BUCH: HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX

Abbildung mit freundlicher Genehmigung des Verlages. Dieses Buch ist im Handel erhältlich.


Gut zu wissen:

Punkteverteilung:

 
  • Autor: J.K. Rowling
  • Land: England
  • Verlag: Carlsen
  • Seiten: 1024
  • Erzählform: Er-Form
  • ISBN: 978-3-551-55555-7
  • gelesen: 25.03.2018 – 25.04.2018
 
  • Einbandgestaltung: 3 von 5
  • Orthographie: 5 von 5
  • Ausdruck: 5 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 5 von 5

Titel der Originalausgabe: Harry Potter and the Order of the Phoenix
Erschienen bei Bloomsbury Publishing Plc
Aus dem Englischen von Klaus Fritz

 

Die HARRY-POTTER-Reihe:

  1. Harry Potter und der Stein der Weisen
  2. Harry Potter und die Kammer des Schreckens
  3. Harry Potter und der Gefangene von Askaban
  4. Harry Potter und der Feuerkelch
  5. Harry Potter und der Orden des Phönix
  6. Harry Potter und der Halbblutprinz
  7. Harry Potter und die Heiligtümer des Todes

außerdem:
Harry Potter und das Verwunschene Kind

 

Worum geht’s?


Im letzten Band ist der Dunkle Lord Voldemort zurückgekehrt. Harry war dabei, als der gefürchtete Schwarzmagier Harrys Schulkameraden Cedric tötete. Doch das Zaubereiministerium glaubt Harry nicht. Im Gegenteil: Minister Fudge tut alles in seiner Macht Stehende, um Harry und seine Aussagen zu diskreditieren. Fudge will es nicht wahrhaben, dass Voldemort ausgerechnet in seiner Amtszeit wieder an die Macht gekommen sein soll. Um Harry und seinen Mentor Professor Dumbledore stärker zu überwachen, schafft er die Stelle der Großinquisitorin, die an der Schule die Interessen des Ministeriums durchsetzen soll. Auch auf die Presse über der Minister großen Druck aus, um nur noch Dinge zu veröffentlichen, die seine Gegner diskreditieren. Schnell formt sich eine Widerstandsbewegung im Untergrund, die sich „Der Orden des Phönix“ nennt und während der ersten Herrschaft des Dunklen Lords aktiv war.

 

Und wie war’s?


Schon der vorherige Band war ja picke-packe-voll. Dieses fünfte Buch setzt dem noch einen drauf. Die Geschichte ist mir von allen Potter-Bänden die liebste, wenngleich sie düster und überwiegend trostlos ist. Mir hat gefallen, wie sich die Figuren inzwischen entwickeln, sie sind längst keine Elfjährigen mehr, sie haben die typischen Probleme von Teenagern, sie entdecken die Liebe und die Verwirrung und den Schmerz, die oft daraus erwachsen können. Wir lernen aber auch, wie es sich anfühlen könnte, Widerstandskämpfer gegen eine Regierung und gegen richtige Feinde zu sein. Zermürbende Niederlagen, Verluste und düstere Aussichten, Verleumdungen, dazu böse Alpträume, Missachtung und Selbstzweifel – in dieser Geschichte steckt so vieles, was man schon für sich allein genommen niemandem wünscht. Die Autorin arbeitet alles sehr genau aus, nimmt die Gefühlswelt der Protagonisten genauso unter die Lupe wie die bösen Machenschaften des Dunklen Lords und die verzweifelten und kriminellen Aktionen des Zaubereiministeriums. Harry Potter selbst ist nicht mehr der niedliche Junge von vor fünf Jahren, der mit großen Augen entdeckt, dass er zaubern kann. Seine Figur macht eine gewaltige Entwicklung durch, wird dabei aber nicht heroisiert. Er hat Fehler, ist starrköpfig und neigt dazu, zu glauben, er allein würde die Zusammenhänge verstehen. Er ist launisch und eigenbrötlerisch, erkennt aber zumindest beizeiten seine Anflüge von Arroganz und Hochmut. Seine besten Freunde Hermine und Ron versuchen, ihn zu erden, doch auch ihnen gelingt es seltener.

Harry Potter und der Orden des Phönix ist ein großartiges Buch und mit der Filmumsetzung kaum zu vergleichen – unglaublich, wie stark die Geschichte für die Leinwand beschnitten wurde. Aus diesem Teil hätte man – wenn man in der Branche früher auf diese Idee gekommen wäre – locker zwei Filme machen können.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*