Unter Tieren

      

Die Idee, heute in den Tierpark zu fahren, entstand beim Frühstück. Die Sonne strahlte auf den gläsernen Tisch, der mit allerlei Frühstücks-Leckereien gedeckt war, bevor wir uns auf den Weg machten.

Im Sausetempo über die Autobahn nach Hamburg und Navi sei Dank sicher bis vor den Zoo. Ich steuere den blauen Wagen in das Parkhaus gegenüber und wundere mich, dass ich bei der Einfahrt weder Ticket noch Chip erhalte. Als wir aussteigen, stellen wir fest, dass wir hier einen Parkschein lösen müssen. Günstig zwar, mit einem Euro fuffzig für den ganzen Tag, aber ohne Kleingeld bissl blöd, hatte mir der Automat doch nur zwei Fuffziger ausgespuckt. Ich lasse meinen Wach-Engel also beim Auto zurück und eile zum Tierparkeingang. Dort löse ich zwei Tickets für den Park und zwei für das Tropen-Aquarium. Bumms, sind fünfzig Tacken weg. Damit ich das Parkhaus unterstützen kann muss ich also die Kassiererin um Kleingeld bitten. Lächelnd zerkleinert die den Fuffi und flugs bin ich zurück bei meinem wartenden Engel und löse den Parkschein.

Die Tour durch den Park kennen wir ja schon vom letzten Jahr, deshalb halten wir uns heute nicht allzu lange an den einzelnen Stationen auf. Natürlich halten die Elefanten ihre dicken Köpfe wieder gern in die Kameras, während sich die Kamele zu langweilen scheinen. Wir halten uns ziemlich genau an den Plan, damit uns diesmal nicht wieder der Eisbär durch die Lappen geht. Vorbei am Meerschweinchendorf, den Pelikanen, Pfauen und Rotärschen knurrt uns bald darauf der Magen. Da kommt uns der Imbiss sehr gelegen, und so erleichtern wir ihn um zwei Riesen-Currywürste mit Pommes! Das tut gut!

Die Flamingos lassen wir links liegen, machen kurz Halt bei den Pinguinen, gehen weiter bis zu den Seehunden, treffen auf die Seekühe und dann – sollte eigentlich das Eisbärengehege kommen. Aber da ist nichts… nach dem Planschbecken der Seekuh kommen Bäume, Bäume und Bäume und danach ein Restaurant. Auf der anderen Seite sind schon wieder Flamingos, aber von einem Eisbären keine Spur. Niedergeschlagen gehen wir weiter und folgen den Schildern.

Viel Zeit haben wir nicht mehr, denn der Park schließt in anderthalb Stunden. Also gehen wir zurück zum Haupteingang, sehen uns heute nicht das Affenhaus an (davon haben wir beim letzten Mal auch genug Fotos geschossen) und wundern uns über die entlaufenen Kinder, die Pampashasen über die Wiesen jagen. Am Eingang fragen wir den Ticketwärter, wie lange man denn für das Tropenaquarium braucht.Wenn wir das Aquarium in einer Stunde schaffen wollen, müssen wir jetzt hineingehen, denn bis zum Ende haben wir noch genau eine Stunde übrig. Also tauchen wir ein und sind erstaunt, dass die Reise in einem „Dorf“ beginnt. Hier hängen Kapuzineräffchen oder so an Strommasten-Attrappen und bunte Vögel fliegen um unsere Köpfe. Eine Tierpflegerin passt auf, dass keines der Tiere entwischt, denn das wäre das Ende! Als wir eine hölzerne Schleuse passiert haben gelangen wir zum Terrarium. Hier sitzen Kragen- und andere Echsen im warmen Glühbirnenlicht und glattpanzerige Schildkröten schieben sich aus dem Wasser an Land. Ein Stück weiter betreten wir eine Höhle, in der eklige Spinnen hinter Glasscheiben in ihren Netzen hängen und darauf warten, dass ein Pfleger ihnen Beute zuwirft. Das Nilkrokodil, das im nächsten Themenabschnitt lauert, liegt geduldig auf dem Bauch und lässt sich bestaunen, während über uns Fledermäuse Insekten jagen.

Für das eigentliche Aquarium steigen wir noch eine Etage hinab. Blaues Licht hüllt uns ein und wirft wellige Reflektionen an die Wände. Hier leben zahllose bunte Fische, elegante Quallen, die im Licht tanzen und sich freuen, dass die dunkelgrüne Muräne in einem anderen Aquarium sitzt. Durch ein Bullauge blicken wir in das Haifischbecken. Nemo und seine Freunde ziehen ihre Kreise in einem weiteren Becken und vor dem großen Riffaquarium machen wir eine Pause, um die vielen Eindrücke in Ruhe aufnehmen zu können.

Bevor wir den Ausgang quasi mit dem Schlussgong erreichen, stehen wir vor einem haushohen Aquarium – dem Haifischbecken! Hier ziehen Hammer- und andere Haie und Fische elegant ihre Bahnen, und ganz hinten sieht man das Bullauge, durch das wir vorhin schon gelugt haben.

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