Regen

nachdem ich meinen letzten, sehr persönlichen eintrag an dieser Stelle nicht veröffentlicht habe soll dieser wieder für alle sichtbar werden. ich bin gerade in melancholischer stimmung und es heißt, dass man darin am besten schreiben kann. mal sehen.

dieser sonntag war von einem einheitsgrau bestimmt, das sich gerade in diesen minuten in ein dunkles violett verfärbt, weil irgendwo weit weit entfernt die sonne verschwindet. wo die wolkendecke lücken hat, mogelt sich die abenddämmerung des himmels hindurch und zeigt ganz deutlich, was wir tagsüber versäumt haben. und morgen ist montag, da geht dann die arbeit wieder los. der gestrige samstag war nicht viel anders. nach dem heftigen freitagabendunwetter hätte ich mir einen erfrischenden und sauberen morgen gewünscht, mit hellem sonnenschein, der uns für das miese wetter vom vortag entschädigt, stattdessen schienen sich die wolken hier besonders wohl zu fühlen. vielleicht waren sie auch einfach nur traurig, denn sie regneten alles ab, was sie hatten. gegen mittag verließ ich erstmals meine wohnung im sechsten stock und lief durch den strömenden regen ein stück die straße hinunter. es dauerte nicht lang, bis ich das wasser auf meiner haut spürte, aber ich lief weiter, rüber zum fluss, den sandweg entlang. es war still, wenn man von den vielen regentropfen absah, die um mich herum zu boden fielen. kein radfahrer fuhr an mir vorbei, die vögel hielten sich im blattwerk der umstehenden bäume verborgen und nicht einmal im seerosenteich an der kurve schien sich leben zu tummeln. lediglich auf der umgehungsstraße, die nicht weit entfernt entlangführte, kämpften sich autos durch das wasser.

als ich später wieder zu hause ankam, war ich völlig durchnässt, aber mit dem ziel war ich ja vor die tür gegangen. tropfend schloss ich meine wohnungstür auf, ließ meine schuhe auf der dicken schwarzen fußmatte stehen. meiner restlichen kleidungsstücke entledigte ich mich im bad. ich ließ heißes wasser in die wanne ein und genoss die wärme, in die ich kurz darauf eintauchte. ich hielt die luft an und tauchte ganz unter. warmes wasser drang in meine ohren und ich hörte nichts mehr bis auf die stille des wassers.
nach dem bad schlüpfte ich entspannt in trockene klamotten. abends dann besuchten mich zwei freundinnen. wir hatten uns eine weile nicht gesehen und daher viel zu reden. das war sehr angenehm. sie hatten vier filme mitgebracht und ich durfte einen auswählen. weil ich drei davon nicht sehen wollte fiel meine wahl auf „das haus am meer“ mit kevin kline und hayden christensen. ich finde den film so wunderschön, dass ich ihn mir noch in der selben nacht bestellt habe und heute abend habe ich ihn gleich ein zweites mal angesehen.

am samstag fand die parade zum christopher-street-day in kiel statt. dummerweise hatte ich den termin verpeilt und war nicht dort. letztlich war das aber auch nicht schlimm, ich habe mit zwei junx gesprochen, die dort waren. erwartungsgemäß war es regnerisch, stürmisch und kalt. bei so einem wetter macht das keinen spaß. ich hoffe auf mehr sonnenschein am 11. juni, dann findet das gleiche in hamburg statt. und am 25. juni dann in berlin. irgendwann wird schon schönes wetter sein.

jetzt ist es um, dieses wochenende. ich hoffe, ihr habt es genossen. euch allen eine wunderschöne woche.

 

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