BUCH: FUNKENFLUT

Abbildung mit freundlicher Genehmigung der Autorin


Gut zu wissen:

Punkteverteilung:

 
  • Autor: Regina Mars
  • Land: Deutschland
  • Sprache: Deutsch
  • Verlag: self publishing
  • Seiten: 386
  • Erzählform: Ich-Form
  • erschienen: 2016
  • gelesen: 2017
 
  • Einbandgestaltung: 5 von 5
  • Ausdruck: 4 von 5
  • Unterhaltung: 5 von 5
  • Struktur: 5 von 5
  • Gesamtwertung: 4,8 von 5

Worum geht’s?


Chris ist bei seinen Eltern untendurch. Er kriegt einfach nichts auf die Reihe, seine Schulnoten sind unterirdisch – und schwul ist er anscheinend auch noch. Sein Vater kann es kaum erwarten, den missratenen Sprössling ins Internat abzuschieben, und seine Mutter ist auch keine Hilfe. So findet sich Chris gegen seinen Willen auf Burg Rabenstein wieder. Das Zimmer teilt er sich mit Julien, dem Schulsprecher, einem Superstreber, der unglücklicherweise auch noch sein verhasster Cousin ist. Chris hat noch nicht mal ausgepackt, da wirft er sich in die erste Schlägerei. Ausgerechnet den Internats-King macht er sich zum Feind, als der gerade sein Lieblings-Mobbing-Opfer Benni quält.

Doch Chris beschäftigen nicht nur seine miesen Noten und sein mürrischer Cousin, nicht nur Tim, der Schläger oder Benni, das Opfer, oder seine Eltern, die ihn ignorieren. Nein, Chris hat den Internatsplatz von Marius bekommen! Dem Jungen, der hier gestorben ist. Er schläft in dessen Bett und in jedem Klassenraum sitzt er auf Marius‘ Platz. Angeblich war es ein Unfall, aber Chris glaubt, dass es Mord war! Und so drängt sich ein detektivisches Interesse an die Oberfläche, mit dem Chris den ganz bestimmt heimtückischen Mord an Marius aufklären will.


Und wie war’s?


Wo ist denn da die Liebesgeschichte?! Keine Sorge, die kommt nicht zu kurz. Sie hat Startschwierigkeiten, sie kämpft mit Widrigkeiten, unausgesprochenen Wünschen und Missverständnissen, aber am Ende wird sie siegen.

„Funkenflut“ hat mich wirklich gefesselt, das Setting auf Burg Rabenstein ist wunderbar atmosphärisch, die Charaktere lebendig und allesamt herrlich überzeichnet. Wie üblich darf der Leser bei Regina Mars viel lachen – zum Beispiel über Chris‘ Liste der Verdächtigen. Natürlich steht Tim drauf, aber auch sein Chemielehrer, weil Chris ihn nicht ausstehen kann.

Wer sich auf die Suche nach einem Verbrechen macht, gerät früher oder später in Schwierigkeiten. Chris ist da keine Ausnahme und so wird es im Verlauf der Geschichte noch richtig spannend und dramatisch. Alles scheint sich umzukehren, wenn aus Freunden Feinde und aus Gegnern Verbündete werden.

 

Die Wertung:


An der Unterhaltung gibt es also wirklich nichts zu meckern. Genausowenig wie am Cover,  bei dessen Stil sich die Autorin / Illustratorin treu geblieben ist. Der Ausdruck ist gut und einfach zu lesen, unverschnörkelt, mit gelegentlichen Kraftausdrücken. Am Satzbau muss sich der Leser nicht lange aufhalten und kann sich ganz auf die überwiegend rasante Handlung konzentrieren. Die Handlung als solche ist nicht sehr komplex. Trotzdem sich später einiges ins Gegenteil verkehrt, kann man als Leser problemlos folgen. Das liegt sowohl an der verkraftbaren Anzahl handelnder Figuren als auch am eingegrenzten Schauplatz, wir halten uns nämlich fast das gesamte Buch über am Internat auf.

Ich gebe es zu: Ich bin süchtig nach den Gay Romance-Büchern von Regina Mars. Ich muss meine Bewertungen ein wenig stärker differenzieren, sonst bleibt gar kein Platz mehr nach oben. 😀

Daumen hoch für „Funkenflut“.

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