So ein Schwindel

Abseits aller politischer, wirtschaftlicher oder sonstiger April-Schwindeleien hat mich mal wieder ein ganz handfester Schwindel erwischt: Der Drehschwindel. Bereits zum dritten Mal innerhalb von sechs Wochen wachte ich in der vergangenen Donnerstagnacht gegen zwei Uhr auf, weil sich die Welt um mich herum zu schnell drehte. Ich wagte es kaum, mich in der Dunkelheit zu bewegen, aus Angst, ich könnte polternd aus dem Bett fallen. Wie „üblich“ hielt das Gefühl über den Morgen hinaus den ganzen Tag an. Anders als sonst aber verschwand das Gefühl diesmal aber nicht am nächsten Tag.

Am Freitag machte ich mich also brav und fast freiwillig auf zum Arzt. Ich wurde von Frau Doktor sowieso untersucht, die mal hier und mal dort drückte, meinen Kopf nach links und rechts drehte, mein Herz und meinen Blutdruck prüfte und letztlich nichts wirklich genaues feststellen konnte. Ich verließ die Arztpraxis nach einer guten halben Stunde mit einer Überweisung zum Hals-Nasen-Ohren-Arzt, der mein Gleichgewichtsorgan prüfen soll, und einer Überweisung zum Kardiologen, bei dem ich ein Langzeit- und ein Belastungs-EKG machen darf und ein Echokardiogramm erstellt wird. Das ist im Moment ein wenig wie im Trüben fischen, in der Hoffnung (und Sorge), dass die Ärzte irgendwas feststellen, was man dann behandeln kann. Hauptsache, die Schwindelanfälle hören auf, davon kann einem nämlich auf Dauer so richtig schlecht werden…

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