Umzugskultur

Ich bin etwas erschöpft vom Wochenende, daher wird der Eintrag nicht so schrecklich lang. Gestern fand in der Stadt mit den Hochhäusern die „Kulturnacht“ statt, ein Ereignis, das sich in diesem Jahr zum dritten Mal wiederholt. In der ganzen Innenstadt konnte man Darbietungen, bestehend aus Lesungen, Theater, Film und Musik, genießen. Abends war ich zu einer guten Freundin in die Nachbarstadt gefahren. Jess hatte mich eingeladen bei ihr zu übernachten. Bei der Gelegenheit lernte ich auch endlich ihren Freund Alex kennen, der für sie aus Bayern hier in den hohen Norden gezogen ist. Er ist sehr nett, hat was im Kopf, ist friedfertig, und hat ein entspanntes Wesen. Zu fünft zogen wir los und sahen uns zuerst ein „improvisiertes Theater“ an. Eine fünfköpfige Schauspielgruppe aus Hamburg agierte zusammen mit dem Publikum auf der Bühne. Begriffe aus dem Zuschauerraum wurden in das Spiel eingebunden und es wurde eine heitere halbe Stunde. Weiterhin lauschten wir dem Gesang von „Joshua Carson“, der in einem Frisörsalon auftrat sowie einer Jazzgruppe, die Zuhörer in einer Bankfiliale um sich scharte. Zwischen den Darbietungen erfrischten wir uns in einer Cocktailbar ehe wir uns eine Freiluft-Filmvorstellung über eine längst ausgediente Zementfabrik ansahen, die in diesem Jahr dem Erdboden gleichgemacht wird um sie durch einen ganz neuen Stadtteil zu ersetzen. Die Mädchenband „Salut Salon“ rundete unsere Kulturnacht mit einem komödiantischen Streichkonzert ab. Es war nach halb zwei, als wir bei McDonalds einkehrten und uns mit Burgern für den geistreichen Abend belohnten.

Die Nacht verbrachte ich auf einer bequemen Luftmatratze im Gästezimmer bei Jess und Alex. Heute Mittag entstiegen wir den Daunen und begannen den Frühlingstag mit einem reichhaltigen Frühstück. Es war ein wirklich angenehmes Erlebnis! Die zwei sind erst vor Kurzem in das Reihenhaus eingezogen und da bot es sich an, dass ich diverse Umzugskartons für meine Zwecke abstaubte. Vier davon stehen jetzt bereits hinter mir, vollgestopft mit Zeitschriften, Büchern und Krimskrams aus dem Wohnzimmerschrank. Mein Aquarium ist leer, die Fische haben heute Nachmittag bei meiner Schwester und ihrem Zukünftigen eine neue Unterkunft gefunden.

Umzugskultur

 

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