In einem Leben wie diesem

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Originaltitel: Schaduwleven
  • Autor: Aline Sax (web)
  • Aus dem Niederländischen von Stefan Häring und Verena Kiefer
  • Land: Belgien / USA
  • Verlag: Arena Verlag GmbH
  • Originalverlag: Clavis Uitgeverij, Amsterdam
  • Seiten: 310
  • Erzählform: Er-Form
  • erschienen: 2007
  • ISBN: 9783401501451
  • gelesen: 2009
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Gesamtwertung: 4,9 von 5

Band 1: Eine Welt dazwischen
Band 2: In einem Leben wie diesem

 

‚In einem Leben wie diesem‘ ist die Fortsetzung zum Roman ‚Eine Welt dazwischen‘ von der jungen belgischen Autorin Aline Sax. Nachdem ich schon den ersten Roman von ihr verschlungen habe, habe ich diesen hier geradezu eingeatmet!

Mit dem vorliegenden Roman holt Aline Sax den Leser dort ab, wo sie ihn am Ende von Band 1 zurückgelassen hat, auch wenn seitdem zwei Jahre vergangen sind. Adrian ist fest in Jacks Freundeskreis integriert, verliebt wie am Anfang. Einer seiner Freunde ‚gewinnt‘ aus einer Erbschaft die Bar, in der Adrian arbeitet und die Freunde planen, gemeinsam ein blühendes Geschäft daraus zu machen. Es soll eine Bar für schwules Publikum werden, und weil Homosexualität Anfang des letzten Jahrhunderts noch lange streng verboten war, musste das Etablissement bei der Zielgruppe bekannt werden, vor allen anderen jedoch geheim bleiben.

Doch die Freunde können das Geld, das sie sich für den Aufbau der Bar aus zweifelhafter Quelle geliehen hatten, nicht pünktlich zurückzahlen und der große Traum erhält blutige Risse …

Während die Stimmung in Band 1 noch stetig besser und süßer wird, so wird sie in Band 2 von Seite zu Seite düsterer und bitterer. Und ich wünsche mir einen Band 3, in dem sich alles zum Guten wendet. Die romantische und einfühlsam geschilderte Liebesgeschichte zwischen Adrian und Jack zieht sich wie ein roter Faden durch das Buch, der gegen Ende mit jeder neuen Katastrophe rissiger und dünner wird.

Die Autorin schildert genau, wie die Figuren nach und nach gezwungen sind, eine moralische und gesetzliche Grenze nach der anderen auszuloten und zu übertreten. Und mit jeder Grenze wächst die Bereitschaft, eine weitere, gefährlichere hinter sich zu lassen. Faszinierend dabei ist, dass der Leser alles nachvollziehen kann. Man erkennt, dass die Figuren im Grunde gar nicht anders handeln können.

Am Ende beider Romane war ich tief betroffen. ‚In einem Leben wie diesem‘ reißt den Leser in einer Spirale nach unten und lässt ihn am Ende hart auf dem dreckigen, eiskalten New Yorker Boden aufschlagen. Eine spannende Reise, für die man sich warm anziehen sollte…

 

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