BUCH: LOCKWOOD & CO. – DAS GRAUENVOLLE GRAB

Lockwood & Co. – Das Grauenvolle Grab von Jonathan Stroud


Gut zu wissen:

Punkteverteilung:

 
  • Autor: Jonathan Strout
  • Land: England
  • Verlag: cbj / Randomhouse
  • Seiten: 487
  • Erzählform: Ich-Form
  • ISBN: 978-3-570-17462-3
  • erschienen: 2017
  • gelesen: 27.11.2017 – 02.12.2017
 
  • Einbandgestaltung: 4 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 5 von 5

Titel der Originalausgabe: Lockwood & Co. – The Empty Grave
Erschienen bei Doubleday
Aus dem Englischen von Katharina Orgaß und Gerald Jung

Mehr Infos zu Lockwood & Co. gibt’s beim Verlag.

 

Die LOCKWOOD & CO.-Reihe:

    1. Lockwood & Co. – Die Seufzende Wendeltreppe
    2. Lockwood & Co. – Der Wispernde Schädel
    3. Lockwood & Co. – Die Raunende Maske
    4. Lockwood & Co. – Das Flammende Phantom
    5. Lockwood & Co. – Das Grauenvolle Grab

 

Worum geht’s?


Im fünften und letzten Band der Lockwood & Co.-Reihe machen die Geisterjäger um Anthony Lockwood eine erstaunliche Entdeckung. Jetzt sind sie neben einzelnen Geistererscheinungen auch „dem Problem“ und seiner Ursache höchstselbst auf der Spur. Ihre Ermittlungen stoßen jedoch nicht auf Gegenliebe und sie sehen sich von allzu menschlichen Schlägern und Handlangern bedroht. Dass ausgerechnet Inspektor Barnes fast handzahm wird und sich um die sonst so anstrengenden Agenten sorgt, zeigt, in welch realer Gefahr Anthony, George, Lucy und Holly schweben. Zum Ärger der noch verbliebenen kleinen Geisterjäger-Agenturen setzt Penelope Fittes, Chefin der ältesten und mächtigsten Agentur Londons, umfangreiche Beschränkungen durch, die es ihr erlauben, sich in die Angelegenheiten der Konkurrenz einzumischen. Das macht es unseren Lieblings-Agenten nicht gerade leichter.

Und wie war’s?


„Lockwood & Co. – Das Grauenvolle Grab“ ist ein wirklich würdiger Abschluss für diese Reihe! Ich wollte unbedingt wissen, wie es weitergeht und gleichzeitig auf die Bremse drücken, um das Finale so lange wie möglich hinauszuzögern. Jonathan Strout führt die wesentlichen Handlungsstränge aus den vorherigen Teilen hier zu einem sauberen Ende, räumt mit den letzten ungeklärten Details gründlich auf und lässt es generell ganz schön krachen.

Mir gefiel die unaufgeregte Entwicklung zwischen Anthony und Lucy sowie zwischen Lucy und dem Schädelgeist. Ich mochte, dass Quill Kipps mit seinem nunmehr von Freundschaft  und Dankbarkeit ummantelten Konkurrenzgehabe an Bord ist. Holly, das anfänglich so nervige Püppchen, mausert sich zu einer echten Bereicherung für das Team und gewährt sogar mal einen ganz kleinen Einblick hinter ihre Make-up-Fassade. George gefiel mir nach wie vor im ersten Band am allerbesten. Er hat es im finalen Teil aber auch wirklich nicht leicht.

Das Hauptthema dieses Buches ist ziemlich groß, dabei auf jeden Fall nachvollziehbar, wenn auch nicht ganz unvorhersehbar. Die Entwicklungen wurden schon im Verlauf des vierten Bandes angedeutet und hier konsequent weitergeführt. Das heißt aber nicht, dass es nicht trotzdem eine Vielzahl von Überraschungen und Wendungen gibt.

Die Wertung:


Der Gestaltung des Buches habe ich wie gewohnt einen Punkt genommen, weil sie mir etwas zu langweilig ist. Auf diesem grünen Cover sehen wir den bekannten Lockwood & Co.-Schriftzug, den Untertitel sowie einen verwitterten Grabstein mit einem Totenschädel. Wie üblich wird die zentrale Abbildung von zwei Degen gekreuzt. Dass der abgebildete Schädel diagonal gespalten ist, ist allerdings schon wieder gut … Ich finde es schade, dass man den Untertitel für die deutsche Ausgabe verändert hat. Ich hätte den Originaltitel, also „Das Leere Grab“, besser gefunden. Da es allerdings eine gleichnamige Drei-Fragezeichen-Episode aus dem Jahr 1998 gibt,  hat man sich hier vielleicht für eine leichte Änderung entschieden. Sei’s drum, der Gestaltung-Malus schadet der Gesamtwertung nicht.

Orthografische Schwächen hat das Buch nicht. Ein einziger Schreibfehler ist mir aufgefallen – nicht der Rede wert. Der Ausdruck ist einem Jugendbuch angemessen und ansonsten sprachlich unauffällig.

Den allergrößten Anteil an der Bewertung hat naturgemäß der Unterhaltungswert. Das Finale ist ungeheuer fesselnd, die Entwicklung ist rasant und phantasievoll, die persönlichen Geschichten machen Spaß und funktionieren bestens. Der Showdown ist gewaltig und findet wortwörtlich auf mehreren Ebenen statt. Die Auflösung sorgt für ein zufriedenes Gefühl und der Leser klappt das Buch mit einer Mischung aus gutem Gefühl und Wehmut zu (und hätte sicher nichts gegen eine Fortsetzung – die durchaus möglich wäre).

Nach dem Ende der Reihe möchte ich am liebsten nochmal von vorn beginnen, um alle Ereignisse im Licht der Erkenntnis neu zu betrachten.

In diesem Jahr wurde übrigens angekündigt, dass die Lockwood & Co.-Reihe für das Fernsehen verfilmt wird. Die Rechte wurden der in London ansässigen Filmfirma „Big Talk“ zugesprochen. 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*