Weg mit dem Speck

Ich finde es Jahr für Jahr erstaunlich. Die Vorfreude auf die Festtage wird so ausgiebig zelebriert. Vier Wochen vor dem Fest beginnt bereits der Countdown in deutschen Wohnzimmern, der Einzelhandel jauchzt und frohlockt, Last Christmas ist zu einem Volkssport darum geworden, wer dem Song am längsten entkommt und selbst das Weihnachtswetter spielt eifrig mit.

Und dann ist plötzlich alles vorbei. Die Musik ist raus, die Deko verschwindet, bei manchem fliegt sogar schon das Bäumchen aus der guten Stube. Zurück bleibt der Winter, der gerade erst in Fahrt kommt und die ersten Silvestervorbereitungen.

Wer den angesammelten Speck der Weihnachtsschlemmertage bis zum Silvestermenü loswerden will, der mache es mir einfach nach: Ein paar Tage schwere Grippe mit schlimmem Husten, garstigem Schnupfen und Schmerzen vom Scheitel bis zur Sohle können den Appetit schon ziemlich zügeln. Ein paar Tage nur Obst und Gemüse, viel schwitzen und inhalieren und schon ist es, als hätte es Weihnachten gar nicht gegeben…


Inzwischen geht es mir teilweise schon besser. Das Fieber hat sich in Wohlgefallen aufgelöst, ich kann mich wieder bewegen und muss nicht mehr nach drei Schritten eine Pause einlegen. Ich erinnere mich nicht, mich in den letzten zehn Jahren so schlecht gefühlt zu haben wie an diesem Montag. Natürlich war das der Tag, an dem ich mich unbedingt zum Arzt schleppen musste. Obwohl ich den Wagen genommen habe, fühlte ich mich am Ende, als hätte ich einen fünftausend-Meter-Lauf hinter mir. Zu verdanken habe ich das wohl der jüngsten Schwester meines Hasen, die mich am ersten Feiertag mit aggressiven Grippe-Viren bombardiert hat. Danke schööön.

Ich wünsche natürlich allen beste Gesundheit (zur Not bleibt der Speck eben, wo er ist) und einen erfreulichen Rutsch ins Jahr 2011!

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*