfand ich es als sehr angenehm, dass der Titelheld recht zeitig auftauchte. Ich stellte ihn mir wie eine Mischung aus Ryan Phillippe und Hayden Christensen vor, während ich bei Emily – obwohl sie als blond beschrieben wird – stets das Bild der Autorin selbst vor Augen hatte. Da Emily gleichzeitig die Erzählerin der Geschichte ist, sind wir an ihren Gedanken und Emotionen direkt beteiligt. Das ist günstig, denn weil sie sich auf Entdeckungsreise in Jonahs Vergangenheit macht, ist der Leser bei allen Ermittlungserfolgen und -sackgassen sozusagen live dabei. Fürchtet sich Emily, fürchtet sich der Leser. Schmachtet sie Jonah an – schmachte ich Jonah an. :-))

‚Jonah‘ ist eine rundum gelungene Geschichte. Viele Geschichten enden nach dem Showdown abrupt, werden auf wenigen Seiten niedergeknüppelt. Das passiert Laura Newman nicht. Sie schafft es, den Leser behutsam aus der Geschichte aufsteigen zu lassen. Hier hatte ich mal nicht das Gefühl, die eigentliche Geschichte ginge hinter dem Buchdeckel noch weiter.

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