Um Leben und Tod

Wow, manchmal fließt die Zeit so schnell dahin, dass mir kaum Zeit bleibt, all die Dinge niederzuschreiben, die mir so begegnet sind. Natürlich will ich trotzdem versuchen, die wichtigsten Ereignisse zusammenzufassen.

Der jüngsten Grippewelle Anfang Februar hatte ich zum Glück ein intaktes Immunsystem entgegenzusetzen. Während mein Freund, von Fieber geschüttelt, die Tage im Bett verbringen durfte, musste ich morgens allein aus dem Bett fallen und zur Arbeit fahren. Inzwischen ist er natürlich gesundet und genießt es, dass die Tage deutlich früher hell und später dunkel werden.

Wir waren mal wieder im Kino. Diesmal haben wir uns „TRON legacy“ angesehen (ich sogar zweimal). Vom Hocker gerissen hat es mich zwar nicht, aber allein der Optik und des Soundtracks wegen lohnt es sich, ins Kino zu gehen – und natürlich wegen Garrett Hedlund.

Nur 3D kann man sich überraschenderweise bei diesem Film sparen, der Effekt war so dezent, dass man ihn auch weglassen kann.

Nur neun Tage nach Februarbeginn hatte ich schon wieder Geburtstag. Es muss wohl das vierunddreißigste Mal gewesen sein, dass Freunde und Familie an diesem Tag an mich dachten und mich zu einem weiteren Jahr beglückwünschten.

Traurig setzte sich der kalte Februar fort, als zwei Tage später die letzte Großmutter meines Engels im Alter von 90 Jahren starb.

„Glück“, wenn man das so nennen mag, hatte eine Woche darauf mein Bruder, der als Soldat seit Ende Januar in Afghanistan stationiert ist. Am späten Vormittag des 18. Februar erhielt ich eine SMS, in der er schrieb, es sei etwas passiert, aber es gehe ihm gut. In den Nachrichten las ich daraufhin, ein afghanischer Soldat sei in dem Feldlager durchgedreht und habe um sich geschossen… In einem halben Jahr erst erwarten wir meinen Bruder von seinem Einsatz zurück. Das werden verdammt unruhige Monate.

In nicht ganz einem halben Jahr wollen mein Engel und ich mit drei Freunden nach Amsterdam. Zu diesem Zweck haben wir kürzlich ein Hotel gebucht. Hotelbuchungen via Internet kennen wir zwei bisher nur von unseren Kopenhagen-Aufenthalten, da hat das alles richtig gut funktioniert. Bei dieser Buchung ist alles etwas anders. Die Zimmer können nicht mehr storniert werden (vor der Buchung hieß es, sie könnten nicht mehr kostenfrei storniert werden). Nur zwei Tage nach der Buchung wurde meine Kreditkarte mit einem rätselhaften Teilbetrag belastet, obwohl in der Buchungsbestätigung steht, ich müsste direkt im Hotel bezahlen (also erst im Juni…). Auf die Antworten des Hotels Victorie bin ich gespannt, obwohl auch die inzwischen seit drei Tagen auf sich warten lassen…

Nach dem Städteurlaub zu fünft in Amsterdam freuen mein Engel und ich uns auf eine ruhige Woche in einem dänischen Ferienhaus. Nur er, ich und der Grill.

Soviel zu den wichtigsten Ereignissen des Februars. Außerdem zieht noch unsere Nachbarin aus dem Erdgeschoss aus. Sie hat uns gefragt, ob wir ihre Wohnung haben möchten. Die Wohnung ist dabei nicht interessant für uns, wohl aber der Keller, der ist nämlich deutlich größer als unserer. Unser Krempel stapelt sich bereits vor unserem Bretterverschlag. Der hätte in dem freiwerdenden Raum dreimal Platz – und zusätzlich könnte ich meine Eisenbahn unterbringen, die immer noch unter unserem gläsernen Esstisch auf Aufmerksamkeit hofft. Mein Vermieter bat auf meine Anfrage vor zwei Wochen um zwei Tage Bedenkzeit. Wann die wohl um sind…?

Engelchen und ich arbeiten jetzt noch eine Woche, und dann genießen wir unseren ersten Urlaub. Der Februar war so anstrengend, dass wir die Auszeit beide gut gebrauchen können.

 

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