BUCH: KÜRBISFEST MIT KAROL

Cover_kuerbisfest_mit_karol  


Gut zu wissen:

Punkteverteilung:

 
  • Autor: Regina Mars
  • Land: Deutschland
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: self publishing
  • Seiten: 
  • Erzählform: Er-Form
  • ISBN:  
  • erschienen: 2019
  • gelesen: 2019
 
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Ausdruck: 4 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 5 von 5

 

Worum geht’s?

„Kürbisfest mit Karol“ ist eine Kurzgeschichte von Regina Mars, die 2019 erschienen ist. Sie ist ein Spin-Off des empfehlenswerten Romans „Heiße Keramik“, den man am besten vorher lesen sollte.

Die Geschichte spielt in Lummerdingen, genau wie der Vorgänger-Roman „Heiße Keramik“, in dem es noch um den Kunsthandwerker Gordon ging. Jetzt widmet sich Regina Mars Gordons Neffen Luke. Luke ist in seinen Klassenkameraden Karol verknallt. Karol ist der beliebteste Schüler der ganzen Schule und kann sich seine Freunde aussuchen. Luke kann sich deshalb überhaupt nicht vorstellen, warum Karol ausgerechnet mit ihm auf das jährliche Kürbisfest gehen will. Und doch verbringen die beiden einen ganzen Abend zusammen. Karol hat lauter abenteuerliche Ideen und Luke will nicht wie ein Langweiler dastehen. Deshalb versucht er, mit Karol mitzuhalten und genießt die Aufmerksamkeit, die der Junge ihm entgegenbringt. Er will den Abend und die neue Freundschaft mit Karol keinesfalls zerstören, gleichzeitig will er ihm aber sagen, wie sehr er ihn mag.

Und wie war‘s?

Vom Erscheinen dieser Kurzgeschichte war ich überrascht und beglückt zugleich. Ich mag ja aus einer guten Geschichte häufig nicht aussteigen, vergleichbar mit dem Lieblingskarussell auf dem Rummel. Wie toll also, dass wir noch eine vollwertige Zugabe bekommen haben.

Luke ist seit dem Vorgängerroman von einem kleinen Jungen zu einem Teenager herangereift. Er ist unsicher und hat von sich selbst keine gute Meinung. Er hält sich für einen Langweiler, geht nie Risiken ein und tut nie etwas Verbotenes. Das überrascht uns nicht , denn aus dem Vorgängerroman kennen wir seine Erziehung und die strikten Grenzen, die seine Mutter gezogen hat. Regina Mars hat den Jungen also konsequent weiterentwickelt.

Karol kennen wir noch nicht aus „Heiße Keramik“ und das Kurzgeschichtenformat gibt ihm nicht die Gelegenheit, sich dem Leser genauer vorzustellen.

Die Location ist natürlich sehr begrenzt, die Geschichte spielt sich fast ausschließlich auf dem Kürbisfest ab, das aber für zwei Jungs im Teenageralter durchaus einige Möglichkeiten bietet, Unsinn anzustellen. Ganz harmlos, natürlich, auch wenn die Frau vom Wachdienst da anderer Meinung ist.

Die Entwicklung der Beziehung der beiden Protagonisten funktioniert meines Erachtens sehr gut. Der Leser erfährt die Geschichte an der Seite von Luke, daher bekommen wir seine Gedanken- und Gefühlswelt sehr nah mit. Die Fragen, die er sich vor und während des Abends stellt, die vorsichtige Hoffnung, den Nervenkitzel, die Überforderung und den Mut. Was in Karols Oberstübchen vor sich geht, erfahren wir erst am Ende. So konnten wir mit Luke mitfiebern und uns die gleichen Fragen stellen.

Die Wertung:

Seht ihn Euch an, Luke hinter dem Riesenkürbis. Mit den grünen Augen könnte es aber auch Karol sein… 

Die Geschichte fand ich sehr unterhaltsam, es hat richtig Spaß gemacht, das Kürbisfest zu besuchen, weil Luke ja nur Augen für Karol hatte und ihm so viele nachvollziehbare Dinge durch den Kopf gingen. Die Szene auf der Strohburg unter den Sternen war wunderschön.

Diese Kurzgeschichte erhält von mir alle Punkte, die ich habe.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*