Lagerkoller

So, wie meterlange Eiszapfen von Dachrinnen hängen, so hängt mir der Winter inzwischen zum Halse heraus. Der März liegt in den letzten Zügen, morgen ist Ostern und es ist immer noch grau und kalt und hin und wieder schneit es. Besonders hübsch sieht die weiße Pracht indes nicht mehr aus, Sand und Dreck mischen sich in den einst sauberen Schnee.

Die Natur ist derweil im Standby-Modus. Keine Knospen, keine Blumen, keine Schmetterlinge, keine Schnee- oder Osterglocken – nur nackte Bäume, die wie immer geduldig warten, bis es endlich wieder schön wird. Selbst unsere Kater bekommen langsam einen Lagerkoller, weil der Balkon noch nicht zu einem Sonnenbad einlädt.

Am letzten Wochenende konnten es unsere Nachbarn auch nicht mehr abwarten und haben kurzentschlossen den Startschuss zum Angrillen gegeben. Im Schnee. Es war trotzdem lecker und mündete in einen gemütlichen Filmabend.

Ich habe übrigens in dieser Woche endlich mit der Physiotherapie begonnen, um meinen Tennisarm zu kurieren. Ich hatte das ja ewig lange vor mir hergeschoben, weil ich dazu weder Zeit noch Lust hatte. Aber weil auch mir allmählich die Decke auf den Kopf fällt und mir das Auspowern beim Badminton fehlt, habe ich endlich Termine vereinbart. Die ersten beiden Behandlungen habe ich auch schon hinter mir, und wie vom Arzt versprochen, werden die Schmerzen im Arm jetzt erstmal schlimmer. Hauptsache bald ist alles wieder in Ordnung!

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