Säcke

Inzwischen ist auch die zweite Woche in meiner neuen Abteilung schon fast um. Es ist eine anstrengende Arbeit, bei der ich ziemlich viel vor dem Rechner sitze. Abends, wenn ich nach Hause gehe, bin ich ziemlich erledigt. Aber es ist eine angenehme Anstrengung. Ich muss mich nicht mehr dauernd vor Kunden rechtfertigen. Keine Preise mehr verteidigen, keine Kredite ablehnen und minütlich von einem ins andere Thema stürzen. Die Arbeit, die ich jetzt mache, ist komplett anders. Weil ich mich in dem neuen Gebiet noch gar nicht auskenne, bin ich zurzeit noch damit beschäftigt, mir alles anzulesen und mein frisches Wissen in Projektarbeiten anzuwenden. Und das alles hat mit ziemlich großen Zahlen zu tun, mit EU-Richtlinien und –Verordnungen. Das ist sogar wirklich so trocken, wie es sich anhört, aber ich fühle mich damit viel wohler als mit meiner alten Aufgabe.

Ich kann mir meine Zeit selbst einteilen, kann entscheiden, wann ich welches Projekt bearbeite und wann ich Feierabend mache. Die Unabhängigkeit von Öffnungszeiten und Kundenterminen macht vieles leichter. Ich kann getrost sagen, dass beruflich erstmal wieder alles im Sack ist.

Billard mit Freunden

Damit wir nicht jeden Abend wie zwei Kartoffelsäcke vor dem Rechner oder dem Fernseher sitzen haben wir uns am letzten Wochenende aufgerafft und sind mit unseren besten Freunden in Hamburg unterwegs gewesen. Das „Gilde-Bowling“ am Wandsburger Markt ist recht groß, auch wenn es von innen dringend eine Kur nötig hat! Wir ignorierten die bekritzelten Wände, schnappten uns jeder ein Queue und versenkten zwei Stündchen lang die bunten Bälle in den Säcken eines Billardtisches. Schatzi und ich haben nicht mehr Billard (Billard!!) gespielt, seit unserem ersten Date… Und das lag ja immerhin schon fast 540 Tage zurück. Beim nächsten Mal wollen wir dort auch mal bowlen (hab ich noch nie gemacht) und indoor-minigolfen.

Vor fast zwei Wochen habe ich meinen inneren Telefon-Schweinehund in einen Sack gesteckt und verschnürt, damit ich meine Freundin Viola anrufen konnte. Sie hat sich wirklich gefreut (und war ziemlich überrascht). Wir haben eine halbe Stunde telefoniert. Sie war zum Glück noch sherrylos nüchtern, da kann man sich dann gut mit ihr unterhalten. Vorgestern habe ich dann meinen Ex-Freund Nate angerufen – auch er war überrascht. Ich telefoniere eben ungern. Dummerweise war er grad auf dem Weg ins Kino, so dass es ein kurzer Plausch wurde, den wir dann gestern Abend fortgeführt haben.

Jetzt sitz ich hier so rum, höre Klaviermusik von George Skaroulis und entspanne einfach, bis mein Engel von der Arbeit heim kommt.

Euch allen einen relaxten Abend (Zweien von Euch ganz besonders!).

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