Wellen

:: Wellen des Lebens

Manchmal schlagen die Wellen des Lebens so hoch, dass man nicht über sie hinaussehen kann. Manchmal ist das sogar schön. Dann lass ich mich von ihnen treiben, ohne genaues Ziel, ohne, dass ich nach der Richtung schauen muss.

Irgendwann kommt man sicher irgendwo dort an, wo alles irgendwie neu und aufregend aussieht…

In letzter Zeit lerne ich viele Menschen im Internet kennen, den einen mehr den anderen weniger. Und kommt es mir nur so vor oder wird im Netz mehr denn je gelogen und phantasiert? Da tauchen plötzlich nette Typen auf, man unterhält sich ausgiebig über dieses und jenes, aus dem Chat wird ein Flirt und aus dem Flirt die Hoffnung, dass da vielleicht mehr draus werden könnte. Doch wenn es ernst wird, fällt plötzlich die Maske und ein fadenscheiniger Schleier tritt an ihre Stelle. Was bewirkt das? Dass ich mich kaum mehr auf Internet-Bekanntschaften einlasse, ohne nicht ein hohes Maß an Zurückhaltung und Misstrauen an den Tag zu legen. Schade.

:: Thema der Woche

Das Gesprächsthema dieser Tage ist natürlich die Hurrikan-Katastrophe in den USA. Nicht einmal die Brücken-Panik-Katastrophe in Bagdad mit noch mehr Toten konnte das Top-Thema überflügeln. – liegt das eventuell an der Informationspolitik? Alle Welt schaut auf die hochentwickelte Weltmacht USA, die zwar einen irakischen Bunker in einer Überseeentfernung von rund 13.000 km mit einer Genauigkeit von einem Meter zu treffen vermögen, die aber bei einer Naturkatastrophe im eigenen Land wie gelähmt erscheinen und nicht imstande sind, die eigene Bevölkerung rechtzeitig mit Nahrung und Wasser zu versorgen. Erst jetzt greifen die Maßnahmen, die eigentlich für die Folgen massiver Terroranschläge entwickelt wurden. Sportstadien werden „kurzerhand“ zu Flüchtlingslagern, in denen Menschen monatelang versorgt werden können. Opfer sind vor allem arme, schwache und farbige Menschen, die New Orleans nicht rechtzeitig verlassen konnten. Sie leiden und sterben, weil trotz der lange vorhergesagten Katastrophe lediglich passiv evakuiert wurde.

Ist trotz alledem das Kyoto-Protokoll für George W. Bush irgendwie dringlicher geworden? Nicht einmal ansatzweise. Für den Mann, der gnädigerweise seinen heißgeliebten Urlaub abgebrochen hat, gibt es keinen kausalen Zusammenhang zwischen der größten US-amerikanischen Naturkatastrophe und dem in Übersee nach wie vor fehlenden Klimaschutz.

Was folgt ist eine Welle der Hilfsbereitschaft und der Empörung.

 

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