Das Buch der verlorenen Dinge

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages.

Gut zu wissen:

Meine Punkteverteilung:

  • Autor: John Connolly
  • Land: England
  • Verlag: List
  • Seiten: 330
  • Erzählform: Er-Form
  • erschienen: 2006
  • ISBN: 9783471300053
  • gelesen: 04.09.2010 – 12.09.2010
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Orthographie: 4 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 4 von 5
  • Persönlicher Faktor: -1
  • Gesamtwertung: 3,8 von 5

Schwierig. Wer dieses Buch lesen möchte, sollte den Klappentext wörtlich nehmen. Ich kaufte das Buch, weil mir Titel und Cover gefielen und der Klappentext nach einer fantasievollen Geschichte klang. Fantasievoll ist sie wirklich, aber auch abgrundtief böse. Das Buch hat einen Jugendbuchpreis gewonnen, was mir völlig schleierhaft ist, denn es geschehen abscheuliche Dinge darin, die nicht für Jugendliche geeignet sind. Auch als Lektüre während des Mittagessens sollte man das Buch nicht gebrauchen…

Es geht um den zwölfjährigen David, der während des zweiten Weltkrieges in England lebt. Seine Mutter ist zuvor an einer schweren Krankheit gestorben und er lebt mit seinem Vater allein. Eines Tages verliebt sich der Vater in Rose. David akzeptiert sie nicht, weil er den Tod seiner Mutter nicht überwunden hat. Als er einen Halbbruder bekommt, fühlt er sich abgeschrieben und ist eifersüchtig. Eines Nachts hört er die Stimme seiner Mutter, die aus dem Garten zu kommen scheint. Er schleicht sich im Schlafanzug hinaus und folgt der Stimme durch ein Loch in der Gartenmauer, als er sich plötzlich in einem fremden Land mitten im Wald wiederfindet. Hier begegnen ihm tödliche Gefahren, Wölfe, Trolle, die sieben Zwerge (völlig verdreht) und der Krumme Mann, der die Herzen kleiner Kinder verspeist. David kämpft sich durch diese Geschichte, in der wieder und wieder Figuren aus seiner Erinnerung auftauchen – nur ziemlich entstellt. Er ist auf der Suche nach dem König, der ihn – so sagt man – wieder in seine eigene Welt zurückschicken kann.

Das Buch ist zum Teil wirklich abartig, was ihm einen speziellen Punktabzug eingehandelt hat. Ärgerlich, denn hätte John Connolly auf diese blutigen und ekligen Bestandteile verzichtet, wäre das ein richtig gutes Buch mit einer wirklich guten Geschichte geworden.

 

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