Schlossgeistigkeit

Dank des traumhaften Wetters nutzten wir den heutigen Sonntag zu einem Ausflug ins Grüne. Während unser letzter Ausflug gleichermaßen nach Hamburg wie auch in meine Vergangenheit führte, war Plön heute das Ziel unserer Reise. Gegen Mittag packten wir das Nötigste in meine Tasche, fragten das Navi nach der Richtung und brausten über Autobahnen und Landstraßen davon.

Unterwegs fuhr uns ein verwirrter Verkehrsteilnehmer fast in die Seite, hätte ich nicht den Wagen in letzter Sekunde herumgerissen und ihn wütend ausgehupt. Sonntagsfahrer!!!

Bald darauf fuhren wir schon in Plön ein. Das weiße Schloss sahen wir schon von weitem, und links und rechts der Straßen breitete sich der Plöner See aus. Nachdem wir einen Parkplatz gefunden und den Wagen im Schatten abgestellt hatten, machten wir uns zu Fuß auf die Socken und erklommen den Hügel, auf dem das Schloss thront. Von oben bot sich ein wunderschöner Blick auf den See zu Füßen des Schlosses. Ich stellte mich in den Schatten der Bäume und zückte meine Kamera.

Nach der ausführlichen Fotosession verließen wir den Hügel auf der anderen Schlossseite und stapften in die Innenstadt. Wir kamen zu einem hübschen großen Platz mit einer relativ schmucklosen Kirche und einem äußerst gefragten italienischen Eiscafé. Wir reihten uns natürlich sofort ein und zogen uns bald darauf mit je einem Eisbecher in den Schatten der Kirche zurück. Auf den Stufen des Eingangsportals ruhten wir uns aus, nur besucht von einer neugierigen Möwe und einer geschwätzigen Rentnerin, die sich über den frühen Sommer freute und inständig hoffte, dass das nicht schon alles wäre. Man müsste also jeden Tag genießen, als wäre es der letzte. Ob wir’s denn weit hätten und wieso wir uns nicht in die Sonne setzten?

Auf dem Weg zurück statteten wir dem Schlossgarten einen Besuch ab. Uralte Bäume säumten Alleen links und rechts, und in der Mitte stand ein scheinbar noch viel älterer Baum, der von zahllosen Ranken überwuchert wurde. Misstrauisch sahen wir nach, ob der Baum, der von den Ranken abgesehen ungewöhnlich nackt aussah, noch lebte. Wir mussten genau hinsehen, aber dann sahen wir tausende von Knospen, die sicher noch auf einen kräftigen Regenschauer warteten um dann mit voller Kraft zu sprießen.

Tatsächlich war Regen in der letzten Zeit ziemlich knappe Ware. Während wir schon seit Wochen jeden Tag von der Sonne verwöhnt wurden, gab es gerade mal einen einzigen Regentag zwischendrin, der sicher nicht viel mehr als die Oberfläche bewässert hatte.

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