BUCH: PLÖTZLICH PRINZGEMAHL


Gut zu wissen:

Punkteverteilung:

 
  • Autor: Regina Mars
  • Land: Deutschland
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: self publishing
  • Seiten: 352
  • Erzählform: Er-Form
  • ISBN:
  • erschienen: 2016
  • gelesen: 2017
 
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Ausdruck: 4 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 4,7 von 5

Worum geht’s?


Wie heiratet Mann einen Prinzen? Aus Versehen!

Solan ist ein echter Prinz, mit Amme, Ankleidezimmer und der Aussicht auf den Thron des Kaisers. Nat ist genau das Gegenteil: ein Dieb aus der Gosse. Große Pläne hat er dennoch, leider erweisen sie sich meistens als fatal fehlerhaft. Den Palast des Kaisers auszurauben ist so einer dieser Pläne. Nat und seine Schwester borgen sich adlige Kleidung, um an einem höfischen Ball teilzunehmen. Dabei interessieren sich die Geschwister weniger für Tanz und Trubel als für Gold, Silber und nebenbei anständiges Essen.

Ich will ja nicht zu viel verraten, aber weil Dieb Nat nunmal der eine und Prinz Solan der andere männliche Protagonist ist, wird es niemanden überraschen, wer am Ende des Abends der Gemahl des Prinzen ist.

Wie es dazu kommen konnte, was die Kaiserin damit zu tun hat und ob fliegende Pferde wirklich Pegasusse heißen, kann man in dieser fantasievollen, überraschend blutigen und mit mannigfaltigen Figuren und Wesen ausstaffierten Geschichte lesen.

Und wie war’s?


Plötzlich Prinzgemahl ist eine besondere Geschichte. Neben den klassischen Gay-Romance-Büchern von Regina Mars stürzen wir uns hier kopfüber in eine fabelhafte Fantasywelt. Hier habe ich mich schnell zurechtgefunden und die farbenfrohen Bilder genossen, die die Autorin mir in den Kopf gesetzt hat. Die Figuren, die sie erschafft, sind lebendig und liebenswert,  natürlich schließt man Nat gleich ins Herz und hinter der hochnäsigen Fassade des Prinzen versteckt sich eine treue und fürsorgliche Seele.

Die Schauplätze nehmen eine ungewohnt große Fläche ein. Wir halten uns viel und lange im kaiserlichen Schloss auf, aber auch in der Stadt, an der Klippe, im Wald, im Gefängnis – die Autorin führt uns ganz schön herum.

Der Leser wird Zeuge gemeiner Intrigen und eines niederträchtigen Kampfes um den Thron des Kaisers. Zimperlich sind die Leutchen hier nicht. Einige verlieren Kopf und Gliedmaßen, andere werden hingerichtet, verspeist, vergiftet und schlimmeres.

Viel von Regina Mars‘ Fantasie bekommt auch die Tierwelt ab. Neben so gewöhnlichen Exemplaren wie Haien und Piranhas begegnen wir einer ganz besonderen Robbe, fliegenden Pferden und richtig echten Drachen.

Am Ende dieser besonderen Geschichte war ich froh. Sie ist rund und angenehm abgeschlossen (mit der Möglichkeit zur Fortsetzung). Ich war allerdings schon neugierig darauf, wie Nats Geheimnis letztlich gelüftet wird, aber das erfahren wir hier noch nicht.

Die Wertung:


Das Cover gefällt mir richtig gut. Nach dem Ende des Romans hab ich es mir angesehen und das Buch dann zufrieden ins Regal gestellt.

Die Geschichte hat mich wunderbar unterhalten, sie ist – wie schon erwähnt – sehr fantasievoll, aber nicht so, dass man den Gedanken der Autorin nicht mehr folgen könnte (oder wollte). Im Gegenteil, Regina Mars nimmt den Leser hier sorgfältig mit in eine sorgsam gestaltete Welt. Auch strukturell gibt es hier nichts zu meckern.

Gepaart mit sympathischen Figuren, Action, Romantik, Verwicklungen, Intrigen, ästhetischem Setting und noch einiges mehr, macht es wirklich Spaß, diese Geschichte zu lesen. Sex gibt es natürlich auch. Nicht viel, aber intensiv. Am Ende hätte er mir nicht mal gefehlt, weil diese Geschichte sogar fast ohne ausgekommen wäre.

 

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