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x-mas – Heiligabend

Engelchen und ich verbringen Heiligabend grundsätzlich allein zu Haus. So auch in diesem Jahr. Unser Weihnachtsbäumchen war 2014 früh dran und stand bereits seit dem 13. Dezember festlich geschmückt in weiß und gold im Wohnzimmer. An Heiligabend legten wir dann die Geschenke traditionell unter den Baum. Die beiden Kater strahlten, obwohl für sie gar nichts dabei war. Immerhin gab es für die beiden leckeres Futter, ungefähr zur gleichen Zeit, zu der mein Freund den Tisch deckte und unser Essen auftrug. Ganz unklassisch gab es weder Kartoffelsalat noch Rouladen oder Ente. Vergleichsweise schlicht hatten wir uns diesmal für Cordon Bleu mit Rotkohl und Klößen entschieden.

Nach dem Essen dann die Bescherung. Während sich die beiden Kater schon wahnsinnig auf buntes Geschenkpapier freuten, machten wir uns über den Inhalt her. Zugegeben, in unserem Alter ist dieser Ritus relativ schnell vorbei. Während man als Kind den ganzen Abend damit zubrachte, die Geschenke auszuprobieren und mit den neuen Spielsachen zu spielen, sind die heutigen Geschenke eher nichts für den sofortigen Einsatz.

Umso besinnlicher und ruhiger war der heilige Abend für uns, gesättigt, beschenkt und mit der Aussicht auf die kommenden beiden anstrengenden Tage im Kreis unserer Lieben.

y-mas – Der erste Weihnachtstag

Möglichst jährlich im Wechsel besuchen wir mal meine und mal Engelchens Familie am ersten Weihnachtstag. Dienstbedingt war in diesem Jahr meine Familie zuerst dran. Am Vormittag machten wir uns auf den einhundert Kilometer langen Weg dorthin, wo das Haus meiner Eltern steht. Da nach wie vor kein Schnee in Sicht war, gestaltete sich die Fahrt bis auf einen kleinen Stau unspektakulär, so dass wir knapp zwei Stunden später ankamen. Meine Brüder und meine Schwester samt Anhang waren bereits da, das Essen fertig und alle zusammen kurz nach unserer Ankunft an der weihnachtlichen Tafel, wo – wieder ganz traditionell – reichlich gespeist wurde. Nach dem Essen wurde geklönt und die neuesten Neuigkeiten ausgetauscht. Anscheinend sollen Asylbewerber in die Stadt kommen, ein Umstand, der anscheinend „nicht nur“ für Freude sorgt… Ach ja, die Stadt ist jetzt ein Dorf, weil sie das Stadtrecht aufgegeben hat. Kein Wunder, denn seit man vor ein paar Jahren die Umgehungsstraße gebaut hat, verirrt sich niemand mehr in das schon früher völlig verschlafene Nest.

Nach dem Klönschnack dann Kaffee und Kuchen. Leckere Erdbeer- und Sahnetorten, Quarkbällchen und Apfeltaschen – da gehen sie hin, die Früchte meiner wochenlangen Diät. Als wir zum zweiten Mal kugelrund waren, tauschten wir einander unsere Geschenke aus. Das dauerte alles eine Weile, weil wir immerhin ein paar Leutchen waren. Am Ende war es dann sogar schon dunkel und nach ein paar weiteren besinnlichen Gesprächen und ersten Böllerschüssen entschlossen Engelchen und ich, langsam den Rückweg anzutreten. Mittlerweile hatte es zudem zu schneien begonnen und die Temperatur war auf unter Null grad gesunken. Zwei Stunden später kamen wir erschöpft zu Hause an und wurden schon sehnsüchtig von zwei hungrigen Katermäulern erwartet.

z-mas – Der zweite Weihnachtstag

Zu guter Letzt am dritten der drei Festtage machten wir uns am Freitag auf den erneut hundert Kilometer langen Weg zur Familie meines Freundes. Hier waren wir knapp nicht die letzten, mein Schwager und seine Freundin kommen gewohnheitsmäßig immer etwas zu spät. Als sie eintrafen, wurde die Festtagstafel reichlich gedeckt und wieder schlugen wir uns den Wanst voll. Der Ablauf ähnelte dem vom Vortag. Nach dem Essen Austausch der neuesten Lebensgeschichten, anschließend Kaffee und Kuchen (ich kann nie wieder essen) und danach Austausch der Geschenke. Anders als bei meiner Familie beschränkt sich die Schenkerei hier auf die Geschwister und die Eltern. Im Vorwege spiele ich jedes Jahr die Glücksfee und lose aus, wer wen beschenken darf.

Die Weihnachtstage lagen in diesem Jahr so gut, dass wir uns von ihnen gleich zwei Tage lang erholen durften. Am anstrengendsten ist die Fahrerei, so waren wir an den zwei Tagen insgesamt knapp acht Stunden mit dem Auto unterwegs.

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