Firmin – Ein Rattenleben

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: Sam Savage
  • Land: USA
  • Verlag: List
  • Originalverlag: Coffee House Press, Minneapolis 2006
  • Seiten: 204
  • Erzählform: Ich-Form
  • erschienen: 2006
  • ISBN: 9783548609218
  • gelesen: 24.07.2010 – 06.08.2010
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck. 5 von 5
  • Unterhaltung: 2 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Lesevergnügen: 2 von 5
  • Gesamtwertung: 3,5 von 5

Von diesem Buch hatte ich mir viel mehr erhofft. Das Leben einer Ratte, die anders als andere sein will, beschränkt sich auf das Leben in (bzw. über und unter) einer Bostoner Buchhandlung und die unerwiderte Liebe zum Buchhändler. Firmin ist der schwächlichste Spross einer Rattenfamilie. Von der Mutter (Alkoholikerin) vernachlässigt, von den Geschwistern (unterbelichtet) verstoßen fristet er sein Dasein als Leseratte, was sicher daran liegt, dass er als Kind Buchseiten fressen musste, um zu überleben. Bald kennt er jedes Buch der Buchhandlung, in der er nach Ladenschluss ein Buch nach dem anderen liest. Die Gewohnheiten des Buchhändlers Norman Shine sind ihm so vertraut wie seine eigenen. Bis Norman Firmin eines Tages entdeckt und kurzerhand zu vergiften versucht. Hier beginnt der Abstieg einer Ratte, mit dem der Tod eines geliebten Freundes und der Abriss des gesamten Viertels einhergeht.

Das ganze Buch handelt davon, wovon die Ratte träumt und was sie alles nicht kann. Die Sprache, der sich der Autor bedient, ist zuweilen recht unverblümt, was der Geschichte immerhin ein wenig Würze verleiht. Gefesselt hat mich das eigentlich dünne Buch nicht, es lag tagelang einfach nur rum und hat mich nicht unbedingt zum Weiterlesen motiviert. Schade.

 

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