Mal was Neues

Diese Woche war wirklich anstrengend – wenn auch erst ab Mittwoch. In der Firma ist unsere Abteilung umgezogen. Am Mittwoch – also einen Tag vor dem Umzug – kamen die Damen auf die Idee, doch nochmal alle Schränke auszumisten. Was sich da in den letzten zwanzig Jahren so angesammelt hat… Die Aufräumaktion hat den ganzen Tag gedauert. Am Donnerstag war ich dann um acht Uhr im Büro, hatte Schlips und Kragen gleich weggelassen und war bereit zum Schleppen. Der Weg, den wir nehmen mussten, war ziemlich weit. Das alte Büro lag im ersten Stock auf der Seite zur Breiten Straße. Von dort aus mussten wir mit dem Aufzug in das untere Parkdeck, von dort aus dem Gebäude raus zum anderen Gebäudeteil, dort in einen muffigen Miniaufzug, in den nur der Rollcontainer und zwei schlanke Menschen passen und dann in den dritten Stock. Das geht aber nur mit speziellen Schlüsseln. Im dritten Stock angekommen dann den Flur runter und die Aktenordner in die vorgesehenen Schränke sortieren. Und dann wieder zurück. Ich habe nicht mitgezählt, aber zwanzig Mal bin ich die Strecke sicher hin und hergelaufen. Gedauert hat der Umzug bis in den Nachmittag. Immerhin 24 Schrankfüllungen an Aktenordnern habe ich bewegt. Heute konnten wir immerhin schon wieder ganz normal arbeiten.

Als ich von der Arbeit nach Hause geradelt kam, lief ich unserem Vermieter über den Weg. Er hatte gerade Nachbar Anders im Schlepptau, der sich bei der Gelegenheit erkundigte, wie wir denn den gestrigen Viertelfinalsieg der deutschen Fußballnationalmannschaft fanden und ob wir es denn über den Beamer gesehen hätten. Ich glaube, zum Halbfinale sollten wir ihn mal einladen…

Weshalb lief er nun hinter dem Vermieter her? Ach ja, die Balkontüren sind da! Eine bekommen Schatzi und ich ab, und zehn Minuten später stand sie auch schon im Esszimmer. Eingebaut allerdings wird sie erst in vier Wochen oder so…

Viel Zeit zum Plauschen und so hatten Engelchen und ich auch nicht, als er um halb sechs von der Arbeit nach Hause kam. Schon mussten wir uns fertig machen, denn um kurz nach sechs waren wir mit B., M. und M. verabredet. Abendessen im Pfannkuchenhaus in der Wahmsstraße. Ich war noch nie in einem Pfannkuchenhaus und bin über die Auswahl von – natürlich – Pfannkuchen über Currywurst-Pommes bis hin zum Riesenschnitzel erstaunt. Aber natürlich nehmen wir alle Pfannkuchen  Meiner ist klein geschnitten und heißt Kaiserschmarrn, M. entscheidet sich nach laaaaangem Hin und Her für mexikanische Füllung, ebenso macht es Herr K., nur schneller. B. nimmt einen mit Banane und Schokolade und mein Freund bestellt Pfannkuchen mit Serranoschinken und Käse. Hm. Der Laden war recht rustikal. Der Inhaber auch. Und acht Euro fuffzig für einen Pfannkuchen war dann doch ein bisschen happig, zumal ich nicht wirklich satt geworden bin. Also hatte das ganze eher Entertainment-Wert und eine gute Gelegenheit, Freunde wieder zu treffen.

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