Reflektionen

:: winterfreuden

der märz ist angebrochen und nach wie vor hat uns väterchen frost fest im griff. dennoch muss man unsere norddeutschen temperaturen um minus dreizehn grad schon fast als mild bezeichnen angesichts von nahezu minus vierzig grad in süddeutschland. dieser winter hat es in sich und anscheinend gefällt es ihm hier. die kälte beißt in der nase, wenn ich morgens zur arbeit gehe und abends wieder zurück kehre, und meine heizung fleht schon um urlaub! schön, dass es dieser tage wenigstens sonnig ist und das sonnenlicht von den unzähligen schnee- und eiskristallen reflektiert wird.
noch angenehmer ist bei dem wetter ein erholsamer nachmittag im thermalbad… tropische temperaturen zu lande, zu wasser und in der luft, wohl temperierte whirlpools und für den totalen entspannungskick: sonnenliegen, sauna und dampfbad. das war genau, was ich am bitterkalten mittwochnachmittag am dringendsten brauchte.

:: lebensabschnittsbewältigung

wenn ich in diesen tagen zeit für ganz eigene gedanken habe, dann kreisen diese wie ein schlingernder hubschrauber über meiner zukunft. ich denke nach über den verlauf dieses jahres, über die angestrebte fortbildung und über das, was danach kommt.
werde ich in der großen stadt einen job bekommen? werde ich eine wohnung finden, in der ich mich wohlfühle? werde ich freunde finden? werde ich den einen freund finden? wie lange werde ich heimweh haben nach der gegend, die ich seit nunmehr 28 jahren mein zuhause nenne? werde ich meinen dad in der großen stadt finden?
ich weiß, dass ich hier raus muss, um mich weiterzuentwickeln und meinem leben neue würze und neue perspektiven zu geben, und je mehr ich darüber nachdenke und plus und minus gegeneinander abwäge, desto mehr denke ich, dass ich eben nicht darüber nachdenken und stattdessen den dingen freien lauf lassen sollte. alles entwickelt und verändert sich so schnell und manchmal habe ich das gefühl, nicht wirklich die zeit zu haben, die ganzen fürs und widers ausreichend zu durchleuchten. am meisten angst macht mir die vorstellung, dass es mit fortschreitendem alter schwieriger sein wird, einen partner kennenzulernen, an den man sich lehnen kann, wenn es draußen stürmt und friert. der einen mit seinen armen festhält und liebevoll an sich drückt…
auch wenn ich weiß, dass das unsinn ist, bin ich noch so sehr auf das ‚twen-dasein’ fixiert, dass es mich eines tages wie ein blitz aus heiterem himmel treffen könnte, wenn ich eines morgens aufwache und feststelle, dass ich dreißig bin. in der heutigen zeit haben manche männer ihre erste midlife-crisis eben schon mit ende zwanzig.

:: erleuchtung

mein weg zum buddhismus ist zurzeit ähnlich schlingernd wie mein zukunftshubschrauber und ganz langsam scheinen sich alte strukturen wieder einzuschleichen, die ich so entschlossen aus meinem leben auszuräumen versuche. es ist schwierig, vor allem die fleischlose ernährung klappt bei mir noch nicht so ganz. aber ganz egal ob meine bisherigen wege geradlinig waren oder nicht, in den meisten fällen bin ich doch an meine ziele gekommen und das schaffe ich weiterhin – so oder so.

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*