Star Trek

Das lange Warten hat ein Ende! Am Sonntag waren mein Engel und ich mit Nate und seinem Engel im CinemaxX in Hamburg verabredet, um den lang ersehnten elften Star-Trek-Film zu sehen. Nach dem vorläufigen Ende des gesamten Franchise vor zwei Jahren war zunächst unklar, ob es jemals eine Fortsetzung geben würde. Nun haben wir sie gesehen. „Lost“-Erfinder J.J. Abrams zog den Karren aus dem Dreck und verpasste Star Trek ein Totallifting. Es wurde radikal mit Altbekanntem gebrochen, es wurde Geld ausgegeben und vor allem wurde wahnsinnig viel Gas gegeben. Ich habe den Film als unglaublich schnell empfunden, während die bisherigen Filme eher gemächlich waren und dem Zuschauer die Zeit ließen, der Handlung zu folgen. Beim elften Abenteuer musste man dagegen ganz schön aufpassen.

Nate hatte vier Kino-Gutscheine spendiert und uns schon vor Monaten zu Star Trek eingeladen. Es war sonnig, als Engelchen und ich in der Hansestadt ankamen. An unserer Lieblingshaltestelle kauften wir einer Vietnamesin ein Gruppenticket zum halben Preis ab und fuhren mit der U-Bahn zum Hauptbahnhof. Es war ziemlich viel los im Untergrund und so gingen wir vom Hauptbahnhof zum Kino zu Fuß. Na ja… mein Freund ging und ich trottete mürrisch hinterher.

Zu Fuß laufen = voll blöd!

Gegenüber dem Kino liegt die Parkanlage Planten un Blomen. Mit einem Eis erwarteten wir Nate und Tyler, die kurz darauf um die Ecke kamen. Nachdem wir die Tickets für die Vorstellung gelöst hatten, blieb noch eine gute Stunde Zeit. Der Park ist zu dieser Jahreszeit immer einen Besuch wert. Die Blumen und Sträucher stehen in voller Blüte, überall leuchtet und duftet es.

Wir jagten einen Schatz, stöberten im Apothekergarten und bewunderten die Artenvielfalt, ehe es an der Zeit war, zum Kino zurückzulaufen. Da wir nicht zur Premiere hier waren liefen nur wenige Trekkies in Uniform herum. Ich war ziemlich gespannt auf den Film und konnte es kaum mehr erwarten. Allerdings war ich auch skeptisch, denn nach all den Vorschusslorbeeren lag die Messlatte und damit meine Erwartung extrem hoch.

Abrams hat einiges anders gemacht, aber das hatte Star Trek anscheinend nötig. Die Darsteller waren gut gecastet, die Story vielleicht etwas zu vielschichtig, das Tempo sehr hoch und die Dialoge hervorragend. Es gab interessante Neuigkeiten – wahre Abgründe taten sich auf vor jenen, die mit der Star-Trek-Geschichte vertraut zu sein schienen. Am besten gefiel mir, dass Abrams den Zuschauern gegeben hat, was sie wollen: wir wollen bei Raum- und Materialschlachten dabei sein und nicht von der Crew erzählt bekommen, was draußen gerade vor sich geht. Die SFX-Abteilung von ILM hatte viel zu tun, und sie hat erstklassige Arbeit abgeliefert! Selbst mein Schatz war von dem Film restlos begeistert.

Nachdem wir uns am Hauptbahnhof von Tyler und Nate verabschiedet hatten, setzten wir uns wieder in die U-Bahn. Irgendein Fußballspiel musste stattgefunden haben, denn es waren unangenehm viele, ziemlich betrunkene, laut brüllende und zum Teil blutende Affen in der Bahn unterwegs. Ziemlich beunruhigend. Zu Hause gingen dann die Recherchen los, um den offenen Fragen, mit denen Abrams die Zuschauer zurückgelassen hatte, auf den Grund zu gehen.

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