Wacken unter Dach

Es war Freitag, als ich eine SMS von meinem Engel bekam, während ich mir noch über meinem Schreibtisch im Büro den Kopf über einen schwierigen Fall zerbrach. „Wollen wir heute doch zu meiner Schwester fahren? Sie wird 18…“.

Wir sind gefahren. Nachdem ich mir in der Stadt noch eine anständige Frisur hab schneiden lassen kamen wir rund drei oder vier Stunden später an. Zugegeben, 18 sind wir beide nicht mehr und so zogen wir den Altersdurchschnitt doch ein ganz klein wenig nach oben, aber die Party war ziemlich geil! Ich musste nicht fahren (hab mich auf der Hinfahrt schon durch Regen und Dunkelheit gekämpft) und so konnte ich getrost auch mal zulangen. Nach Mitternacht wurde uns dann das Gästezimmer angeboten, denn es hätten ansonsten noch zwei Stunden Rückfahrt vor uns gelegen. Wir zögerten nicht und nahmen das Angebot an. So konnte auch Engelchen zu Bier und Whiskey greifen (igitt!!).

Zum Wohl!

Dumm, dass er am Samstag um elf Uhr arbeiten musste, denn nachdem wir gegen halb fünf im Gästebett gelandet waren mussten wir um acht Uhr auch schon wieder aufstehen. Um mich herum drehte sich die Welt noch ziemlich und das ganze Haus schlief, als wir uns leise, um niemanden zu wecken, davonschlichen. Nur Rabbit die Hauskatze beäugte uns argwöhnisch, als wir auf Zehenspitzen durch die Küche rutschten.

Zwei Stunden später lag Wacken hinter uns und in der Marzipanstadt lag ich in meinem kuschligen Bett, während mein armes Engelchen zur Arbeit musste. Ich kletterte natürlich auch erst wieder unter der Bettdecke hervor, als er gegen Abend heimkam.

 

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