Willkommen

Ich weiß, dass ich hier schon öfter vom japanischen Kirschblütenfest erzählt habe. Jenem Dankbarkeitsfest der japanischen Gemeinde in Hamburg.  Einen Teil dieses Festes besuchten mein Freund und ich auch in diesem Jahr, nämlich das große Alsterfeuerwerk.

Ich hatte am Freitagnachmittag gerade meinen Stift fallenlassen, bin aus den Arbeitsklamotten direkt unter die Dusche gesprungen und hab mich danach auf den Weg zum Bahnhof gemacht. Mit Engelchen, versteht sich. Am Bahnhof trafen wir Rose und Ryan. Zu viert fuhren wir mit der Bahn nach Hamburg. Wie immer hatten wir uns viel zu erzählen, und so verging die Fahrt wie im Flug. Pünktlich um halb sieben kamen wir an den Landungsbrücken an, wo uns Jamie und sein Verlobter Puck schon erwarteten. Sie standen nicht nur zufällig direkt vor dem Hard Rock Café, denn genau hier wollten wir unseren Abend verbringen. Bis zum großen Feuerwerk hatten wir noch drei Stunden Zeit. Auf einen freien Tisch mussten wir noch warten, also stiegen wir die vielen Stufen bis zur Bar im obersten Stockwerk hinauf. Von dort oben hatten wir einen tollen Blick über die Elbe bis zur „Elphi“.

Dass unser Tisch dann frei wurde, kurz nachdem wir unsere Getränke bestellt hatten, sorgte für eine kleine logistische Herausforderung. Zuerst mit Sack und Pack und Getränk ins Erdgeschoss, wo uns ein Tischzuweiser zugewiesen wurde. Dann mit Sack, Pack, Getränk und Tischzuweiser wieder ein Stockwerk nach oben. Der Tisch war jetzt nicht soooo toll (neben der Küche, irgendwie am Durchgang), aber das Essen war wieder der Hammer! Laut war es, was sowohl an der typisch lauten Musik lag als auch an dem Junggesellenabschied im Nebenraum. Acht betrunkene bullige Briten in Ketchup-Flaschen-Kostümen und schweinischen Sprüchen auf dem Rücken. Aber singen konnten sie.

Nach dem Essen ließen wir uns von einer U-Bahn bis zum Hauptbahnhof zurückfahren. Dort waren wir sechs irgendwie ungewohnt verloren und brauchten eine Weile, bis wir uns zurechtfanden. Mehr zufällig gerieten wir auf den Weg an die Alster in die Lange Reihe, der schwulen Meile in Hamburg. Rose und Ryan waren das erste Mal dort, aber für Sightseeing muss ein anderes Mal Zeit sein.

Für das Feuerwerk muss man nämlich rechtzeitig gute Plätze finden, sonst kann man den Lichterzauber nur durch dichte Baumkronen erahnen. So ein gutes Plätzchen wie in diesem Jahr hatten wir selten. Freie Sicht, trockener Rasen an einem kleinen Hang und unauffällige Leute um uns herum. Ich war sehr stolz auf mich, denn ich hatte endlich an ein kleines Stativ gedacht, damit ich richtig gute Feuerwerksfotos schießen konnte. Einziger Wermutstropfen: Mein Smartphone hatte bei unserer Ankunft noch ein Prozent Akkuleistung. 1 %!!

Damit hatte sich das mit den Fotos auch schon wieder erledigt. Zum Glück hatten mein Freund (und ALLE anderen Menschen um mich herum) volle Akkus, so dass wir das schöne Feuerwerk an diesem tollen Abend dennoch festhalten konnten.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*