Wo Nord- und Ostsee aufeinanderprallen…

… da liegt Skagen. Auf der groben Karte des Landes hatten wir uns die kleine Strecke ausgeguckt. Anscheinend gar nicht so weit, machten wir uns auf den Weg. Erster Stopp war 16 Kilometer weiter an einer Tankstelle: Wir kauften eine dänische Straßenkarte und verwirrten die Kassiererin mit versehentlichem Wechsel zwischen dänischen Bruchstücken und deutscher Sprache… Dann ging’s los. Wir ließen die Sonne hinter uns und fuhren immer gen Norden. Immer weiter. Und weiter. Und weiter… Auf der niedlichen Karte sah die Strecke ganz überschaubar aus und nach nur vier Stunden Autofahrt waren wir dann auch schon da… Gerädert von den Strapazen der Reise fielen wir aus dem Wagen in die Fußgängerzone.

Skagen – der Ort

Eine Postkarte musste her, so weit im Norden war ich wohl noch nie zuvor. Im Ort selbst gab es gar nicht so schrecklich viel zu sehen. Bald darauf schwangen wir uns also wieder in den gelben, mit toten Insekten übersäten Wagen und suchten den Nordstrand. Nahezu instinktiv fanden wir ihn, stellten das Auto ab und liefen bis ans Ende der Welt… oder ans Ende des Festlandes…

Skagen – das nördlichste Ende Europas

Hier oben treffen gerade jetzt in diesem Moment die Ostsee und die Nordsee aufeinander. Sie scheinen sich gut zu vertragen, jedenfalls sah alles ganz ruhig aus. Wir liefen am Wasser entlang, hinter uns die untergehende Sonne und vor uns Milliarden von kleinen geschliffenen Steinen. Wir sammelten ein paar ein und genossen die Atmosphäre so hoch im Norden. Wir genossen noch eine Weile, ehe wir uns wieder auf den Weg zurück machten.

Frederikshavn – schöne Stadt, aber die Luft…

Einen Zwischenstopp legten wir in Frederikshavn ein. Es roch extrem nach Dieselabgasen, denn von hier aus pendeln die StenaLine-Fähren zwischen Dänemark und Schweden. Und die Schiffe pusten eine Menge Dreck in die Luft. Trotzdem war die Stadt so schön, dass wir uns hier ausnahmsweise nicht mit der Fußgängerzone behelfen mussten.

Es war bereits lange Zeit dunkel, als wir das Ferienhaus erreichten und einfach nur ins Bett fielen. Die Tour war wesentlich anstrengender als wir gedacht hatten und wir waren heilfroh, als wir im kusch’ligen Bett lagen, alle Viere von uns gestreckt und sofort einschliefen.

 

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